Vereinigte Fabriken Photographischer Papiere

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Die Vereinigte Fabriken photographischer Papiere AG war eine der ersten Gesellschaftsgründungen der photographischen Industrie in Deutschland. Sie wurde 1874 in Dresden gegründet und existierte de facto bis 1925 (Verkauf auf Aktien an die Schering & Kahlbaum AG, Berlin), de jure bis 1940 (Abschluss der Abwicklung).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gründerzeitanfänge

Anteile der Gründerfirmen an der Aktiengesellschaft im Gründungsjahr 1874

Im April 1874 schlossen sich sieben Fabrikanten photographischer Papiere aus Dresden unter dem Namen Vereinigte Fabriken photographischer Papiere zusammen.[1] Dies waren

Damit umfasste die Gesellschaft alle wesentlichen Hersteller photographischer Papiere, die Anfang der 1870er Jahr in Dresden aktiv waren.[2] Georg Rotter hatte bis 1866 für Weinhold & Co. das Geschäft geführt, bevor er sein eigenes mit Hermann Lindner aufbaute. Spätestens 1891 übernahm Max Blochwitz das Rottersche Geschäft. Julius Feßler war mit seinem Unternehmen 1861 von Berlin nach Dresden übergesiedelt.[3] Hermann Anschütz führte schon seit Jahrzehnten ein Kaffee-Surrogat-Unternehmen (Handelsregisternummer 16), stellte auch Eiernudeln her und war so zur Albuminpapierfabrikation gelangt. Wilhelm Hoffmann hatte anfänglich sowohl für Weinhold & Co. als auch für Sulzberger & Mater gearbeitet, bevor er 1872 als Photograph selbständig wurde.

Laut Statut[4] bestand der Zweck der Gesellschaft in der Errichtung, dem Erwerb, der Vereinigung und Weiterbertreibung von Fabriken photographischer Papiere. Dabei handelte es sich in dieser Zeit um Salz- und Albuminpapiere. Die Aktionäre übertrugen das Recht, an ihrer Stelle das Geheimnis der Präparation photographischer Papiere zum gemeinschaftlichen Nutzen und Gewinne auszubeuten auf die neugegründete Gesellschaft. Direktor der neuen Firma wurde Ernst Sulzberger, Julius Feßler wurde mehrfach zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Firmensitz blieb zunächst die Fabrik in der Ziegelstraße 4, vormals Sulzberger & Mater, ab 1877 befand sich die Produktionsanlage der Vereinigte Fabriken AG in der Neuegasse 9, in der Pirnaischen Vorstadt.

Auch nach dem erfolgreichen Anlauf der Vereinigten Fabriken photographischer Papiere blieben die Gründer mit ihren Firmen außerhalb der Photopapierproduktion aktiv. Wilhelm Hoffmann gründete 1878 seine Kunstanstalt für photographischen Pressendruck, ab 1898 Aktiengesellschaft, und wurde damit der autonom erfolgreichste Teilhaber.

1880 beteiligte sich die Vereinigte Fabriken AG über Georg Rotter an der 8. Weltausstellung in Melbourne.[5] 1880/81 erfolgte der Kauf und Betrieb der Firma P. Sigismund Berg Nachfahr, einer Eier-Grossohandlung, die auch Albumin- und Eier-Konserven herstellte, für 50 000 Mark.[6] So konnte die Wertschöpfungskette besser gesichert und verlängert werden. In diese Richtung zielte auch das Aufsichtsratsmandat von Gaston Kléber von der Papierfabrik Blanchet Frères et Kléber,[7] einer von damals nur zwei europäischen Rohpapierfabriken für photographische Papiere.

1885/86 konnten die Vereinigte Fabriken photographischer Papiere den Bau einer neuen und großzügigen Fabrik an der Blumenstraße 18, spätere Nummer 80, abschließen.[8] Auch im 1885 gegründeten Export-Verein für das Königreich Sachsen, war das Unternehmen aktiv, 1890 wirkte Ernst Sulzberger als Mitglied des Aufsichtsrates.[9] 1889 erwarb die Vereinigte Fabriken AG die Firma Wilhelm Stalling & A. Martin. 1889/90 erfolgte bereits die erste Vergrößerung der Anlagen an der Blumenstraße.


[Bearbeiten] Fusionen, Investitionen, Preiskriege und Weltkrieg - die Vereinigten Fabriken behaupten sich

Übersicht über die Produkte der Vereinigte Fabriken Photographischer Papier AG
Die Warenmarken der Vereinigte Fabriken Photographischer Papiere AG: gekreuzte Schwerter nach unten (oben links) 1901, gekreuzte Schwerter nach oben (oben rechts) 1908, Schwertträger (unten) 1909

Obwohl der Drang anderer Unternehmer ebenfalls in die Albuminpapierfabrikation in Dresden einzusteigen, nie abgerissen war, hatte die Vereinigte Fabriken AG keine ernsthaften Schwierigkeiten sich zu behaupten. Dies änderte sich als das Albuminpapier Anfang der 1890er Jahre gegenüber den Emulsionspapieren zunehmend an Bedeutung verlor und die Gesellschaft zum Einstieg in neue Produktionsbereiche gezwungen wurde. Dieser Herausforderung begegnete die Vereinigte Fabriken AG 1894 durch die Fusion mit der Dresdner Albuminpapierfabrik AG, die sich in einer ganz ähnlichen Lage befand.[10] [11] Das Direktorium nach der Fusion teilten sich Ernst Sulzberger und Friedrich August Silomon, vormals Direktor der Dresdner Albuminpapierfabrik AG, gemeinsam. Nach dem Tode Ernst Sulzbergers Ende November 1894[12] fiel es Silomon zunächst allein zu, 1899 stieß Rudolf E. A. Sulzberger, ein Nachfahre Ernst Sulzbergers, zum Direktorium hinzu.

Zusammen trieben die beiden Gesellschaften durch Beteiligungen und Patentkäufe die gezielte Expansion in diverse neue Bereiche der Photoindustrie, zuvorderst in Celloidin- und Aristopapiere, voran.[13] Nur ein Jahr später, 1895, bot die Vereinigte Fabriken AG ihren Kunden, wahrscheinlich auch dank der Kooperation mit der Fabrik photographischer Papiere auf Aktien, vormals Dr. A. Kurz, in Wernigerode, Celloidinpapier an. 1896 verzeichnete der Geschäftsbericht den erfolgreichen Anlauf der Produktion von Emulsionspapieren.[14]

Noch vor der Jahrhundertwende wurde eine Beteiligung am Trockenplattenhersteller vormals Westendorp & Wehner AG in Köln erworben, wahrscheinlich zur Gründung 1896. 1899, gründete die Vereinigte Fabriken AG die Protalbin-Werke AG in Dresden zum Zwecke des Erwerbs und der Nutzung der Patente der Wiener Firma von Dr. Leon Lilienfeld & Co..[15][16] Im gleichen Jahr, zum 25-jährigen Jubiläum, wurde ein Nettoverdienst von 9 Millionen Mark in 25 Jahren bekanntgegeben. Das ursprüngliche Aktienkapital von 1,4 Millionen Mark war innerhalb der ersten 15 Jahre zurückgezahlt worden. Das spätere Aktienkapital von 1,2 Millionen Mark wurde mit 14-15% Dividende bedient. Jeder der 4600 Genußscheine wurde mit 46,80 Mark bedient. Zusätzlich konnte ein Reservefond mit 0,5 Millionen Mark aufgebaut werden.[17] Noch in demselben Jahr wurde ein Patent auf Bromsilberpapiere vom Berliner Photographen Georg Jakob Junk erworben (Pat.-Nr. 83049). Damit konnte die Vereinigte Fabriken AG in die Produktion hochempfindlicher Entwicklungspapiere einsteigen, unabhängig von Eastman Kodak.[18]

Mit der Photochemischen Industriegesellschaft, Köln, wurde 1900 die Cardinal-Film-Compagnie AG zur Produktion von Papierfilmen und Papierrollfilmen für Kameras in Dresden gegründet.[19]

Durch Aktienbeteiligung (bzw. Rückübernahme der Aktienmehrheit vonseiten der liierten Gesellschaft vormals Dr. Kurz) der Berliner Fabrik photographischer Papiere auf Aktien, vormals Carl Christensen, sicherte sich die Vereinigte Fabriken AG den Zugriff auf den Patentanspruch für ein speziell mattes Celloidinpapier. Ab 1902 gehörte das Christensen-Mattpapier fest zum Produktprogramm der Vereinigte Fabriken-AG und trug zum guten Ruf des Unternehmens bei.

1903 wurde ein folgenreicher Vertrag, ein sogenanntes Territorial- oder Konkurrenzausschluss-Abkommen für einen Artikel, vermutlich Zelluloidfilm, mit Eastman Kodak geschlossen. Er umfasste auch die liierten AGn Dresdner Albuminpapierfabrik und vormals Dr. A. Kurz, Wernigerode. Die drei Firmen kamen so in den Besitz von Kodak-Aktien und dem Versprechen, zukünftig (10-Jahresfrist), von den Dividenden zu profitieren.[20]

Spätestens ab 1898 waren die Produkte unter einem eingetragenen Warenzeichen - der Schwertermarke -vertrieben worden.[21] Dazu gehörten sowohl die einfachen Schwerterlogos (nach oben und nach unten), als auch das Schwertträgerlogo (etwa ab 1906). Die Vermarktung umfasste Annoncen, Gratisproben, Präsentationen und Tests bei Amateur- bzw. Fachvereinen und deren Zeitschriften, lokal, in Dresden, ebenso wie reichsweit. Später wurde Werbung auch in Photobüchern platziert. Ab 1907 wurde außerdem eine kostenlose Firmenzeitschrift mit einer Auflage von etwa 6500 Exemplaren vertrieben.[22] [23] Der Produktkatalog umfasste 1909 mehr als hundert Seiten.

1907 gründete die Vereinigte Fabriken AG zusammen mit nahezu allen größeren Photopapierherstellern die Freie Vereinigung der Fabrikanten photographischer Papiere, um die Preise der Branche zu stabilisieren. 1908 sorgten die Bekanntmachung einer entsprechenden Papierkonvention zwischen Fabrikanten und Händlern für hitzige Debatten.[24] [25] Die Konvention wurde bereits 1911 wieder aufgelöst. Ihr Ziel, die Preise zu stabilisieren, hatte sie in dieser kurzen Zeit nicht erreicht.

1907/08 wurde das Gelände des Kontors in der Neustadt, vormals Dresdner Albuminpapierfabrik AG, wieder für die Produktion reaktiviert, um die Produktionsfläche zu erweitern. Die Investition betrug 200 000 Mark. Bis 1909 konnten die gesamten Produktionsanlagen auf elektrischen Betrieb umgestellt werden. 1912 mussten auch auf dem Gelände an der Blumenstraße Neubauten erfolgen. Im Zuge dessen wurde nach nur vier Jahren die Produktion aus der Neustadt wieder zurückgeholt, um Kosten zu senken. Dieser Prozess dauerte letztlich bis 1913.[26]

Anzeige für das matte Albumatpapier im Photographischen Wochenblatt 1909

1909 fand in Dresden die Internationale Photographische Ausstellung statt. An deren Organisation nahm die Vereinigte Fabriken AG regen Anteil und beide Direktoren gehörten zum achtköpfigen Direktorium der Ausstellung, wobei F. A. Silomon der Abteilung Schulen und Lehranstalten und Rudolf Sulzberger der Abteilung Photographische Industrie vorstanden.[27] Die Ausstellung verursachte der Vereinigte Fabriken AG einerseits hohe Kosten; andererseits verschaffte sie ihr Renommee, da sie die "weitesten Kreise der Branche des In- und Auslandes zum Besuche heranzog."[28]

Nach der Internationalen Photographischen Ausstellung 1909 wechselte F. A. Silomon vom Vorstand in den Aufsichtsrat. Im Vorstand rückte der Chemiker Dr. Hermann Pasel nach. Nach diesem Wechsel veruntreute Rudolf Sulzberger Effekten der Vereinigte Fabriken AG in beträchtlichem Wert. 1912 setzte er sich auf einer Geschäftsreise in den USA ab. Der Schaden von 182 000 Mark wurde von dritter Seite, wahrscheinlich der Familie Sulzberger, ersetzt. Ab 1912 litt die Vereinigte Fabriken AG zunehmend unter den Preissteigerungen der Rohmaterialien, insbesondere Silber, Alkohol, Aether und Kollodium, auf der einen Seite und dem Preiskampf der Photopapierhersteller auf der anderen.[29]

