Hermann I. (Meißen)

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Hermann und seine Frau Reglindis, zusammen mit Ekkehard II. Stifter des Naumburger Doms[1]

Hermann I. (* um 980; † 1. November 1038) war ab 1010 Markgraf der Mark Meißen.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Hermann folgte seinem Vater, Ekkehard I., nicht unmittelbar in der Mark. Zunächst wurde damit sein Onkel Gunzelin belehnt. 1002 verheiratete Bolesław I Chrobry‎ Hermann mit seiner Tochter Reglindis, möglicherweise als Entschädigung für die entgangene Markgrafschaft, weil Bolesław maßgeblich in die Auseinandersetzungen darum verwickelt war.[2]

1004 eroberte Hermann mit Unterstützung von König Heinrich II. den Gau Milska (Oberlausitz), den sich zuvor sein Schwiegervater Bolesław I Chrobry‎ gesichert hatte, verlor ihn aber 1007 wieder. Die Mark Meißen erhielt er erst 1010 nach der Absetzung von Gunzelin, der mit Bolesław paktiert hatte.

Hermann gehörte zu den wichtigsten Alliierten von Heinrich II. im Kampf gegen die Polen und konnte so 1016 auch seinen Bruder Eilward als Bischof für das Bistum Meißen durchsetzen. Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau Reglindis musste Hermann im Jahre 1018 im Frieden von Bautzen die Vorherrschaft seines Schwiegervaters über die Oberlausitz anerkennen. Nach Bolesławs Tod konnte Hermann 1031 mit der Hilfe von Kaiser Konrad II. auch die Oberlausitz zurückerobern und in die Mark Meißen wieder eingliedern.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die bedeutendsten Stifterpaare auf naumburg-online.de
  2. Eintrag bei www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter

[Bearbeiten] Weblinks

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