Franz Pettrich

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Franz Pettrich
Pettrichs Geburtshaus (grün) in Trebenice
Gedenktafel am Geburtshaus
Grabstätten von Franz Pettrich (vorn) und seinen Gattinnen (hinten)

(* 29. August 1770 in Trebnitz (Nordböhmen); † 23. Januar 1844 in Dresden)

Der Bildhauer Franz Seraphim Pettrich, Sohn eines Tischlermeisters, lernte zunächst in Prag Steinmetz. 1789 kam er auf Geheiß seines Vaters nach Dresden, um bei Giovanni Battista Casanova in Zeichenkunst unterrichtet zu werden. Doch Pettrich interessierte vor allem die Bildhauerei. Im Jahr 1795 wurde er Hofbildhauer und 1800, nach einem kurzen Aufenthalt in Italien mit seinem Schüler Christian Gottlieb Kühn (1780-1828), war er mind. seit 1809 Mitglied der Kunstakademie[1], in der er 1815 auch als Professor der Bildhauerei berufen wurde.

Pettrich war zunächst verheiratet mit Caroline geb. Dittrich (17711803), später mit Juliane geb. Gottschall (17801806). In der ersten Ehe wurden zwei Töchter und ein Sohn und in der zweiten Ehe eine Tochter geboren.

Pettrichs Wohnung befand sich in der Großen Plauenschen Gasse (Nr. 457, später Nr. 6), in der nach seinem Tod seine Tochter wohnte. Sein Sohn Ferdinand wurde ebenfalls ein erfolgreicher Bildhauer. Franz Seraphim Pettrich starb am 23. Januar 1844. Er wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof in Friedrichstadt beigesetzt.

Porträts von Pettrich (1813) und seinem Sohn Ferdinand (1820) wurden in Rom von Carl Christian Vogel von Vogelstein (1788-1868) angefertigt.

„Mit Franz Pettrich, der am 23. Januar 1844 mit 74 Jahren in Dresden seine Augen für immer schloss und dessen auf dem Alten Katholischen Friedhof zu Füßen des schönen Sarkophags seiner Frauen liegendes Grab eine schlichte Sandsteinplatte mit einem kleinem Lorbeerkranz deckt, ging der einzige bedeutende Bildhauer der frühklassizistischen Richtung, den wir in Sachsenhatten, dahin. Außer seinem Sohn Ferdinand (1798 – 1872), der aber früh das Vaterland verließ, um ein Künder deutscher Bildhauerkunst in der Neuen Welt zu werden, sind nur die wenigen Schüler Pettrichs noch in der von ihm gepflegten Tradition tätig gewesen. Genannt seien Christian Gottlob Kühn (1780-1828) und Ernst Rietschel (18041861).“[2]

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

Auf dem Alten Katholischen Friedhof sind noch heute mehrere von Pettrich geschaffene Grabdenkmale erhalten. Zu nennen sind u.a. die des 1795 verstorbenen Malers Johann Baptist Casanova, des Bischofs Johann Aloys Schneider und der 1809 geschaffene Sarkophag für seine beiden Gattinnen Caroline und Juliane.

Pettrichs Arbeiten sind ausdrucksvoll, von schöner Formwahl und in gutem Stil mit Marmor, teils in Gips, ausgeführt.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Dresdner Adreß-Kalender 1809
  2. Hans Geller: Franz und Ferdinand Pettrich, Wolfgang Jess Verlag Dresden, 1955
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