O-Bus

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O-Bus auf dem Zelleschen Weg vor der TH Dresden

Oberleitungsbusse (Obusse, O-Busse) waren von 1947 bis 1975 auf Dresdens Straßen unterwegs. Zunächst war der O-Bus-Betrieb nur als Provisorium gedacht, bestand jedoch fast 30 Jahre lang. Aufgrund der Treibstoff- und Ersatzteilknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die wenigen unzerstörten dieselbetriebenen Busse nicht im Linienbetrieb fahren. Als Hechtwagen-Konstrukteur Alfred Bockemühl erfuhr, dass im westsächsischen Werdau unfertige O-Busse herumstanden, ließ er diese komplettieren und nach Dresden liefern. Ab 1946 bauten die Dresdner Verkehrsbetriebe eine O-Bus-Linie auf, die am 8. November 1947 eingeweiht wurde.

O-Busse fuhren in Dresden ausschließlich auf der Linie C, später Linie 61 zwischen Löbtau und Weißig. Zunächst verkehrten die Busse im 20-Minuten-Takt vom Körnerplatz zum Münchner Platz, ab 1950 von Weißig bis zum Fritz-Foerster-Platz und ab 1964 bis zum heutigen Ebertplatz, damals Willi-Ermer-Platz. Um mehr Passagiere befördern und einen engeren Takt bieten zu können, wurden neue Busse und Anhänger beschafft.

Eingestellt wurde der O-Bus-Betrieb, weil die Fahrzeug vor allem durch die dauerhafte Beanspruchung durch die Steigung der Grundstraße verschlissen waren und keine neuen angeschafft werden konnten. Am 28. November 1975 rollte der letzte O-Bus durch Dresden.

Im DEFA-Film „Geliebte weiße Maus“ sieht man einen O-Bus mit Anhänger unterwegs auf der Grundstraße.

Die Dresdner Haidebahn (auch Haide-Bahn), die 1903/04 ein Jahr lang zwischen Arsenal/Albertstadt und Klotzsche verkehrte, war ebenfalls ein O-Bus.

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