Tierärztliche Hochschule

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Die Tierärztliche Hochschule Dresden wurde 1889 gegründet und 1923 der Universität Leipzig angegliedert. Mit Vorläufern reichte ihre Tradition bis in das Jahr 1774. Damit gehörte sie zu den ersten Schulen ihrer Art in Europa. Seit 1890 befand sich ihr Hauptgebäude in der Zirkusstraße.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Im Januar 1774 gründete Oberrossarzt Weber eine private Anstalt, die am 7. Oktober 1780 als Churfürstliche Thier-Arzney-Schule unter staatliche Trägerschaft kam und dem königlichen Oberstallamt unterstellt war. Sie hatte in dieser Zeit 20 bis 30 Studenten. 1817 wurde sie von Carl Gustav Carus mit der Chirurgisch-medicinischen Akademie im Kurländer Palais vereinigt und in Personalunion geführt. 1823 expandierte die Schule und bezog ein Anwesen an der Pillnitzer Straße (Bärsches Vorwerk). 1856 trennten sich die Wege von tierärztlicher Schule und medizinischer Akademie wieder. Die tierärztliche Schule wurde einer Kommission für das Veterinärwesen unterstellt und bis 1861 neue Gebäude an der Pillnitzer Straße und in der von Karl Moritz Haenel‎ erbauten Zirkusstraße 40 verlegt. Die Studentenzahlen stiegen auf etwa 200.

1895 wurde ein neues Hochschulstatut verabschiedet, in dem Elemente einer universitären Selbstverwaltung verankert waren und nach dem die Professoren der Tierärztlichen Hochschule Universitätsstatus erhielten. Mit dem neuen Statut von 1903 wurde das Rektorenamt eingeführt, in das Wilhelm Ellenberger berufen wurde. Die Hochschule war von nun an dem Ministerium des Innern direkt unterstellt und die Universitätsreife wurde als Zugangsvoraussetzung eingeführt. Es wurden zunächst 11 fachgebietsspezifische, selbständige Institute gegründet, denen je ein Dozent im Range eines Abteilungsleiters vorstand (Klinik für große Haustiere und Poliklinik, Klinik für kleine Haustiere und Poliklinik, Auswärtige Klinik, Anatomische Abteilung, Physiologische Abteilung, Physiologisch-chemische Versuchsstation, Pathologisch-anatomische Versuchsstation, Tierzuchtabteilung und Rassestall, Chemische Abteilung, Seuchenversuchsanstalt und tierhygienische Abteilung, Physikalische Abteilung). Die Anzahl der Studenten stieg weiter an und betrug im Wintersemester 1902 226. Die reguläre Ausbildung dauerte 7 Semester, im Rahmen der tierärztlichen Weiterbildung war es aber auch möglich, sich für einzelne Lehrveranstaltungen als Hospitant einzuschreiben.

[Bearbeiten] Lehrer

Hermann Baum | Carl Gustav Carus | Wilhelm Ellenberger | Heinrich David August Ficinus | Heinrich Albert Johne | Hermann Kunz-Krause | Georg Alfred Müller | Arno Naumann | Friedrich Julius Gustav Pusch | Johannes Gottfried Otto Raubold | Ludwig Reichenbach | Etha Richter | Burkhard Wilhelm Seiler | Otto Siedamgrotzky | Bruno Steglich | Oskar Walzel

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

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