1914, mit Beginn des 1. Weltkrieges, gingen die Auslandsabsätze erst einmal deutlich zurück. Kurzfristig konnte dieser Rückgang durch das Bilden einer Kriegsreserve ausgeglichen werden, langfristig konnte nur noch auf den deutschen Markt, insbesondere an das Heer, und in neutrale Länder abgesetzt werden. Dazu zählten bis 1917 auch die USA, woher Eastman Kodak nach 1913 in Erfüllung des Konkurrenzausschluss-Abkommens erhebliche Dividenden zahlte. Neben Dr. Hermann Pasel wurde nun Otto Henkel Direktor. Die Auskopierpapiere, bis dahin das wirtschaftliche Rückgrat der Vereinigte Fabriken AG, wurden nach und nach durch Entwicklungspapiere ersetzt. Der Gründe hierfür waren einerseits die günstigere Rohstofflage, andererseits die veränderte Nachfrage, auch durch die Armee. Diese Veränderung der Ausrichtung der Produktion erzwang eine technischen Nachrüstung der Fabrik in der Blumenstraße. Trotzdem konnte 1915 die Firma E. van Bosch, vormals Straßburg, eine frühere Partnerin aus der Papierkonvention, übernommen werden. Ab 1917 wurden die Zahlungen von Eastman Kodak durch die USA beschlagnahmt.[30]


[Bearbeiten] Schulden in der Wirtschaftskrise und Verkauf, Millionäre in Liquidation

Aufnahme des Dresdner Elbufers auf Schwerter Platino Mattpapier chamois, um 1900

Von 1915 bis 1918 lagen die Gewinne durchgängig über 300 000 Mark, deutlich mehr als die letzten Jahre davor, allerdings ohne Berücksichtigung der zunehmenden Inflation. Die Produktion stieß bei dieser hohen Nachfrage an ihre Kapazitätsgrenze. Demgegenüber waren die liierten Fabriken (Protalbin, vormals C. Christensen) zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen und belasteten die Ergebnisse der Vereinigte Fabriken AG.[31]

Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich zusehends nach dem Ende des 1. Weltkrieges. 1919 kam es aufgrund fehlender Kohle zu einem wochenlangen Betriebsausfall. Ab Mai 1920 stockte die Wirtschaft allgemein. Die Kaufkraft der Verbraucher brach ein. Wegen hoher Rohstoffpreise war erstmals in der Firmengeschichte ein Bankkredit notwendig. Die liierten Fabriken (Protalbin, vormals C. Christensen) gingen in Liquidation.[32]

Ab 1921 konnten die Auslandsabsätze langsam wieder gesteigert werden. Die Produkte der Vereinigte Fabriken AG genossen immer noch einen guten Ruf. Ab 1923 waren aufgrund des Winslow Act limitierte Bezüge (bis 10 000 Dollar) aus den beschlagnahmten Kodak-Zahlungen zu erwarten. Sie trafen allerdings erst 1925 ein. [33]

Im Zuge der Hyperinflation 1923 hatte auch die Vereinigte Fabriken AG Schwierigkeiten, ihre Produktion überhaupt aufrechtzuerhalten. Die Auslandsabsätze brachen erneut zusammen, die Steuerforderungen stiegen.[34] Trotzdem wurde im Juni 1924 in die Max-Dreverhoff GmbH in Berlin investiert, die Filtrierpapiere produzierte. Das Geschäftsjahr endete jedoch mit einem Verlust von 33 000 Mark. Im März 1925 kam es zu einem ersten Abkommen mit der Schering & Kahlbaum AG zur Übernahme der Schulden von inzwischen 77 000 Mark. Schon im Mai 1925 beschloss die Generalversammlung den Verkauf der Grundstücke, Betriebsanlagen und Verfahren an Schering. Die Bezahlung sollte auf Aktien über einen Zeitraum von zehn Jahren erfolgen. Die Kodak-Aktien blieben im Besitz der Vereinigte Fabriken AG. Die Produktion an der Blumenstraße wurde noch vor 1930 eingestellt.[35]

