Karl Louis Wehinger

Stadtwiki Dresden - Freiraum für Ideen und Wissen über Dresden
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Louis Wehinger, auch Carl Louis Wehinger (* 13. Dezember 1825 in Bischofswerda; † 23. Januar 1904 in Dresden) war ein deutscher Politiker, Jurist und Richter, zuletzt als Königlich Sächsischer Landgerichtspräsident im Rang und mit Titel eines Geheimen Justizrates.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Karl Louis Wehinger studierte Rechtswissenschaften, wirkte mehrere Jahre als Jurist am Gericht in seiner Heimatstadt Bischofswerda, später in Zwickau und ist erstmals 1874 im Adressbuch von Dresden als Direktor beim Königlichen Bezirksgericht im Rang eines Geheimen Justizrates verzeichnet. Er wohnte zu dieser Zeit in der Kleinen Schießgasse 11.[1] Nach der Reformation des sächsischen Justizwesens wurde Karl Louis Wehinger ab 1879 erster Präsident des Königlichen Landgerichts zu Dresden.[2] Dieses Amt übte er 15 Jahre lang, bis 1894 aus.[3] Wehinger unterstanden als Landgerichtspräsident insgesamt 14 Amtsgerichte in Altenberg, Döhlen, Dresden, Großenhain, Königstein, Lauenstein, Lommatzsch, Meißen, Pirna, Radeberg, Radeburg, Riesa, Schandau und Wilsdruff.[4] Sitz des Landgerichts war ab 1879 das Landgerichtsgebäude Pillnitzer Straße in der Pirnaischen Vorstadt, an das sich unmittelbar die Haftanstalt Mathildenstraße anschloss.[5]

Ab 1895 ist Wehinger als Landgerichtspräsident a.D. (außer Dienst) verzeichnet und wurde in den Ruhestand versetzt. Zum Abschied aus dem Berufsleben erhielt er für seine Verdienste den Albrechtsorden. Danach war Karl Louis Wehinger zwei Legislaturperioden, für den 26. ordentlichen Landtag 1895/96 und für den 27. ordentlichen Landtag 1897/98 Abgeordneter der 1. Kammer des Sächsischen Landtages.

Wehinger wohnte zuletzt in Strehlen in der Dorotheenstraße 1 und wurde auf dem Trinitatisfriedhof begraben. Sein Sohn Wolfgang Wehinger (* 18. August 1855 in Bischofswerda)[6] lernte u.a. 1874 bis 1875 am Königlichen Gymnasium zu Dresden-Neustadt,[7] studierte ebenfalls Rechtswissenschaften und ist erstmals 1880 im Adressbuch von Dresden als Landgerichts-Referendar verzeichnet, wohnhaft zu dieser Zeit in der elterlichen Wohnung in der Kaulbachstraße 1. Später wirkte sein Sohn auch als Referendar am Oberlandesgericht und Amtsgericht in Dresden.[8][9]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Adressbuch Dresden 1874, SLUB Dresden, S. 383
  2. Adressbuch Dresden 1880, SLUB Dresden, S. 461
  3. Adressbuch Dresden 1894, SLUB Dresden, S. 790
  4. Oberlandesgerichtsbezirk Dresden 1894, Promotion Michael Rademacher auf www.verwaltungsgeschichte.de
  5. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Landgericht Dresden”
  6. Gymnasium zu Zwickau, Jahresbericht für das Schuljahr 1873, Onlineausgabe auf archive.org
  7. Königliches Gymnasium Dresden-Neustadt im Forum Ahnenforschung
  8. Adressbuch Dresden 1888, SLUB Dresden, S. 592
  9. Adressbuch Dresden 1889, SLUB Dresden, S. 621
  10. Adressbuch Dresden 1877, SLUB Dresden, S. 417
  11. Adressbuch Dresden 1882, SLUB Dresden, S. 415
  12. Adressbuch Dresden 1895, SLUB Dresden, S. 817
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge