Dresden

Stadtwiki Dresden - Freiraum für Ideen und Wissen über Dresden
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Dresdens in einem Keramiksgraffito von Maler Hans Nadler

Dresden ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen.

Dresden hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz des gleichnamigen Direktionsbezirks. In Dresden lebten Ende 2014 offiziell 541.304 Menschen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Dresden liegt beiderseits des Flusses Elbe in einem Talkessel, der Dresdner Elbtalweitung. Die Weißeritz, der Lockwitzbach und die Prießnitz fließen in Dresden in die Elbe. Durch die Tallage wurde zu DDR-Zeiten ein Empfang westdeutscher Rundfunksender praktisch unmöglich, weshalb es auch als das „Tal der Ahnungslosen“ bezeichnet wurde.

Das rechte Elbufer wird geprägt von den Elbhängen, von Radebeul bis nach Loschwitz und Wachwitz. Sie sind teil der Lausitzer Überschiebung, einer geologischen Verwerfung. Im Nordosten der Stadt, oberhalb der Elbhänge, befindet sich die Dresdner Heide, ein Waldgebiet, das auf einen eiszeitlichen Sander zurückzuführen ist. Die östlich davon gelegene Landschaft wird als Schönfelder Hochland bezeichnet, hier befinden sich die höchsten Erhebungen der Stadt, Triebenberg und Borsberg.

Das linke Elbufer weist im Gegensatz dazu eine sanftere Steigung auf und erreicht erst im Bereich des Windbergs und der Goldenen Höhe entsprechende Höhenbereiche.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Entstehung der Stadt

Die Geschichte der Stadt Dresden reicht bis weit vor ihre erste Erwähnung 1206 zurück. An der Stelle der späteren Felsenkellerbrauerei lassen sich Spuren bis aus der Altsteinzeit nachweisen. Die frühe Besiedlung wurde durch eine Elbefurt begünstigt. Funde aus den ersten Jahrhunderten n. Chr. verweisen auf die Besiedlung durch germanische Stämme. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird Dresden heute Lupfurdum zugeordnet. Zur Zeit der Ostsiedlung wiederum, also etwa zur Zeit der Ersterwähnung, lebten hier vorwiegend die slawischen Nisaner. Sie hatten sich das nach der Völkerwanderung weitgehend verlassene Land erschlossen. Unter Heinrich dem Erlauchten war Dresden erstmals Residenzstadt, unter Albrecht dem Beherzten wurde sie es dauerhaft.

[Bearbeiten] Gliederung

Dresden besitzt die zwölftgrößte Gemeindefläche in Deutschland, bei der Betrachtung von Städten belegt es sogar den vierten Platz. Entsprechend gibt es eine vielfältige Gliederung des Dresdner Stadtgebietes, was dazu führt, dass Stadtteile und ihre Namen in den allermeisten Fällen nicht eindeutig sind und verschieden abgegrenzt werden können.

[Bearbeiten] Gemarkungen

Auf den Schildern stehen die Gemarkungsnamen.

Die Gemarkungen sind (in ganz Deutschland) die Flächeneinteilungen des Katasters, also im Grundbuch von Bedeutung. Die Gemarkungsgrenzen sind historisch gewachsen und werden heute kaum noch verändert. Sie beziehen sich somit auf die geschichtliche Entwicklung der einzelnen Dörfer und Siedlungen und zeigen deren frühere Lage und Abgrenzung. Durch die städtebauliche Entwicklung mit Umbau, Abriss und Neubau von Gebäuden und Straßen, der Zerstörung durch Krieg und Katastrophen mit anschließendem Wiederaufbau sowie der allgemeinen Verstädterung und Bevölkerungszunahme, entsprechen die Gemarkungsgrenzen heutzutage oft nicht mehr der reellen Bebauung und auch der öffentlichen Wahrnehmung von Stadtteilen und Vierteln. Andererseits sind sie, besonders in den neueingemeindeten Randbereichen Dresdens, die genaueste Einteilungsform und oft die einzige Gliederungsebene, in der ein bestimmter Siedlungsname weiterexistiert.

Heute gibt es in Dresden 109 Gemarkungen.

[Bearbeiten] Ortsämter und Ortschaften

Der Begriff „Ortsamt“ ist eine Besonderheit Dresdens, diese Einteilungsform gibt (bzw. gab) es sonst nur in den Hansestädten Hamburg, Bremen und Rostock. Er löste 1991 den Begriff „Stadtbezirk“ ab, weil diese Gliederung als zu großräumig erachtet wurde.

Die Ortsämter sind Verwaltungsebenen wie Kreis und Stadt und damit für die Behördengänge der Dresdner bedeutsam. Die Ortsämter sind unter anderem zuständig als Meldestellen und Passämter, für bestimmte Sozialleistungen, für den Denkmalschutz und als Schiedsstellen. Außerdem sind sogenannte Bürgerbüros eingerichtet, bei denen man sich über allgemeine behördliche Themen informieren kann.

Seit 1997 gab es mehrere großräumige Eingemeindungen nach Dresden. Man entschloss sich, in den hinzugekommenen Gebieten als Äquivalent zu den Ortsämtern die sogenannten Ortschaften einzurichten.

