Stephensonstraße

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Rettungswache (ehem. Straßenbahnhof)
Haus der VEM (ehem. Kulturhaus)
Straßenschild mit Zusatzschild

Die Stephensonstraße in Leuben entstand in der 1890er-Jahren und wurde mit dem Bau der Straßenbahn nach Niedersedlitz eine wichtige Verkehrsverbindung in den Dresdner Osten, wo einstmals viele Pendler zu den Industriebetrieben rund um das Sachsenwerk fuhren.

[Bearbeiten] Geschichte

Da sich auf dieser ein Straßenbahnhof der Dresdner Vorortbahn befand (Nr. 12)[1], hieß die Straße zunächst auch Bahnhofstraße und erhielt ihren heutigen Namen wohl im Rahmen der Eingemeindung von Leuben im Jahr 1921. Namensgeber war der Ingenieur und Konstrukteur von Dampf-Lokomotiven George Stephenson (1781-1848), der 1814 seine erste Dampflok gebaut hatte (Andreas Schubert folgt mit seiner Saxonia im Jahr 1838).

Aus dem Studium der Gemeindeunterlagen ergeben sich folgende Erkenntnisse:

Der Bau der Stephensonstraße erfolgte 1895 durch den Bauunternehmer Just, welcher auch den Teil auf Niedersedlitzer Flur erbaute. Am 20. Mai 1896 beschließt der Gemeinderat, die Straße mit Neue Straße zu benennen. Das bezog sich auf die heutige Stephensonstraße und auch auf den heutigen Rosenschulweg. Allerdings wollte man wohl die Bezeichnung nicht über die Kreuzung mit der Pirnaer Landstraße hinweg behalten. Am 20. Juli 1898 beschloss der Gemeinderat "den von der Pirnaischenstraße bis zur Niedersedlitzer Flurgrenze führenden Straßentrakt der Neuen Straße 'Bahnhofstraße' zu benennen." Das kurze Stück südlich der Kreuzung mit der Sachsenwerkstraße liegt auf der Flur von Niedersedlitz. Dort beschloss der Gemeinderat am 4. April 1905, das Straßenstück mit Edisonstraße zu benennen, nach Thomas Alva Edison.

Im Jahr der Eingemeindung (1921) gab es in Dresden-Trachau bereits eine Bahnhofstraße (heute Am Trachauer Bahnhof). Deshalb erhielt in Leuben die Bahnhofstraße den heutigen Namen Stephensonstraße, nach George Stephenson[2].

Niedersedlitz wurde erst 1950 eingemeindet. Deshalb blieb der dortige Name Edisonstraße zunächst erhalten. Mit Beschluss vom 8. Februar 1956 wird die Stephensonstraße um die Edisonstraße in der Flur Niedersedlitz verlängert und damit wurde die Edisonstraße in Stephensonstraße umbenannt. In dem Zusammenhang wurde auch die Bahnhofstraße in Trachau umbenannt in Am Trachauer Bahnhof, weil es in Niedersedlitz ebenfalls eine Bahnhofstraße gibt, die ihren Namen behalten sollte.

[Bearbeiten] Adressen (Auswahl)

Unter der Nr. 46 befanden sich von 1927 bis 1991 die Stephenson-Lichtspiele, die heute noch eine Videothek beherbergen. Seit 1952 sorgte das Kulturhaus Sachsenwerk (heute Haus der VEM, Nr. 6) für Unterhaltung und kulturelles Engagement, diente als Versammlungsort der dortigen Werktätigen.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Plan von Dresden. Blatt 21 Niedersedlitz, 1911
  2. deutschsprachige Wikipedia: George Stephenson
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