Mark Meißen

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Gründung der Burg Meißen im Jahre 929
Die Mark Meißen entstand 965 durch die Aufteilung der großen Ostmark.
Karte der Mark Meißen

Die Mark Meißen entstand 965 durch Teilung der großen, am Mittellauf der Elbe gelegenen Ostmark des ostfränkischen Reiches, kam 1127 als Erbland an die Wettiner und dadurch 1423 zum Kurfürstentum und später zum Königreich Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entstehung der Mark Meißen

[Bearbeiten] Gründung der Ostmark

Das Gebiet um Meißen wurde von König Heinrich I., einem (Nieder-)Sachsen, im frühen 10. Jahrhundert zum Schutze der Deutschen gegen die Sorben befestigt, nachdem man deren Gebiete bis zur Elbe erobert hatte. 929 gründete Heinrich dafür die Burg Meißen ("Misni") auf einem Felsen zwischen Elbe, Triebisch und Meisabach. Meißen wurde so zum Ausgangspunkt für die weitere Ostexpansion.[1] Die eroberten sorbischen Gebiete standen unter deutscher Verwaltung. Anstelle der alten sorbischen Einteilung des Landes in Zupanien traten Gaugrafschaften und in diesen Burgwarde. Um Dresden entstand der Gau Nisan, um Meißen der Gau Daleminzi.

937 integrierte König Otto I., Heinrichs Sohn, die Gaue Nisan und Daleminzi in die Ostmark, die von der Saale bis zu Oder und Neiße reichte, nachdem man auch die Lausitz und das Milzener Land (Milska), das Kernland der heutigen Oberlausitz um Bautzen, unterworfen hatte. Diese Ostexpansion verlief teilweise sehr brutal. 939 ließ Gero, Markgraf der Ostmark, in 30 sorbische Fürsten ermorden.

Einen besonderen Stellenwert besaßen die Verkehrswege, die seinerzeit den Höhenzügen folgten, um die sumpfigen Niederungen zu meiden. Große Bedeutung als Militär- und Handelsweg quer durch Europa hatte die Via Regia, deren Anfänge bis in das 8. Jahrhundert zurückreichten und deren meißnischer Teil von Leipzig über Großenhain, Kamenz, Bautzen nach Görlitz führte. Für seine Feldzüge gegen die Sorben richtete König Heinrich I. ab 929 die Strata antiqua Lusatiae von Meißen über Stolpen, (Bischofswerda), Göda, Bautzen bis nach Schlesien ein. An ihr reihten sich Burgwarde zur Sicherung des Weges (Kastelle), aber auch Pfarreien für die Christianisierung des Landes auf.[2]

[Bearbeiten] Teilung der Ostmark

Nach dem Tod Geros, des ersten und einzigen Markgrafen der Ostmark, wurde jene 965 aufgeteilt. Der südliche Teil mit den Gauen Daleminzi, Nisan und Milska, im Bereich des heutigen Sachsens gelegen, bildete die Mark Meißen. Die weiteren neuen Marken entstanden in der (Nieder-)Lausitz, Merseburg, Zeitz sowie in der Nordmark. Dem Markgrafen oblag die Verteidigung der Grenzen, der Oberbefehl der Truppen und die Gerichtsbarkeit im eroberten Land, während die Besatzung der Burg Meißen unter die Befehlsgewalt der Burggrafen gestellt wurde. Sowohl die Burggrafen, die Markgrafen und später die Bischöfe residierten auf engstem Raum auf dem Meißner Burgberg.

Der erste bekannte Markgraf von Meißen war Wigbert um 968. Im selben Jahr wurde auch das Bistum Meißen eingerichtet, das einen wichtigen Gegenpol zur weltlichen Macht der Markgrafen darstellte und mit dem Hochstift Meißen selbst über bedeutenden Grundbesitz verfügte. Nach Wigberts Tod um 978 folgten Thietmar, Günther bis 982 und Rikdag bis 985.

[Bearbeiten] Konflikte mit den Nachbarn Polen und Böhmen

Nach dem Tod von Kaiser Otto II. im Jahre 983 war die Mark Meißen Schauplatz von Kämpfen um dessen Nachfolge. Der polnische Herzog Mieszko I. verheiratete seinen Sohn Bolesław I Chrobry mit einer Tochter von Rikdag, um Einfluss zu gewinnen. Meißen wurde jedoch 984 von den Böhmen unter Boleslav II. besetzt. Die Belehnung mit der Meißner Markgrafschaft erhielt im Jahr darauf Ekkehard I., der vorher schon Markgraf von Thüringen gewesen war. Er vertrieb die Böhmen aus Meißen, erneuerte die Allianz mit Polen, unterwarf die Milzener endgültig und begleitete Otto III. 996 nach Italien. Im Jahr 1000 empfing er von jenem bedeutende Schenkungen, strebte aber nach dessen Tod 1002 nicht nur nach dem Herzogtum Thüringen, sondern selbst nach dem Kaiserthron. Er traf jedoch in Lothar, Herzog zu Nordsachsen, und Wilhelm, Graf von Weimar, auf mächtige Gegner und wurde 1002 auf einer Reise nach Westfalen erschlagen. Sein Nachfolger, Gunzelin, konnte den Machtanspruch der Polen unter Bolesław I Chrobry nicht abwehren und wurde 1010 auf dem Fürstentag zu Merseburg abgesetzt und bis 1017 gefangen gehalten. Ihm folgte Hermann, ältester Sohn Ekkehards I., bis 1031 und jenem sein Bruder Ekkehard II. bis 1046, beide in stete Kämpfe mit den Polen verwickelt, die von 1002 bis 1031 in der Oberlausitz herrschten. Im Jahre 1007 schenkte König Heinrich II. dem Hochstift Meißen unter Bischof Eido I. drei Kastelle im Gau Milska[3], was eine zusätzliche Provokation im jahrelangen Streit mit den Polen um die Oberlausitz und darüber hinaus darstellte. 1015 überfielen polnische Truppen unter Mieszko, einem Sohn von Bolesław I Chrobry, Meißen und zerstörten die Burg. Die Burgbewohner wehrten sich mit allen Mitteln. Als die Burg in Flammen stand, löschten sie das Feuer mit Bier.[4]

Der Gang von König Heinrich IV. nach Canossa im Jahre 1077 war nicht nur ein weltpolitisches Ereignis ersten Ranges, sondern widerspiegelte sich auch in tiefgreifenden Konflikten in der Mark Meißen.

Die Mark Meißen ging 1046 an Wilhelm aus der Grafschaft Weimar und anschließend an dessen Bruder Graf Otto von Orlamünde, welcher 1067 starb. Danach folgte Egbert I., Sohn des Grafen Ludwig von Braunschweig und ein Vetter von König Heinrich IV. Egbert I. sollte nach einer Zusage des Königs sein Sohn Egbert II. als Markgraf folgen. Da dieser aber beim Tod des Vaters im Jahre 1068 noch zu jung war, nahm Markgraf Dedo von der Lausitz, aus dem Hause Wettin, stellvertretend die Markgrafschaft Meißen an.

1074 wurde Egbert II. mit der Mark Meißen belehnt. Wie auch Bischof Benno von Meißen stand er im Investiturstreit gegen König Heinrich IV. In der Folge verlor er die Mark an Vratislav von Böhmen. Der unterstützte Heinrich zusammen mit seinem Gefolgsmann Wiprecht von Groitzsch. Schon 1075 hatten sie gegen die abtrünnigen sächsischen Fürsten gekämpft. Nach des Königs Gang nach Canossa unternahmen sie einen Rachefeldzug nach Rom, belagerten und erstürmten 1084 die Stadt. König Heinrich IV. wurde zum Kaiser gekrönt, Vratislav und Wiprecht von Groitzsch standen in seiner Gunst. Sie mussten sich aber weiterhin der Angriffe von Egbert II. erwehren, der nicht aufgab. 1090 wurde jener ermordet. Auch Benno verlor zeitweise sein Amt. Vratislav trennte die Oberlausitz zugunsten seines Schwiegersohns Wiprecht von Groitzsch ab.[5][6]

