Hauptstraße

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Verzweigung.png Dieser Artikel behandelt die Fußgängerpassage in der Neustadt. Zu weiteren Straßen mit diesem Namen siehe Hauptstraße (Begriffsklärung).
Reiterstandbild am Eingang zur Hauptstraße
Ansichtskarte der Neustadt, u. a. mit der Hauptstraße
Postbriefkasten aus dem Jahre 1896

Die Hauptstraße ist eine bekannte Einkaufs- und Wohnstraße in der Dresdner Inneren Neustadt.

Westlich befindet sich ein Barockviertel, siehe auch Königstraße, und östlich modernisierte Plattenbauten mit Geschäften und Frischemärkten im Erdgeschoß. Die Hauptstraße ist ein Fußgängerboulevard. Sie verbindet den Neustädter Markt mit dem Albertplatz als Tor zur Äußeren Neustadt und erweitert durch Zugang über die Augustusbrücke die Innenstadt. Die Hauptstraße ist in gesamter Länge eine verkehrsberuhigte Park- und Einkaufsstaße, die lediglich von zwei kleineren Straßen in Höhe der Dreikönigskirche gekreuzt wird. Die Bummelmeile wird von zahlreichen Platanen gesäumt.[1]

Die Hauptstraße entstand bis 1730 nach Plänen von Wolf Caspar von Klengel. Der Großteil der alten Bebauung wurde bei den Bombardierungen 1945 zerstört. Der Wiederaufbau hatte hier geringere Priorität als in der Altstadt und wurde erst in den Jahren 1974 bis 1980 durchgeführt. Das alte Straßenkonzept wurde dabei aufgegeben. Entlang der Hauptstraße entstanden in den 1970er Jahren mehr als 1000 Neubauwohnungen.[2]

1976 wurde am Neustädter Markt ein Fußgängertunnel angelegt, der die Augustusbrücke mit der Hauptstraße verbindet. So konnten Spaziergänger gefahrlos die Bummel-Meile erreichen.

In der Mitte der Hauptstraße befindet sich der Neubau der Dreikönigskirche. Ihr gegenüber steht die Neustädter Markthalle. In dem Gebäudeteil der Markthalle, der der Fußgängerzone zugewandt ist (Hauptstraße 36), hatte zur DDR-Zeit die Bezirksfilmdirektion Dresden ihren Sitz. Ein weiterer bedeutender Bestandteil der Straße sind die Kunsthandwerkerpassagen.

[Bearbeiten] Geschichte

"Schönste und freundlichste Straße Dresdens" nannte sie ihr einstiger Bewohner Wilhelm von Kügelgen in seinen "Jugenderinnerungen des alten Mannes". An seine Familie erinnert das Museum der Dresdner Romantik im Kügelgenhaus oder Gottessegenhaus. Die Straße hieß zu DDR-Zeiten Straße der Befreiung, im Volksmund "Straße der Bereifung". Nahe dem Café Venezia findet man die Wappen der Kreisstädte im ehemaligen Bezirk Dresden, deren Handwerker beim Bau der Hauptstraße mitgeholfen haben.

Nach dem Großbrand 1685 in Altendresden wurde zwei Jahre später die Straße angelegt. Im Zusammenhang mit dem Neuaufbau in dem Gebiet wurde die Straße 1732 mit Linden bepflanzt. Deshalb hieß die Hauptstraße im Volksmund auch kurz die Allee.[3] 1951 erfolgte die Umbenennung in Straße der Befreiung aus Anlass der 6. Wiederkehr des Tages der Befreiung vom Faschismus. Im Oktober 1991 erfolgte die Rückbenennung in Hauptstraße.[4]

[Bearbeiten] Verkehr

Kügelgenhaus in der Handwerkerpassage

Die Hauptstraße ist eine reine Fußgängerzone. Man erreicht sie mit den Linien 4, 8 und 9 vom Neustädter Markt aus oder mit den Linien 3, 6, 7, 8 und 11 vom Albertplatz.

[Bearbeiten] Ausgewählte Adressen

[Bearbeiten] Quellen

  1. Linda Barthel: Sommerschnitt für herzögliche Platane. In: SZ 14.7.2014.
  2. Film „Treffpunkt Goldener Reiter“. In: „Dresdner Filmschätze“, Teil 3
  3. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18.
  4. Karlheinz Kregelin: Dresden - Das Namenbuch der Straßen und Plätze im 26er Ring. Fliegenkopf Verlag, Halle 1993
  5. Film „Treffpunkt Goldener Reiter“. In: „Dresdner Filmschätze“, Teil 3
  6. Film „Treffpunkt Goldener Reiter“. In: „Dresdner Filmschätze“, Teil 3
  7. Asbest-Kita vollständig abgerissen. In: SZ 30. Juli 2014, S. 16
  8. sth: Abschied von einem Neustädter Original. In: DNN 13.4.2015
  9. Putin-Kneipe pleite!: In: Bild Dresden 14.8.2018
  10. https://www.cafe-eisold.de/schwarzmarkt-cafe.html; Heiko Weckbrodt: Bäckerei Eisold ist pleite – Chance zur Rettung? In: DNN 24.4.2019
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