Auf der Gliederungsebene der Ortsämter und Ortschaften gibt es auch ein politisches Organ, die Ortsbeiräte.

Dresden gliedert sich heute in zehn Ortsamtsbereiche und neun Ortschaften:

Altstadt | Blasewitz | Cotta | Klotzsche | Leuben | Loschwitz | Neustadt | Pieschen | Plauen | Prohlis
Altfranken | Cossebaude | Gompitz | Langebrück | Mobschatz | Oberwartha | Schönborn | Schönfeld-Weißig | Weixdorf

[Bearbeiten] Stadtteile

Unter den Gemarkungen Altstadt und Neustadt ist stets der Stadtteilname ergänzt.

Als weitere Unterteilung der Ortsamtsbereiche führte man 1991 die sogenannten „Statistischen Stadtteile“ ein. Sie orientieren sich an heutigen Straßen- und Schienenverläufen sowie weiteren geographischen und städtebaulichen Gegebenheiten. Wie ihr Name bereits impliziert, dienen sie hauptsächlich dazu, amtlich erhobene Daten geographisch darzustellen. Sie sind weiter unterteilt in Statistische Bezirke. Die Stadtteile und Bezirke sind so gewählt, dass sie vergleichbare Einwohnerzahlen besitzen, wodurch sie im dicht bewohnten Stadtinneren kleiner ausfallen als in den weniger besiedelten Randbereichen.

Durch die Orientierung der Grenzverläufe an modernen Gegebenheiten stellen die Statistischen Stadtteile im inneren Bereich Dresdens eine - gegenüber den Gemarkungen - oft praktikablere Definition der Stadtteile dar. Andererseits fehlt zuweilen die historisch-kulturelle Komponente, wenn etwa Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt-West einen Stadtteil bildet. Insgesamt ist zu sagen, dass in den dicht besiedelten Regionen Bindestrichzusätze nötig sind (z. B. Striesen-West oder Gorbitz-Süd), während in den Außenbereichen Siedlungsnamen nicht mehr im Stadtteilnamen auftauchen (z. B. umfasst das Stadtteil Lockwitz auch Nickern, Kauscha und Luga) oder aber Schrägstrichkombinationen nötig sind (z. B. Seidnitz/Dobritz oder Hosterwitz/Pillnitz).

[Bearbeiten] Weitere Gliederungen

Weitere Einteilungen des Stadtgebietes sind die Wahlkreise für Landtags- und Bundestagswahlen, die Postleitzahlbereiche sowie die Grundschulbezirke.

[Bearbeiten] Städtische Einrichtungen

Cultus gGmbH | Dresden-IT GmbH | Dresden Marketing GmbH | Dresdner Verkehrsbetriebe AG | DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH | Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen | Feuerwehr Dresden | Friedhofs- und Bestattungswesen | Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt | Messe Dresden | Qualifizierungs- und Arbeitsförderungsgesellschaft Dresden (QAD) | Sportstätten- und Bäderbetrieb | Stadtarchiv | Stadtentwässerung Dresden | Stadtreinigung Dresden GmbH | Technische Werke Dresden GmbH | Tierheim Dresden | Zoo Dresden

[Bearbeiten] Bauwerke im Zentrum/in Zentrumsnähe

Brühlsche Terrasse | Frauenkirche | Gläserne Manufaktur | Hofkirche | Italienisches Dörfchen | Johanneum | Kreuzkirche | Kulturpalast | Rathaus | Schloss | Semperoper | Zwinger

[Bearbeiten] Museen

siehe Liste Dresdner Museen

[Bearbeiten] Erfindungen

siehe auch: Liste der Rekorde Dresdens

[Bearbeiten] Stadtname

Bei diesem Schild war man sich wohl nicht ganz einig, ob es eher „Dresdner“ oder „Dresdener“ heißt.

Der Name Dresden leitet sich vom altsorbischen Drežďany für „Sumpftalbewohner“ ab.

Eine Besonderheit stellt das Adjektiv für Dresden dar. Die gängige Form lautet „Dresdner“, sodass das zweite „e“ entfällt. Diese Form wird auch bei fast allen offiziellen Anlässen und Namen verwendet, zum Beispiel bei Dresdner Christstollen, Dresdner Bank oder den Dresdner Straßen im Umland. Seltener, aber dennoch gebräuchlich, ist die Form „Dresdener“, wie bei der Dresdener Mühle.

[Bearbeiten] Dresdner Wortschöpfungen

... für Bauwerke der Stadt

... für Stadtteile und Straßen

... legendär

... für alles andere ;-)

[Bearbeiten] Dresdner Originale

siehe Dresdner Originale Moler-Bonbon

[Bearbeiten] Nachweise

  1. Doreen Reinhard: Koseworte aus dem Volksmund, SZ-Online vom 1. November 2013
  2. http://www.deutsches-museum.de/bonn/sammlungen/eisbrechen/01/02/dresdner-kameras/mimosa-i/
  3. Matthias Starke, http://www.taegliches-dresdenbild.de
  4. http://www.dresden-film.de/filmarchiv.htm

[Bearbeiten] Weblinks

Gliederung

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge