Königstein

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Wappen Königsteins in einem Keramiksgraffito von Maler Hans Nadler
Blick auf die Stadt Königstein an der Elbe 2011

Königstein ist eine Stadt an der Elbe südöstlich von Dresden im Elbsandsteingebirge mit etwa 2.800 Einwohnern [1]. Der auch als Erholungsort beliebte Ausflugsort in der Sächsischen Schweiz liegt an der Mündung des Flüsschens Biela am gleichnamigen Tafelberg unterhalb der Festung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Königstein, Panormablick von der Festung mit Blick zum Lilienstein
Gemälde von Eugen Bracht, 1907
Königstein um 1910
Königstein, Papierfabrik

Bereits um das Jahr 1200 ist eine königlich-böhmische Burg auf dem Tafelberg sowie eine Burgsiedlung im Tal (lat. suburbium) nachgewiesen. 1241 wird die Burg als "lapis regis" (lateinisch für "des Königs Stein"), 1289 als "castrum in lapide" (lat. "Burg auf dem Stein") erwähnt.

Im 13. Jahrhundert entsteht aus der Burgsiedlung ein Städtchen mit einem Marktplatz. 1336 erscheint erstmals der deutsche Name "Chunigstein" für die Burg, 1379 dann auch für den Ort "Kunigstein", der noch als "stetil" (kleines Städtel) bezeichnet wird.

Die Burg wird zu einer meißnisch-sächsischen Festung ausgebaut und später, übrigens bis 1955, auch als Gefängnis benutzt. Die Stadt unterhalb des Tafelberges trägt seitdem auch stets den Namen der Festung. Die Festung liegt mit 361 Metern über NN mehr als 230 Meter höher als die Stadt, die nur 128 Meter über NN liegt.[2] Neben der Festung als wichtigstem Anziehungspunkt entwickelte sich im Bielatal, einem Seitental der Elbe, auch eine kleine Holz-, Kunstharz- und Papierindustrie.

Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke nach Bodenbach (heute Děčín/ Tschechische Republik) erhielt Königstein Anschluss an die Eisenbahnstrecke aus Dresden, die im dortigen Böhmischen Bahnhof begann. Der Bahnhof wurde am 9. Mai 1850 für den Personen- und Güterverkehr am Kilometerpunkt 26,37 der Eisenbahnstrecke eröffnet. 1910 wurde am Ende des teilweise über 5,50 Meter hohen Eisenbahnviaduktes, der die Stadt von der Elbe trennt, am Streckenkilometer 27,64 ein neuer Personenbahnhof gebaut, der betriebstechnisch ein Haltepunkt ist und am 18. Juni des gleichen Jahres eröffnet wurde. Der bisherige Bahnhof Königstein wird seitdem nur noch als Güterbahnhof benutzt und als solcher auch seit 1911 bezeichnet.

Die Einwohnerzahlen sind seit Jahrzehnten dramatisch rückläufig. 1977 werden für Königstein noch 4.300 Einwohner angegeben, nach der 2010 veröffentlichten Statistik leben nur noch knapp 2.300 Einwohner im Ort.

[Bearbeiten] Personen in Verbindung mit Königstein

Amalie Dietrich | Ernst Julius Otto | Paul Wagner

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ernst Eichler, Sachsen, Alle Städtenamen und deren Geschichte, Faber&Faber Verlag GmbH Leipzig, 2007, ISBN 978-3-86730-038-4, S. 79
  2. Meyers Lexikon, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1977, 1. Auflage, S. 619

[Bearbeiten] Weblinks

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