[Bearbeiten] Die Mark Meißen wird Wettiner-Land

Nach dem Böhmen Vratislav ging die Mark Meißen zwischenzeitlich an Thimo von Wettin. Die offizielle Belehnung erhielt 1089 Heinrich I. von Eilenburg aus dem Hause Wettin, ein Sohn des Markgrafen Dedo von der Lausitz. Heinrich wurde nach seinem Tod von seiner Gemahlin, Gertrud von Braunschweig, 1103 ein Sohn, Heinrich II., geboren, welcher sich zunächst im Besitz der Markgrafschaft behauptete. Konrad der Große machte aber die eheliche Geburt Heinrich II. zweifelhaft und nannte ihn noch 1122 den Sohn eines Kochs. Heinrich II. trat wie Konrad als Markgraf auf, nahm jenen 1123 gefangen und setzte ihn auf Schloss Kirchberg in Gefangenschaft, bis der Graf Wiprecht von Groitzsch auf das von ihm verbreitete Gerücht von Heinrich II. Tod zwischenzeitlich von Kaiser Heinrich V. mit derselben belehnt wurde.

Markgräfliche Urkunde aus dem Jahr 1118
Das Wappen Meißens erinnert an das Wappen der Markgrafschaft. Seit etwa 1265 führten die Markgrafen ein Wappen mit einem schwarzen Löwen in einem goldenen Feld.
Die Prager Groschen seit etwa 1300 wurden zum Vorbild für die Meißner Groschen ab 1338 unter Friedrich dem Ernsthaften.
Der Bau der Albrechtsburg begann 1471 als geplante Residenz zweier gemeinschaftlich regierender Brüder, wurde aber erst 1489 nach der Trennung des Landes und der Verlegung des Regierungssitzes nach Dresden vollendet. Dresden wurde damit zur ständigen Residenz der Wettiner.

Wiprecht von Groitzsch geriet um die Markgrafschaft Meißen in einen Krieg mit Konrad dem Großen, einem Sohn von Thimo von Wettin und Heinrich II. nächstem Erbberechtigten. Sein Alliierter, der böhmische Herzog Vladislav I., ließ ihn aber im Stich. Konrad verband sich mit Herzog Lothar von Sachsen und wurde durch dessen Beistand auf einer Versammlung zu Eilenburg als Markgraf anerkannt. So erbte Konrad der Große nach Heinrichs kinderlosem Tod 1123 nicht nur sämtliche Güter, sondern erhielt auch von König Lothar die Nachfolge in der Markgrafschaft Meißen, welche seitdem im Hause Wettin erblich blieb. Konrad bekam zu seinem Erbland, der Grafschaft Wettin, weitere Besitzungen, so nach dem Tod des Grafen Heinrich von Groitzsch, Wiprechts Sohn, 1136 die Niederlausitz und einen großen Teil der Allodialbesitzungen desselben sowie 1143 die Reichsdomäne Rochlitz sowie Nisan. Konrad berief flämische Kolonisten ins Land. Unter ihm entstand ein Herrschaftsgebiet von der Größe des späteren Sachsens.

Von Konrad des Großen fünf Söhnen erhielten bereits 1156, ein Jahr vor Konrads Tod, Otto der Reiche die Mark Meißen, Dietrich die Niederlausitz und die eilenburgischen Besitzungen, Heinrich die Grafschaft Wettin und Friedrich die Grafschaft Brena. Dedo IV. erhielt Rochlitz und erbte von Bertha, Schwester Heinrichs von Groitzsch, das Stammgut Groitzsch sowie nach dem Tod seines Bruders Dietrich 1184 dessen sämtliche Besitzungen. Otto der Reiche gründete 1162 das Kloster Altzella, wo 1168 erste Silbervorkommen entdeckt wurden, die ihn später reich machten. Er gründete daraufhin Freiberg. Otto erteilte 1165 Leipzig das Recht zur Abhaltung zweier Märkte und begründete den Weinbau in Meißen. Von seiner Gemahlin Hedwig ließ er sich überreden, seinen jüngeren Sohn, Dietrich den Bedrängten, zum Erben der Mark zu bestimmen. Er wurde deshalb vom älteren, Albrecht dem Stolzen, befehdet. Otto starb darüber 1190 und wurde in dem von ihm gestifteten Zisterzienserkloster Altzella beigesetzt. Albrecht der Stolze erhielt Meißen, Dietrich aber Weißenfels und nach dem Tod des Bruders doch noch Meißen.

