Emil Theodor Mücklich

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Emil Theodor Mücklich (* 26. Oktober 1852 in Otterschütz[1] bei Königsbrück; † 5. März 1929 in Dresden) war ein sächsischer Jurist und Richter, erst als Landgerichtsdirektor in Chemnitz, zuletzt in Dresden mit dem Titel eines Geheimen Justizrates.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie

Emil Theodor Mücklich entstammte der sächsischen Familie Mücklich. Sein Großvater war der Oberförster Mücklich in Otterschütz bei Großenhain. Dieser war seit 1854 korrespondierendes Mitglied der zoologischen Sektion der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ISIS im Königreich Sachsen.[2]

Emil Mücklich war der zweitälteste Sohn des königlich-sächsischen Beamten und damaligen Steuerkondukteurs[3] Samuel Traugott Mücklich (* 24. August 1822; † 31. Mai 1907 in Dresden).[4] Sein Vater wohnte zu seiner Geburt im Forsthaus Otterschütz. Zuletzt war er königlich-sächsischer Steuerrat und Fiananz-Vermessungs-Inspektor und wurde sowohl mit dem sächsischen Verdienst- als auch mit dem Albrechtsorden ausgezeichnet.[5] Mücklich hatte noch folgende Geschwister:

Emil Mücklich heiratete am 12. September 1889 Frieda Margarethe geb. Wohlrab (* 26. August 1868 in Dresden; † 1947 ebenda), Tochter des Professors, Rektors und Geheimen Studienrat Ernst Martin Wohlrab (18341913) und Enkelin des Direktors der Dresdner Taubstummenanstalt, Johann Friedrich Jencke (18121893). Das Ehepaar Mücklich hatte vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter, u.a.:

Mücklichs Witwe wohnte nach seinem Tod anfangs weiter in der ehemals gemeinsamen Wohnung in der Prellerstraße,[13] gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in der Wallotstraße 29.[14]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Mücklich erhielt seine höhere Schulbildung ab 1863 am königlichen Gymnasium zu Bautzen, wo er zu dieser Zeit in der Oberquinta war, zusammen mit seinem Bruder Otto, der in der Unterquinta lernte.[15] Nach seiner erfolgreich bestandenen Reifeprüfung am Bautzner Gymnasium studierte er Rechtswissenschaften und entschied sich für eine Karriere im sächsischen Staatsdienst als Richter.

Mücklich kam 1877 nach Chemnitz, wo er während seiner Referendarszeit erstmals 1878 im Chemnitzer Adressbuch als Bezirksgerichts-Referendar verzeichnet ist. Er wohnte anfangs dort am Markt 20,[16] zog aber noch im gleichen Jahr in die untere Brückenstraße 9.[17] Spätestens seit 1878 ist er laut dem Staatshandbuch des Königreiches Sachsen auch als Assessor am Handelsgericht Chemnitz tätig geworden.[18] Ein Jahr später wurde er als Referendar zum königlichen Landgericht in Chemnitz versetzt, 1880 zog er in Chemnitz an den Neumarkt 1. 1882 erhielt Mücklich den Titel eines Landgerichtsrates. 1885 nahm er sich eine Wohnung am Neustädter Markt 12,[19] 1889, nach seiner Hochzeit in die Chemnitzer Henriettenstraße 1.[20] 1892 wurde Mücklich in Chemnitz zum Direktor des dortigen Landgerichts ernannt,[21] 1894 bezog er mit seiner Familie eine größere Wohnung in der Weststraße 22. Mücklich wirkte in Chemnitz als Landgerichtsdirektor bis Ende 1899.[22]

1900 kam Mücklich nach Dresden, wo er als Direktor des Dresdner Landgerichts berufen wurde. Hier zog er anfangs in eine Wohnung am Zöllnerplatz 7,[23] wechselte aber bereits ein Jahr später nach Blasewitz, wo er anfangs in der Schubertstraße 42 wohnte.[24] 1906 zog er mit seiner Familie zur Miete in die Erdgeschosswohnung der Villa Bernheim in der Friedrich-August-Straße 33,[25] die ab 1926 in Prellerstraße[26] umgenannt wurde und wo er bis zu seinem Tod wohnte.

1912 erhielt Mücklich vom letzten sächsischen König Friedrich August III. den Titel eines königlich-sächsischen Geheimen Justizrates,[27] weiterhin im Amt als Landgerichtsdirektor. 1917 feierte Mücklich sein 25-jähriges Dienstjubiläum als Landgerichtsdirektor. 1923 wurde Mücklich unter Fortzahlung der gesetzlichen Pension und der Beibehaltung seiner Titel als Geheimer Justizrat und Landgerichtsdirektor i.R. (im Ruhestand) pensioniert.[28]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Aufgrund des 1907 angelegten Truppenübungsplatz Königsbrück heute nicht mehr bestehende Ortschaft.
  2. Allgemeine deutsche naturhistorische Zeitung, 1856, Digitalisat auf Google Books, S. 9ff.
  3. Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1863, Digitalisat auf Google Books, S. 238
  4. Datensatz auf Ancestry
  5. Adressbuch Dresden 1900, S. 524, SLUB
  6. Jahresberichte der Geschichtswissenschaft, Band 35, 1914, Snippet-Ansicht auf Google Books, S. 11-65
  7. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Liste der Brunnen, Denkmäler und Skulpturen in Löbau“
  8. Gymnasium zu Bautzen 1872, Datensatz im Forum Ahnenforschung
  9. Fünfzig Jahre Verein für Geschichte Dresdens 1869–1919 auf Wikisource
  10. Adressbuch Dresden 1930, S. 684, SLUB
  11. Hans-Peter Wohlrab: Labskaus und Asado. Vom Schiffsjungen zum Nautischen Offizier (1954 bis 1961), BoD 2014, Snippet-Ansicht auf Google Books, S. 178
  12. Erdöl und Kohle, Band 14, 1961, Snippet-Ansicht auf Google Books, S. 330
  13. Adressbuch Dresden 1931, S. 594, SLUB
  14. Adressbuch Dresden 1943/44, S. 677, SLUB
  15. Dr. Schubart: Zur Geschichte des Gymnasiums in Budissin, Teil I-II, 1863, Digitalisat auf Google Books, S. 45 u. 51
  16. Adressbuch Chemnitz 1878, S. 191, SLUB
  17. Adressbuch Chemnitz 1879, S. 198, SLUB
  18. Staatshandbuch des Königreiches Sachsen 1878, Digitalisat auf Hathi Trust, S. 93
  19. Adressbuch Chemnitz 1886, S. 266, SLUB
  20. Adressbuch Chemnitz 1890, S. 345, SLUB
  21. Adressbuch Chemnitz 1893, S. 387, SLUB
  22. Adressbuch Chemnitz 1899, S. 458, SLUB
  23. Adressbuch Dresden 1901, S. 552, SLUB
  24. Adressbuch Dresden 1902, S. 2002, SLUB
  25. Adressbuch Dresden 1907, S. 2387, SLUB
  26. Adressbuch Dresden 1926/27, S. 596, SLUB
  27. Adressbuch Dresden 1913, S. 762, SLUB
  28. Adressbuch Dresden 1924/25, S. 657, SLUB
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