Dresdner Albuminpapierfabrik

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Die Gewinne der Vereinigten Fabriken photographischer Papiere AG und der Dresdner Albuminpapierfabrik AG in den Jahren 1885 bis 1894

Die Dresdner Albuminpapierfabrik AG war eine vergleichsweise kurzlebige Herstellerin photographischer Papiere in Dresden. Sie entstand 1885 durch den Zusammenschluss mehrerer Albuminpapierfabriken

Der Firmenwert wurde mit 631 000 Mark veranschlagt, entsprechend dem Wert der Papierfabrikation der beteiligten Gründerfirmen. Hinzu kam ein aktienfinanziertes Betriebskapital vom Bankhaus Eduard Rocksch Nachfolger in Höhe von 400 000 Mark, das in Erweiterung der Produktionsanlagen floss. Die Direktion der Firma übernahm Friedrich August Silomon (1852-1927).[1]

Die Dresdner Albuminpapierfabrik übernahm die Herstellung von Albuminpapier, während die anderen Geschäftsbereiche der Gründerfirmen unberührt blieben. Beispielsweise bestanden sowohl Stalling & Martin als auch E. M. Kaders bis in die 1890er Jahre fort. Insbesondere Unger & Hoffmann war ein vielseitiges Unternehmen der Photobranche, das nach dem Vertrieb von Laterna Magica und Photopapier nun in die Produktion von Photoplatten einstieg. Nach 1900 vertrieb es auch Projektoren, Kameras und weiteres Zubehör (Kinogestühl).

Die Produktion der Dresdner Albuminpapierfabrik AG befand sich auf einem Areal zwischen der Königsbrücker Straße 76 (heutige Nr. 54) und der Förstereistraße 13 in der Antonstadt. Nach der Erweiterung beschäftigte sie 180 Arbeiterinnen und Arbeiter und erreichte eine Kapazität von 60 Ries pro Tag. Der Produktionsprozess wurde von Josef Maria Eder in seinem Ausführlichen Handbuch der Photographie beschrieben,[2] wahrscheinlich basierend auf einer Besichtigung von Henry C. Stiefel in Dresden.

Dank der guten Rendite konnte sich die Dresdner Albuminpapierfabrik AG innerhalb von sechs Jahren amortisieren.[3]

Ab 1890 verlor das Albuminpapier zunehmend seine Vorrangstellung innerhalb der photographischen Papiere. Daraufhin fusionierte die Dresdner Albuminpapierfabrik 1894/1895 mit den Vereinigte Fabriken Photographischer Papiere AG in Dresden, blieb aber als Firmenstruktur erhalten. So fanden weiterhin Hauptversammlungen der Dresdner Albuminpapierfabrik AG statt. Kurz darauf übernahm Friedrich August Silomon das Direktorium der Vereinigten Fabriken von Ernst Sulzberger, der Ende 1895 verstarb, gemeinsam mit dessem Nachfahren Rudolf Sulzberger.


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[Bearbeiten] Quellen

  1. Dresdner Nachrichten, Seite 10, 24. April 1885.
  2. Josef Maria Eder: Die photographischen Copirverfahren mit Silbersalzen in: Ausführliches Handbuch der Photographie, Bd. 4, H. 1, 1898.
  3. Leipziger Tageblatt und Anzeiger, Seite 21, 18. April 1891.
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