Olga Körner

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Grab Olga Körners auf dem Heidefriedhof

Olga Körner (* 3. Juni 1887 in Rübenau/Erzgeb.; † 22. Dezember 1969 in Dresden) war eine kommunistische Politikerin und Widerstandskämpferin. 1933 besuchte sie die Reichsparteischule „Rosa Luxemburg“, danach wurde sie Leiterin einer illegalen Gruppe in Radeberg, anschließend in Chemnitz. Ende 1933 erfolgte ihre Verhaftung, drei Jahre war sie Gefangene im Zuchthaus Waldheim. 1939 kam es erneut zur Verhaftung. 1943 erfuhr sie vom Tod des Mannes und des Sohnes. Sie überlebte das KZ Ravensbrück trotz Kennzeichnung „Nicht mehr zurück“.

Pfingsten 1945 kam sie zusammen mit Else Eisold und Liesel Grabs zu Fuß nach Dresden. Sie wurde Frauensekretär der Kreisleitung Dresden der KPD, Sekretär der Bezirksleitung der KPD. Nach 1946 übernahm sie die Abteilung Sozialpolitik in der Landesleitung der SED. Sie war Abgeordnete des Sächsischen Landtages und der Länderkammer. Um 1955 litt sie unter Erschöpfungszuständen, doch es gab wenig Entlastung durch übergeordnete Parteifunktionäre. Sie hatte weder Haushaltshelferin noch Sekretärin, obwohl sie mit über 70 Jahren intensiv politisch und im Sozialwesen tätig war und Reisen als Referentin unternahm.

1974 erhielt die 57. Oberschule ihren Namen. 1978 wurde eine Bronzebüste vor dem Feierabendheim in Dresden-Zschertnitz enthüllt.

Ausstellung: „Jetzt, nachdem die Frau auch in der Politik eine Stimme hat ...“ – Parlamentarierinnen im Sächsischen Landtag 1919–1933, 26. April bis 29. Juni 2006

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