Hochwasser

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Hochwassermarken am Wasserpalais von Schloss Pillnitz
Hochwassersäule Alttrachau
Hochwassergrenzen 1845

Obwohl keines der bisher dokumentierten Elbhochwasser vergangener Jahrhunderte die Rekordmarke vom August 2002 (9,40 Meter) erreichte, sind die Hochwasser der Jahre 1655, 1784, 1845 und 1890 schon ihres Pegelstandes wegen bemerkenswert.

In den zurückliegenden Jahrhunderten trat die Elbe bei langanhaltenden, meist wolkenbruchartigen Niederschlägen sowie heftigen Schnee- und Eisschmelzen regelmäßig aus ihrem Flussbett. Die gewaltigen Wassermassen suchten sich eigene Wege. Vor allem füllten sie die alten Elbarme aus früherer erdgeschichtlicher Zeit und richteten große Schäden an. Von diesen verheerenden Überschwemmungen waren insbesondere die Wohn- und Arbeitsstätten der Menschen in den elbenahen Städten und Dörfern betroffen.

siehe auch:

[Bearbeiten] 1655

So berichtet der kurfürstlich-sächsische Rat und Geheime Reichssekretär Anton Weck (16231680) in seiner „Chur-Fürstlichen Sächsischen weitberuffenen Residentz- und Haupt-Vestung Dresden Beschreib(ung) und Vorstellung“, dass sich die Elbe am 6. und 7. Februar 1655 bis an die „Dresdnische Heyde beim Trachenberge“ ausdehnte, so dass „nichts als blanck Wasser“. Das Stromtal glich einem riesigen See. Es standen u.a. die nordwestlich von Dresden gelegenen rechtselbischen Dörfer Neudorf, Pieschen, Mickten, Trachau und Radebeul völlig unter Wasser.

[Bearbeiten] 1784

Ende Februar Anfang März 1784 verwüstete eines der schwersten Frühjahrshochwasser das Elbtal. Der wochenlang zugefrorene Fluss brach innerhalb kürzester Zeit auf, stieg unaufhaltsam an und erreichte am 1. März 1784 in Dresden einen Stand von 8,57 Meter. Das war der höchste seit 1655. Im gesamten Elbtal wurden die Städte und Dörfer großflächig unter Wasser gesetzt.

[Bearbeiten] 1845

Die gewaltigste Überschwemmung im 19. Jahrhundert erlebten die Bewohner Dresdens und die seiner Umlandgemeinden in den letzten Märztagen 1845. Seit dem 20. März des oben erwähnten Jahres war die Elbe nach starken, pausenlosen Schneefällen und darauf folgenden beißenden Frost mit einer 1,50 Meter starken Eisschicht bedeckt. Unerwartet einsetzendes Tauwetter und strömender Regen ließen am Ostersonntag, dem 23. März, den Eispanzer brechen. Der Fluss stieg unaufhaltsam an. In Dresden kam das Eis am 28. März in Bewegung, drei Tage später hatte die Elbe einen Pegelstand von 8,77 Meter erreicht. Zwischen der Friedrichstraße (Friedrichstadt) und der Schützenhofstraße in Trachau erstreckte sich bis über Serkowitz und Gohlis hinaus ein riesiger See.

[Bearbeiten] 1890

Während des einzigen Sommerhochwassers im 19. Jahrhundert erreichte die Elbe zum letzten Mal am 6. und 7. September 1890 einen Pegelstand von über 8 Metern.

[Bearbeiten] 1926

Beim Elbehochwasser 1926 wurde beispielsweise die Vogelwiese überflutet.[1]

[Bearbeiten] 2002

zur „Jahrhundertflut“ siehe: Hochwasser 2002

Katastrophe in zwei Phasen: Flutung weiter Stadtgebiete durch die Weißeritz am 12./13. August. Nur Tage später erreicht der langsam steigende Elbpegel Rekordmarken. Sein Höchstpegel liegt am 17. August bei 9,40 m.

[Bearbeiten] 2006

Der lange Winter und die plötzliche Schneeschmelze im Riesengebirge bescheren einen Pegelstand von 7,49 Metern an der Augustusbrücke.

[Bearbeiten] 2011

Im Jahr 2011 erreichte die Elbe einen Pegelstand von 6,80 Meter. Teilweise werden Häuser überflutet.

[Bearbeiten] 2013

siehe: Hochwasser 2013

Höchstpegel: 8,76 m

[Bearbeiten] Hochwasserschutz

[Bearbeiten] Quellen

  1. Ralf Hübner: Seltene Ansichten der Dresdner Vergangenheit. In: SZ 25.11.2017
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