Während der Regierung von Dietrich dem Bedrängten wurde Dresden urkundlich ersterwähnt (1206). Nisan war wieder zu einem Bestandteil der Mark Meißen geworden, allerdings sollten die Burggrafen von Dohna noch lange Einfluss (und den Teil des Brückenzolls in Dresden) erhalten. Dietrich der Bedrängte erbte 1210 nach dem Tode seines Cousins Konrad von Rochlitz die Länder der Rochlitzer Linie (die Niederlausitz und die Markgrafschaft Landsberg), musste aber für die Niederlausitz Kaiser Otto 10.000 Mark Silber zahlen. In Streit mit Leipzig geraten, belagerte er 1217 die Stadt, nahm sie nach zwei Jahren ein und legte drei Burgen an, um künftige Empörungsversuche zu verhindern. Er starb 1221; von seinen drei Söhnen folgte ihm Heinrich der Erlauchte, zunächst unter verschiedenen Vormundschaften. In jener Zeit vollendete sich die Ostsiedlung. Mit der Oberlausitzer Grenzurkunde des Jahres 1241 wurden die Herrschaftsgebiete von Böhmen und dem Meißner Bischof gegeneinander abgegrenzt. Das Siedlungsgebiet der Milzener im Osten der Mark Meißen gehörte lange zu abweichenden Herrschaften und in jener Zeit zu Böhmen. Heinrich brachte das Pleißnerland und 1247 Thüringen bis zur Wartburg an sein Haus. Von da an besaßen die wettinischen Markgrafen von Meißen ein zusammenhängendes Gebiet, das von der Oder bis zur Werra, vom Erzgebirge bis zum Harz reichte. Doch die in diesem Hause besonders häufigen Teilungen erzeugten Zerwürfnisse und schwächten die Macht. Dresden entwickelte sich unter Heinrich dem Erlauchten zwischenzeitlich zur Residenzstadt.

Schon 1262 erhielt Heinrichs Sohn Albrecht der Entartete Thüringen und die Pfalz Sachsen sowie das Pleißnerland. An seinen jüngeren Sohn Dietrich von Landsberg trat Heinrich der Erlauchte das Osterland, dem jüngsten Sohn, Friedrich dem Kleinen, Dresden ab. Sich selbst behielt er Meißen und die Niederlausitz vor. Ein neuer Krieg entstand über die Länder Heinrichs nach dessen Tod 1288. Friedrich der Gebissene nahm seinen Vater Albrecht in offener Schlacht gefangen. Durch den Vertrag zu Rochlitz am 1. Januar 1289 wieder in Freiheit gesetzt, verkaufte Albrecht was ihm von der Mark Meißen noch geblieben war an seinen Neffen Friedrich Tutta. Als nach Tuttas Tod 1291 Friedrich der Gebissene und sein Bruder Diezmann Tuttas Länder besetzten, verkaufte Albrecht 1293 Thüringen für den Fall seines Todes an König Adolf von Nassau. Der sah die Mark Meißen als ein durch Friedrich Tuttas Tod erledigtes Reichslehen an und bemächtigte sich ihrer mit Gewalt. Auch Adolfs Nachfolger, König Albrecht I., hielt den Anspruch darauf aufrecht. Das Gefecht bei Lucka am 31. Mai 1307 und des Königs Ermordung retteten den wettinischen Brüdern die Mark Meißen, die Friedrich nach dem Tode Diezmanns (1307) und Albrechts des Entarteten (1314) allein beherrschte. Die Niederlausitz war 1304 an Brandenburg verkauft worden.

Friedrich der Gebissene starb 1324. Sein Sohn Friedrich der Ernsthafte war der letzte Alleinbesitzer der wettinischen Lande. Er erhielt von seinem Schwiegervater, Kaiser Ludwig dem Bayer, den Besitz des Pleißnerlandes bestätigt und kaufte die Grafschaft Orlamünde nebst einem Teil von Langensalza. Auf die nach Ludwigs Tod ihm angebotene deutsche Königskrone verzichtete er 1347 zugunsten Karls IV. gegen die Summe von 10.000 Mark Silber. Nach seinem Tode 1349 übernahm sein Sohn Friedrich der Strenge die gemeinschaftliche Regierung im Namen seiner minderjährigen Brüder Balthasar und Wilhelm. Friedrich der Strenge erwarb von den reußischen Vögten Ronneburg, Werdau, Voigtsberg und Schmölln, nachdem er durch seine Gemahlin, Katharina von Henneberg, u. a. schon die Pflege Coburg erhalten hatte. Friedrich der Strenge starb 1380 und hinterließ drei Söhne, Friedrich den Streitbaren, Wilhelm II. und Georg.

Am 13. November 1380 erfolgte zu Chemnitz die Teilung des Osterlandes, des Pleißnerlandes, der Grafschaft Landsberg, des vogtländischen Erbes und Coburgs. Die Bergwerke blieben gemeinschaftlich und Friedrich der Streitbare führte wesentlich die Regierung. Georg starb 1401, 1407 starb auch ihr Oheim Wilhelm der Einäugige in Meißen, welcher die Herrschaften Riesenburg und Colditz und die Stadt Pirna besessen hatte und 1402 die zuvor reichsunmittelbare Burggrafschaft Dohna unterwerfen konnte. Über die Erbschaft desselben verständigten sich 1410 Friedrich der Streitbare und Wilhelm II. mit ihrem Vetter Friedrich dem Friedfertigen von Thüringen, Balthasars Sohn, dahin, dass sie den Teil von Meißen erhielten, welcher an ihre osterländischen Besitzungen grenzte, Friedrich aber den an Böhmen grenzenden nebst dem Vogtland. Die Stadt Meißen blieb gemeinschaftlich. Friedrich der Streitbare gründete die Universität Leipzig.

[Bearbeiten] Die Mark Meißen geht im Kurfürstentum Sachsen auf

Markgraf Friedrich der Streitbare erhielt für seine dem Kaiser im Hussitenkrieg geleisteten Dienste 1423 nach dem Erlöschen der askanisch-wittenbergischen Linie die Belehnung mit der Kurfürstenwürde und dem Herzogtum Sachsen. Damit war die Mark Meißen kein eigenständiges Fürstentum mehr. Friedrich dem Streitbaren folgte sein Sohn Friedrich der Sanftmütige. Auch der musste das Land wiederholt gegen die Hussiten verteidigen. 1445 schloss er mit seinem Bruder Wilhelm einen Erbteilungsvertrag, nach dem jener Thüringen zugesprochen bekam. Nach Friedrichs Tod 1464 regierten seine Söhne Albrecht der Beherzte und Kurfürst Ernst das Land zunächst gemeinsam. Ab 1471 wurde für die beiden Brüder an der späteren Albrechtsburg gebaut. Als sich die Brüder 1485 trennten und das Land aufteilten, erhielt Albrecht, Herzog von Sachsen, Meißen, verlegte aber seine Residenz nach Dresden. Der Bau des ersten deutschen Schlosses, das jedoch nicht mehr als Residenz genutzt wurde, markiert das Ende von Meißen als Sitz der Markgrafen. Mit dem Übergang der Kur an die albertinische Linie der Wettiner im Jahre 1541 gehörte das Gebiet der Mark Meißen wieder zum Kurfürstentum.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gründung der Stadt Meißen auf dresden-und-sachsen.de
  2. Strata antiqua Lusatiae in der Georgewitzer Skala in Löbau
  3. Uwe Fiedler: Die deutsche Ostsiedlung zwischen Elbe und Spree: Bischofswerda, Trebista und die Wesenitz. 1. Mai 2017
  4. Bestürmung der Burg Meißen durch Mieszko von Polen
  5. Frank Fiedler, Uwe Fiedler: Wiprecht von Groitzsch in: Lebensbilder aus der Oberlausitz, Books on Demand, ISBN 3842351771
  6. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 254-257.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

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