Ernst Hähnel

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Ernst Hähnel 1852
Standbild am Neumarkt

Der Bildhauer Ernst-Julius Hähnel (* 9. März 1811 in Dresden; † 22. Mai 1891 ebenda) machte sich im 19. Jahrhundert gemeinsam mit Ernst Rietschel um die Dresdner Bildhauerschule verdient.

Als Sohn eines Landwirtschaft treibenden Bürgers besuchte er mehrere Jahre die Bauschule und schaffte es 1830 nach München auf die dortige Akademie der Bildenden Künste. Zur Bildhauerei kam er wohl vor allem bei einem Studienaufenthalt in Rom. Über München zurück rief ihn 1838 Gottfried Semper nach Dresden für die Ausgestaltung des plastischen Schmucks seines ersten Theaterbaus, der jedoch durch einen Brand 1869 vernichtet wurde.

Als Lehrer an der Kunstakademie verband ihn mit seinen Schülern ein patriarchalisches Verhältnis. Als Mensch war Hähnel eine tiefe, aber auch schroffe Natur, schwer zugänglich und unberechenbar. Von seinen Freunden und Schülern hochverehrt, war er zunächst auch mit Rietschel befreundet, später gingen sie jedoch getrennte Wege. Hähnel hatte sein Atelier in der heutigen Johannstadt auf dem Gelände der später dort befindlichen Landesversicherungsanstalt in der Eliasstraße 30/32 (heute Güntzstraße). Seit dem 11. Oktober 1883 ist er Ehrenbürger der Stadt Dresden.

Hähnels Grab befand sich auf dem Alten Katholischen Friedhof und wurde wahrscheinlich in den 1930er Jahren eingeebnet, vermutet der Dresdner Hobbyhistoriker Christoph Pötzsch. Er will nun gemeinsam mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz und weiteren Spendern am Ort des früheren Grabes eine neue Gedenkstätte errichten, beispielsweise mit einer Tafel, einer Stele oder einem Stein.[1]

Im Stadtteil Johannstadt erinnert die gleichnamige Straße an Ernst Julius Hähnel.

[Bearbeiten] Werke in Dresden

[Bearbeiten] Literatur und Quellen

  1. Linda Barthel: Neue Gedenkstätte für vergessenen Bildhauer. In: Sächsische Zeitung, 21.5.2014, S. 18.

[Bearbeiten] Weblinks

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