Johannstadt

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Die Johannstadt ist ein linkselbischer Stadtteil zwischen Elbe und Großem Garten. Sie zählt zum Ortsamtsbereich Altstadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage und Gliederung

Stadtplan von 1911

Johannstadt wird meist in einen nördlichen und einen südlichen Teil gegliedert. Der Nordteil reicht vom Elbufer (Straße ist das Käthe-Kollwitz-Ufer) bis zur Gerok- bzw. Blasewitzer Straße. Im Westen grenzt er sich durch die sich an die Albertbrücke anschließende Sachsenallee von der Pirnaischen Vorstadt ab, im Osten durch die Händelallee von Blasewitz sowie südöstlich entlang der Blasewitzer Straße von Striesen. Ihn prägen der Güntzplatz mit dem Sparkassenhaus, der Bönischplatz und die anschließende Pfotenhauerstraße, welche gemeinsam mit dem Thomas-Müntzer-Platz das sogenannte Bauernkriegsviertel bilden, die Hopfgartenstraße, der Tatzberg mit Forschungsstandorten, die Trinitatiskirche mit gleichnamigem sowie Neuem Jüdischen Friedhof sowie das Universitätsklinikum. Die im Bau befindliche Waldschlößchenbrücke schließt an das Nordende der Fetscherstraße an.

Der Südteil liegt zwischen der Güntzstraße im Westen, der Stübelallee entlang des Großen Gartens (zur Seevorstadt) im Süden und der Fetscherstraße im Westen, wo Striesen liegt. In diesem Viertel finden sich eine Vielzahl von Bildungsstätten, darunter das Bertolt-Brecht-Gymnasium, Gebäude der Hochschule für Bildende Künste und das BSZ für Technik, südlich der Striesener Straße außerdem Gebäude der TU, das BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung und die Schule zur Lernförderung. Dort ist außerdem das Krankenhaus St. Joseph-Stift ansässig. Als bauliche und gewerbliche Zentren zu nennen sind Fetscherplatz, Stephanienplatz und Comeniusplatz.

[Bearbeiten] Verkehr

Im Stadtteil Johannstadt verkehren vor allem die Straßenbahnlinien 4, 6, 10 und 12, am Rande auch die Linien 1, 2 und 13. Die hauptsächlichen Knotenpunkte sind dabei Fetscherplatz, Straßburger Platz und Sachsenallee.

Die wichtigste Buslinie ist die 62 nach Dölzschen entlang der Hans-Grundig- und Pfotenhauerstraße, vormals mit der Nummer 82 und davor als Linie 75 nach Goppeln. Daneben gibt es die Linie 74, 2009 verlängert nach Reick.

[Bearbeiten] Kultur

In der Johannstadt existieren mehrere kulturelle Vereine, darunter der Johannstädter Kulturtreff. Ausgründungen der WGJ sind außerdem der Verein Aktives Leben mit dem Vereinshaus Johannstadt und dem JohannStadtArchiv sowie der Verein, der die JohannStadthalle betreibt.

[Bearbeiten] Geschichte

Ehemaliges Plattenwerk

Das Gebiet des heutigen Stadtteils entspricht zu großen Teilen der Flur des 1310 erstmals erwähnten Dorfes Ranvoltitz, das im 14. Jahrhundert zur Wüstung wurde. Das Gebiet fiel zu Teilen dem Dresdner Augustinerkloster und dem Maternihospital zu.

Die Flächen wurden in der Folgezeit vor allem landwirtschaftlich genutzt. Später entstanden mehr und mehr Ziegeleien, allen voran die Ratsziegelei, von der heute noch die Namen Ziegelstraße und Steinstraße zeugen. Wichtige Straßen waren die Blasewitzer Straße und die Grunaer Straße, die von der Altstadt zu den namensgebenden Vororten führten. Ab 1676 wurde südlich der Große Garten angelegt. Später fand am heutigen Sachsenplatz regelmäßig die Vogelwiese statt. Der Bereich zählte in dieser Zeit zur Pirnaischen Vorstadt, lange galt für deren äußere Flächen ein Bauverbot.

Dieses wurde 1874, als Dresdens Bevölkerungszahl rasant stieg, aufgehoben. 1877 wurde die im raschen Aufbau befindliche Johannstadt nach König Johann von Sachsen (Regierungszeit 1854-1873) benannt.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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