Blaues Wunder

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Während der Erbauung 1893
Im Dezember 2012

Das Blaue Wunder ist eine über Dresden hinaus bekannte Elbbrücke zwischen den Stadtteilen Blasewitz und Loschwitz. Sie wurde nach langem Bemühen der rechtselbischen Gemeinden von 1891 bis 1893 nach Plänen von Claus Koepcke errichtet. Bei ihrem Bau war es eine der weltweit ersten Brücken, die ohne Strompfeiler, d. h. Pfeiler, die im Flussbett stehen, auskam. Aufgrund dieser technischen Leistung und dem bläulichen Anstrich resultiert der heute gebräuchliche Name, obwohl dieser offiziell Loschwitzer Brücke lautet. Die Brücke ist aus vernieteten Stahlteilen gefertigt, die auf mit Sandstein verkleideten Betonpfeilern stehen. Mit der Übergabe der Brücke 1893 erhielt sie den Namen „König-Albert-Brücke“, den sie bis 1912 trug.

Im Mai 1945 sollte die im Februar 1945 nur leicht beschädigte Brücke gesprengt werden. Mehrere Dresdner Bürger, u. a. der Klempner Erich Stöckel (18931964) und der Telegrafenarbeiter Paul Zickler (1884–1964), retteten unabhängig voneinander unter Einsatz ihres Lebens das Bauwerk, indem sie die zur Sprengung angeschlossenen Kabel trennten.[1][2] Auch der von der deutschen Wehrmacht zur Verteidigung eingesetzte Brückenkommandant Hauptmann Wirth handelte mutig, indem er die Sprengladungen nicht erneuern ließ.

Seit 25. November 2011 beleuchten abends 60 LED-Strahler das Blaue Wunder - im Sommer bis 1 Uhr, im Winter bis 23 Uhr.[3]

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verkehr

Seit dem Eröffnungstag des Blauen Wunders am 15. Juli 1893 verkehrte die Straßenbahnlinie 18 über die Brücke, später die Linie 4. Die Straßenbahnschienen waren laut Erinnerung eines Straßenbahnfahrers direkt auf den Brückenstahl geschweißt, sodass sich alle Erschütterungen unmittelbar auf das Bauwerk übertrugen. Der Straßenbahnverkehr zog das Blaue Wunder derart in Mitleidenschaft, dass am Morgen des 9. April 1985 die letzte Tram über die Brücke rollte.[4]

Ab 13. Dezember 1925 fuhr die Buslinie C über die Loschwitzer Brücke. Diese Linie wurde zwischen 1947 und 1975 elektrisch als O-Bus betrieben und erhielt 1965 die Liniennummer 61. Heute fahren die Buslinien 61, 63 und 84 über das Blaue Wunder.[5]

[Bearbeiten] Weitere Aufnahmen

[Bearbeiten] Quellen

  1. Gedenktafel an der Blasewitzer Brückenseite
  2. Volker Helas: Das Blaue Wunder, in Dresdner Hefte 94 Dresdner Elbbrücken in acht Jahrhunderten. ISBN 978-3-910055-90-2. In dem Buch wird von weiteren fünf Volkssturmmännern berichtet, die an der Rettung der Brücke beteiligt gewesen sein sollen. Selbst zwischen Stöckel und Zickler herrschte wegen der Rettung jahrelang Streit. Die Internetseite www.dresdner-stadtteile.de berichtet von weiteren Rettern.
  3. Pressemitteilung der Stadt Dresden, 22.11.2011
  4. Vor 30 Jahren: Letzte Straßenbahnfahrt über das "Blaue Wunder". In: Der Hecht. Mitarbeitermagazin der DVB. 2/2015, S. 19
  5. Wussten Sie schon? Hintergründe zur Haltestelle Körnerplatz. sowie Nachtdienst nach Pillnitz in vergangener Zeit. In: Bewegt! Das Kundenmagazin der Dresdner Verkehrsbetriebe AG. 2/2015, S. 23/17.

[Bearbeiten] Weblinks

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