Lockwitzbach

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Lockwitzbach bei Lungkwitz

Das Quellgebiet des Lockwitzbaches liegt im Bereich des Wilisch, der Reinhardtsgrimmaer Heide sowie der Hirschbachheide. Das Gebiet ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Dippoldiswalder Heide und Wilisch. Viele kleine Rinnsaale dieser Gegend speisen den späteren Lockwitzbach, wobei das Grimmsche Wasser (entspringt in Oberfrauendorf), der Hirschbach und der Wilischbach zu den größten gehören. In der Nähe von Reinhardtsgrimma mündet der Hirschbach ins Grimmsche Wasser, welches der größte Zufluss ist. Im weiteren Verlauf liegen die Hirschbachmühle und die Teufelsmühle auf deren Höhe der Wilischbach aus Richtung Hermsdorf kommend, einmündet.

Etwa ab diesem Punkt wird vom Lockwitzbach gesprochen, welcher sich bis Lungkwitz durch das hier recht enge Tal windet. Kurz vor Lungkwitz mündet noch der Hausdorfbach ein und der Lockwitzbach fließt durch Ufermauern befriedet durch Lungkwitz in Richtung Kreischa. Dort biegt der Bachverlauf nach rechts ab und fließt durch die Parkanlagen der Rehaklinik in Kreischa. Hinter Kreischa, auf Höhe von Gombsen, mündet linkerhand der Possendorfer Bach ein. Kurz darauf passiert der Bach eine engere Talstelle, die rechts durch den Blauberg, einem ehemaligen Steinbruch, und links durch den felsigen Hummelstein markiert wird.

Ungefähr ab hier wird gemeinhin vom Lockwitztal gesprochen, welches sich bis zum Dresdner Stadtteil Lockwitz, dem früheren Dorf Lockwitz, zieht. In der Nähe der folgenden Hummelmühle findet man noch Reste des angelegten Mühlgrabens. Danach wird das hier sehr weite Tal wieder enger und es beginnt der malerischste Teil des Lockwitzbaches, in welchem sehr schön der mäanderförmige Verlauf sichtbar wird. Das gesamte Gebiet steht unter Naturschutz. Auch auf Höhe von Sobrigau, auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladenfabrik, findet man in einem Wehr Reste ehemaliger Mühlentätigkeit.

Lockwitzbach
Borthener Gründel

Im weiteren Bachverlauf bis Lockwitz mündet auf Höhe des Landhauses, unterhalb der Lockwitztalbrücke der A17 das Borthener Gründel, welches inmitten von Borthen oberhalb des Tals entspringt. Innerhalb von Lockwitz ist das Flussbett durch Steinmauern eingeengt. Inmitten von Lockwitz, neben dem Lockwitzer Frosch, findet man ein weiteres, recht großes Wehr und Reste eines Mühlgrabens. Der Bach biegt hier nach links ab und passiert kurze Zeit später nach einem Rechtsknick die Herrenwiese, an deren Beginn sich eine weitere Mühle befindet. Zwischen Lockwitz und Niedersedlitz existieren mehrere Bacharme und ein kleiner Teich, welche vermutlich auf menschlichen Einfluss zurückgehen.

Nachdem die Bundesstraße 172 unterquert ist, wendet sich der Lockwitzbach Richtung Niedersedlitz, wo er mitten durch den alten Dorfkern des heutigen Stadtteils fließt. Der Verlauf durch Niedersedlitz ist geprägt durch eine gemauertes Bachbett, welches links an einem langgezogenem Park vorbeifließt. Zwischen der Windmühlenstraße und der Mühlenstraße in Niedersedlitz befindet sich ein so genanntes Streichwehr, an dem der Niedersedlitzer Flutgraben beginnt. Nach Unterquerung der Eisenbahnlinie fließt der Lockwitzbach Richtung Elbe durch ein grün belassenes Gebiet, welches einen Teil der alten Elbarme darstellt und Landschaftsschutzgebiet ist und markiert dabei erst die Grenze zwischen den Dresdner Stadtteilen Sporbitz und Großzschachwitz, weiter flussabwärts zwischen Kleinzschachwitz und Großzschachwitz, später zwischen Kleinzschachwitz und Leuben und zu guter Letzt zwischen Kleinzschachwitz und Laubegast. Vor der Unterquerung der Pirnaer Landstraße mündet der Maltengraben in den Lockwitzbach. Gegenüber dem Wasserwerk Hosterwitz, ein Stück unterhalb der Pillnitzer Elbfähre findet der Verlauf des Lockwitzbaches mit der Einmündung in die Elbe sein Ende.

Durch Schneeschmelze im Winter sowie starke Regengüsse schwillt der Bach regelmäßig auf Pegel von über 1,50 m an. Zur Hochwasserkatastrophe 2002 überschwemmte er mehrere Häuser- und Straßenzüge.

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