1925 ging endlich die limitierte Freigabe aus den Kodak-Zahlungen entsprechend dem Winslow Act ein, etwa 10 000 Mark. Für die Jahre 1917-1925 zahlte Kodak an einen Treuhänder. Im Herbst 1925 stellte Kodak die Zahlungen mit der Begründung der Ungültigkeit der Zertifikate ganz ein, woraufhin der Treuhänder sie noch 1926 einklagte und die Ausstellung neuer Zertifikate verlangte. In einem ersten Prozess wurde 1926 festgestellt, dass Kodak auch über 1925 hinaus zahlungspflichtig blieb, was Kodak bereit war, anzuerkennen.[36]

Zum Jahreswechsel 1928/1929 wurde das beschlagnahmte und bis dahin treuhänderisch verwaltete Vermögen der Vereinigte Fabriken AG, dass bis 1925 aufgelaufen war, freigegeben. Das waren 1,8 Millionen Mark brutto und 1,6 Millionen Mark netto, was einer Dividendenzahlung von 58% an die Aktionäre entsprach. [37]

1930 stellte die Max-Dreverhoff GmbH, der letzte noch aktive Liierte der Vereinigte Fabriken AG, ihre Produktion ein und wurde verkauft. Zudem erhielten die Aktionäre weitere 1,5 Millionen Mark aus dem Kodak-Vertrag für die Jahre 1925-1930, was wiederum einer Dividende von 64% entsprach.[38] 1934 wurde die Auflösung der Vereinigte Fabriken AG beschlossen, die inzwischen nicht mehr produzierte. [39] Die langwierige Abwicklung über verschiedene Stufen erfolgte bis 1940.


[Bearbeiten] Liste der Firmen der Vereinigte Fabriken photographischer Papiere AG

Zeitleiste Gründerzeitanfänge
1868 - 1874 Ernst G. Sulzberger (*? - †28.11.1894) & A. Wilhelm Mater

(Große Ziegelstraße 4 und Johannisstraße 12 (Kontor))

1867 - 1883 C. Georg Rotter (*? - †23.10.1927) & Co.

(Johannisstraße 2 (1868), Mathildenstraße 9 (1870), Kleine Plauenschegasse 34 (bis 1874), Am See 6 (1878))

1864 - 1874 Julius Feßler (*? - †23.12.1896)

(Blasewitzerstraße 11)

ab 1846 Hermann H. Anschütz, ab 1887: Hermann R. Anschütz

(Zahnsgasse (1860), Blumenstraße 33 (1864))

1866 - 1874 Georg Wachsmuth & Co.

(Kleine Brüdergasse 10 (1866), Neuegasse 3 (1868))

(1868) 1870 - 1874 Felix Zinkeisen & Emil Richter

(Ammonstraße 52 (mit Morand u. Comp.), später Blumenstraße 4)

(1866) 1871 - 1944 J. Wilhelm E. Hoffmann & Co.

(Pillnitzer Straße 32 (1866), Pragerstraße 6 (1872, Photograph), Große Plauenschestraße 12b (1874), Elisenstraße 7 (1875), Johannisplatz 18 (ab 1878, Kunstanstalt), Ziegelstraße 7 (Marschallstraße 12 u. 14 (Kontor) (1894))

1866 - 1873 August Julius Weinhold & Co.

(Johannisstraße 2 (1868))

1874 Gründung der Vereinigte Fabriken photographischer Papiere AG
1880 gekauft P. Sigismund Berg Nachfahr,

Albumin- und Eier-Konservenfabrik, früher Eier-Grossohandlung (Große Ziegelstraße 7, später Blumenstraße 18/80)

1889 gekauft Wilhelm Stalling (*5.2.1825 - †29.1.1885) & A. Martin

Fabrik photographischer Papiere, gegründet 1878 (Holbeinstraße 50/55)

Fusionen, Gründungen, Beteiligungen
1894 fusioniert Dresdner Albuminpapierfabrik AG, gegründet 1885
1895 beteiligt Fabrik photographischer Papiere AG, vormals Dr. A. Kurz, Wernigerode
1898 beteiligt Trockenplattenfabrik vormals Wehner & Westendorp AG, Köln
1899 beteiligt Heinrich Ernemann, AG für Camerafabrikation
1899 gegründet Protalbin-Werke AG, Wien und Dresden
1900 gegründet Cardinal-Film-Compagnie AG, Köln
1903 fusioniert Fabrik photographischer Papiere AG, vormals Dr. A. Kurz, Wernigerode
1902 gekauft Fabrik photographischer Papiere AG, vormals Carl Christensen, Berlin
1903 beteiligt Eastman Kodak, Rochester, New York
1903 beteiligt Unger & Hoffmann AG, Dresden

