Giovanni Battista Casanova

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Giovanni Battista Casanova
Grabmal auf dem Alten Katholischen Friedhof

Giovanni Battista Casanova (* 2. November 1730 in Venedig; † 8. Dezember 1795 in Dresden) war ein italienischer Maler.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Der Sohn einer Schauspielerfamilie und Bruder von Giacomo Casanova kam Anfang 1738 mit seiner Mutter, der Witwe Giovanna Casanova, nach Dresden. Deren Komödiantentruppe hatte ein Engagement an den Hof von August III. erhalten, wo das Ensemble die Unterstützung des Grafen Heinrich von Brühl genoss. Mit dem Hofstaat zog die Truppe ständig zwischen Warschau und Dresden hin und her, in Dresden wohnten die Casanovas in der Neustädter Gasse.[1]

Casanova ließ sich an der Dresdner Malerschule unter Louis Silvestre und Christian Wilhelm Ernst Dietrich ausbilden. Ausgestattet mit einem Stipendium von August III. ging er etwa 1749 nach Venedig, um sich weiterzubilden. 1752 reiste er mit Anton Raphael Mengs als dessen Schüler nach Rom. Ausgezeichnet mit dem großen Preis der römischen Akademie erhielt er den Auftrag, Papst Clemens XIII. zu porträtieren. Casanova gab jetzt selbst Unterricht, z. B. gehörte in Rom Johann Joachim Winckelmann zu seinen Schülern,[2] und wurde 1764 als Professor an die Kunstakademie nach Dresden berufen, wobei er sich gegen Angebote aus England und Neapel entschied.[3] Später leitete er die Dresdner Akademie gemeinsam mit Johann Eleazar Zeissig ‎als Direktor.

Casanova machte sich v. a. als Lehrer und Kunstschriftsteller einem Namen. Zu seinen wichtigsten Schriften gehörten die »Abhandlungen über alte Kunstdenkmäler« (Leipzig, 1771).[4] Nach seinem Tode wurde er auf dem Alten Katholischen Friedhof in der Friedrichstadt beigesetzt. Sein Der Prophet Jesaias befindet sich in der Gemäldegalerie Alte Meister.[5]

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. O’BYRN, Friedrich August Freiherr: Giovanni Casanova und die Comici italiani am polnisch-sächsischen Hofe, in: Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Altertumskunde 1. Bd. Dresden 1880, S. 289 ff
  2. Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 988.
  3. Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 7. Amsterdam 1809, S. 188.
  4. Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 20.
  5. Der Prophet Jesaias

[Bearbeiten] Weblinks

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