Arno Naumann

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Porträt, um 1920

Dr. phil. und Dipl. Chemiker Arno Naumann (* 17. September 1862 in Hartmannsdorf; † 22. Oktober 1932 in Dresden)[1] war Botaniker, Professor und Hofrat.

[Bearbeiten] Leben

Naumann begann 1880 ein Studium der Mathematik und Naturwissenschaften in Leipzig und wechselte 1886 an die Chemische Abteilung der TH Dresden, um unter Prof. Rudolf Schmitt ein Fachdiplom zu erwerben. Da der alte Botanische Garten damals keine Assistentenstelle hatte und im Jahr 1892 die Versuchsstation für Pflanzenkultur eine Beratungsstelle für Pflanzenschutz unter Carl Oscar Drude einrichtete, wechselte er dorthin. 1922 wurde er zum Hochschullehrer für Botanik an die Tierärztliche Hochschule Dresden berufen. Beruflich war er auch im Botanischen Garten und als Dozent an der „Staatlichen Höheren Lehranstalt für Gartenbau“ in Pillnitz eingebunden, deren stellvertretender Direktor er auch gewesen ist. In der Seidelschen Gartenbauschule des Gartenbauverbandes für Sachsen in Laubegast, ein Vorläufer der Pillnitzer Schule, war er zugleich der einzige wissenschaftliche Lehrer.

Für den „Sächsischen Heimatschutz“ kümmerte er sich um die Erhaltung botanischer Denkmäler wie den Boselgarten bei Meißen. Für den Gebirgsverein Sächsische Schweiz betreute er den Schandauer Pflanzengarten und gehörte dem Kuratorium des Naturschutzgebietes Elbinsel an, über deren Pflanzenwelt er einen Führer verfasste.[2] Von ihm gehaltene Vorträge hatten eine besondere Note mit ausgezeichneten Lichtbildern. Kollegen schätzten seine "Urwüchsigkeit und seinen häufig durch eigene poetische Leistungen gewürzten Humor".[3]

Arno Naumann war seit 1889 Mitglied der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft „Isis“, zuletzt als Stellvertreter für den Vorsitzenden Friedrich Tobler in der „Sektion Botanik“,[4] und der FLORA - Sächsische Gesellschaft für Botanik und Gartenbau. Für letztere verfasste er 1896 die Festschrift „Dresdens Gartenbau bis zur Gründungszeit der Flora Gesellschaft für Botanik und Gartenbau in Dresden - Festschrift zur Siebzigsten Stiftungs-Feier der Genossenschaft Flora“, die eine detailierte Übersicht an regionaler botanischer Literatur vor dieser Zeit enthält.[5]

Bis etwa 1930 wohnte Naumann in der Borsbergstraße 26, I. Stock.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

  1. GND-Datensatz (Deutsche Nationalbibliothek Leipzig)
    Datensatz (Deutsche Fotothek)
  2. „Die Pflanzenwelt der Pillnitzer Elbinsel“ in: Mitteilungen Landesverein Sächsischer Heimatschutz 8, 1919
  3. Walther Gleisberg: Nachruf auf Arno Naumann, Sitzungsberichte und Abhandlungen ... der ISIS, 1932, S. 33
  4. Sitzungsberichte und Abhandlungen der ... ISIS in Dresden, 1932, S. 55f.
  5. erschienen bei der Buchdruckerei von Arthur Schönfeld, Dresden 1896; Digitalisat bei der SLUB
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