Photopapierfertigung und Trockenplattenfabrik (Reißigerstraße 36, 38, 40 (1885 - 1916), Striesener Straße 38 (ab 1903))

1915 gekauft E. van Bosch GmbH, Straßburg und Dresden
1924 gegründet Max-Dreverhoff GmbH, Berlin
1925 Verkauf der Vereinigte Fabriken AG an die Schering & Kahlbaum AG, Berlin

[Bearbeiten] Quellen

  1. Statut der Vereinigte Fabriken Photographischer Papiere AG
  2. Adreß- und Geschäftshandbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden 1870.
  3. G. Jehmlich: Der VEB Pentacon Dresden, Seite 16.
  4. Statut der Vereinigte Fabriken Photographischer Papiere AG, Seite 5.
  5. Weltausstellung in Melbourne 1880, Deutsche Abtheilung, Verzeichnis der Aussteller, Seite 17.
  6. Leipziger Tagesblatt und Anzeiger, 11.03.1881, Seite 14.
  7. Die Sächsischen Aktien-Gesellschaften und die an sächsischen Börsen kurshabenden Staatspapiere, sonstige Fonds und Industriewerte, Band 1, 1887.
  8. Die Sächsischen Aktien-Gesellschaften und die an sächsischen Börsen kurshabenden Staatspapiere, sonstige Fonds und Industriewerte, Band 1, 1887.
  9. Sächsischer Landes-Anzeiger, 07.12.1890, Seite 13.
  10. Die Sächsischen Aktien-Gesellschaften und die an sächsischen Börsen kurshabenden Staatspapiere, sonstige Fonds und Industriewerte,, Band 6, Seite 165, 1895.
  11. Die Sächsischen Aktien-Gesellschaften und die an sächsischen Börsen kurshabenden Staatspapiere, sonstige Fonds und Industriewerte, Band 6, Seite 181f, 1895.
  12. Todesanzeige Ernst Georg Sulzberger
  13. Sowohl Celloidin- als auch Aristopapiere waren silberchloridbasierte Emulsionspapiere. Der Unterschied war, dass Celloidinpapiere Kollodium als Trägerschicht nutzten, Aristopapiere dagegen Gelatine.
  14. Geschäftsbericht des Vorstandes / Vereinigte Fabriken Photgraphischer Papiere, 1896.
  15. Protalbin bezeichnet ein dem Albuminpapier ähnliches, noch haltbareres Badepapier auf pflanzlicher Basis.
  16. Dresdner Nachrichten, 10.01.1899, Seite 10.
  17. Beilage zu den Neuesten Nachrichten, 16.02.1899, Seite 13.
  18. Photographische Rundschau, Jahrgang 13, Seite 152.
  19. Beilage zu den Neuesten Nachrichten, 11.08.1900, Seite 9.
  20. Die Sächsischen Aktien-Gesellschaften und die an sächsischen Börsen kurshabenden Staatspapiere, sonstige Fonds und Industriewerte, Band 10, 1904.
  21. Ordentliche Sitzung der Freien Photographischen Vereinigung, Berlin, 18.03.1898.
  22. Photographisches Wochenblatt, Nr. 2, Seiten 19f, 1907.
  23. Photographisches Wochenblatt, Nr. 14, Seite XI, 1907.
  24. Photographisches Wochenblatt, Nr. 49, Seite VI, 1908.
  25. Österreichische Photographen-Zeitung, Heft 2, Seite 20, 1908.
  26. Geschäftsberichte 1908-1913.
  27. Photographisches Wochenblatt, Nr. 40, Seite II, 1907.
  28. Geschäftsbericht 1909.
  29. Geschäftsberichte 1908-1913.
  30. Geschäftsberichte 1914-1918.
  31. Geschäftsberichte 1914-1918.
  32. Geschäftsberichte 1919-1921.
  33. Geschäftsberichte 1922-1925.
  34. Geschäftsbericht 1923.
  35. Geschäftsberichte 1924-1930.
  36. Geschäftsberichte 1925-1928.
  37. Geschäftsbericht 1929.
  38. Geschäftsbericht 1930.
  39. Geschäftsbericht 1934.
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