Flüchtlinge

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In Dresden existieren diverse Flüchtlingsunterkünfte zur Unterbringung von Asylbewerbern. Aufgrund des verstärkten Zustroms von Flüchtlingen aus Syrien und Nordafrika begann die Landeshauptstadt 2014 mit der Schaffung zusätzlicher „Unterbringungskapazitäten für besondere Bedarfsgruppen“.

Außerdem wurden vom Freistaat, zur Entlastung der zentralen sächsischen Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz, diverse Interimsunterkünfte in Dresden geschaffen. Hierzu wurden sowohl Zelte errichtet als auch bestehende Gebäude umgenutzt.

[Bearbeiten] Übergangswohnheime (städtisch)

Die Kapazität der einzelnen Unterkünfte beträgt im Regelfall 40–60 Plätze, im Einzelfall bis zu 150 Plätze.

In Dresden existieren folgende Übergangswohnheime (Inbetriebnahme):[1]


Noch in Planung bzw. im Bau befinden sich folgende Unterkünfte (geplante Inbetriebnahme):[1]


Notunterkünfte:
Am 30. September 2015 verkündete Oberbürgermeister Dirk Hilbert, dass die Stadt vorübergehend städtische Turnhallen nutzen werde, um Asylsuchende unterzubringen. Das wurde nötig, weil der Freistaat aufgrund der niedrigen Temperaturen die Zeltstadt an der Bremer Straße räumen musste und die Flüchtlinge zur Unterbringung an die Stadt Dresden "übergab". Mehrere Turnhallen wurden dann im Frühjahr 2016 wieder geräumt. Folgende Hallen werden bzw. wurden genutzt:

[Bearbeiten] Erstaufnahmeeinrichtungen/Interimsunterkünfte (Land Sachsen)

Eingang zur Zeltstadt

Im Juli 2015 wurde auf einer Industriebrache auf der Bremer Straße 25 ein provisorisches Erstaufnahmelager eingerichtet. Die „Zeltstadt“ bietet temporär Platz für bis zu 1.100 Flüchtlinge. Aufgrund von Angriffen durch fremdenfeindliche Randalierer[9][10], Konflikten zwischen verschiedenen Flüchtlingsgruppen[11] und der humanitären Zustände[12][13] ist die Zeltstadt wiederholt in der Kritik.

Ab August 2015 (nach Ende der TU-Vorlesungszeit) werden die Sporthallen 1–3 der TU Dresden an der Nöthnitzer Straße ebenfalls als Interimsunterkunft (auch Camp Dresden II) genutzt.[14]

Seit dem 6. September 2015 sind 270 Flüchtlinge vorübergehend in der Offizierschule des Heeres in der Marienallee 14, Albertstadt untergebracht.[15]

Am 7. und 8. September wurde außerdem ein erstes Großzelt auf einem Teil der Rasenfläche der ehemaligen HTW-Sportanlagen an der Schnorrstraße (neben dem Finanzamt) errichtet. Hier könnten insgesamt bis zu drei Zelte für je 200 Personen aufgestellt werden. Im Unterschied zu den Zelten an der Bremer Straße ist das Großzelt mit einem vor Bodenkälte schützenden Holzfußboden ausgestattet und kann beheizt werden. Am Abend des 8. September erreichten die ersten Flüchtlinge die provisorische Unterkunft.[16][17][18]

Seit September 2015 leben auch Flüchtlinge im ehemaligen Technischen Rathaus an der Hamburger Straße 19.

Ab etwa Mitte Oktober wurden zunächst 200 Menschen in der leerstehenden Neuen Mensa einquartiert.[19] Auch die TU-Turnhalle an der August-Bebel-Straße 18a wurde zum Notquartier umfunktioniert. Dort wurde das große, beheizbare Bierzelt des Pichmännl-Oktoberfests aufgestellt.

Ab November 2015 sollen rund 500 Flüchtlinge in bis zu 14 Leichtbauhallen auf dem ehemaligen Parkplatz P4 an der Westseite des Flughafens untergebracht werden.[20]

Ab Ende November wird das Grundstück an der Karlsruher Straße 103a in Dresden-Gittersee für die Aufstellung eines beheizbaren Großzeltes vorbereitet. Dort sollen 360 Personen unterkommen.[21]

2016 waren die TU-Sporthallen Nöthnitzer Straße und die Neue Mensa wieder geräumt. Auch die Zelte auf dem Sportplatz Teplitzer Straße/August-Bebel-Straße und auf dem ehemaligen Sportplatz an der Schnorrstraße sind wieder abgebaut.

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b dresden.de: Asyl in Dresden (mit Karte des Themenstadtplans)
  2. [1]
  3. Asylheim in Lockwitz wird im Januar eröffnet. In: SZ 2.12.2015, S. 16
  4. Pressemitteilung der Stadt Dresden 19.11.2015
  5. Paul Felix Michaelis: Dresdner Asylbewerber verlassen Turnhallen. In: DNN 22.4.2016
  6. Paul Felix Michaelis: Dresden schließt kommunale Notunterkunft. In: DNN.de 31.3.2016
  7. Pressemitteilung der Stadt Dresden, 30.9.2015. Andreas Weller/Tobias Wolf: Asylbewerber kommen in Turnhallen. In: SZ 1.10.2015.
  8. Paul Felix Michaelis: Dresdner Asylbewerber verlassen Turnhallen. In: DNN 22.4.2016
  9. DNN online: Dresdner Spezialeinheit ermittelt nach Schlägerei vor Zeltstadt. 29. Juli 2015.
  10. DNN online: Polizei verhindert Nazi-Demo vor Dresdner Zeltlager. 30. Juli 2015.
  11. DNN online: Zeltlager in Dresden: Auseinandersetzung mit 100 Beteiligten. 31. Juli 2015.
  12. DNN online: „Kindeswohlgefährdung“ – Dresdner Grüne fordern Alternativunterbringung für Familien. 3. August 2015.
  13. DNN online: „Traumatisierte Helfer“ – Dresden für Alle kritisiert Zustände in Dresdner Asylbewerber-Zeltstadt. 8. August 2015.
  14. DNN online: Erste Flüchtlinge ziehen am Dienstag in TU-Dresden-Sporthallen. 4. August 2015.
  15. MDR: Sachsenspiegel vom 6. September 2015.
  16. SZ online: Dresden bekommt mehrere Großzelte. 7. September 2015.
  17. Linda Barthel/Sandro Rahrisch: Erste Flüchtlinge ziehen ins Großzelt. In: SZ Online 8. September 2015.
  18. Julia Vollmer/ttr/dpa: Erste Flüchtlinge in Großzelt am Dresdner Finanzamt - Wintervariante für Bremer-Straße-Camp gesucht. In: DNN Online 8. September 2015.
  19. tbh/hh: Neue Mensa wird Asylunterkunft. In: DNN 10./11.10.2015, S. 15
  20. szo: Parkplatz am Flughafen wird Flüchtlingsquartier. In: SZ 1.10.2015
  21. Pressemitteilung der Landesdirektion Dresden, 13.11.2015
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