Siemenshaus

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Das Siemenshaus kurz nach dem Bau in den 1930er Jahren
Das Siemenshaus nach den Luftangriffen am 13. Februar 1945
Das Siemenshaus in den 1950er Jahren
Das Siemenshaus in den 1980er Jahren

Das ehemalige Siemenshaus in der Sidonienstraße 18 war die Dresdner Niederlassung der früheren Siemens Aktiengessellschaft.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] bis 1945

Der Ursprungsbetrieb des späteren Siemens-Konzerns wurde am 12. Oktober 1847 in Berlin gegründet. Es war eine Werkstatt in einem Hinterhaus in der Schöneberger Straße 19, in der Werner Siemens (18161892) mit dem Feinmechaniker Johann Georg Halske (18141890) eine kleine Telegraphenbauanstalt errichtete. Die Firma "Siemens & Halske" verfügte bereits zu Lebzeiten ihrer Mitbegründer über einen Werkskomplex im russischen Petersburg sowie im Kaukasus, in England, Österreich-Ungarn, Frankreich , Spanien und Belgien. Die Niederlassungen in den deutschen Großstädten erfolgten aber meist später.

Das Technische Büro von Siemens in Dresden wurde 1903 gegründet. Durch den steigenden Auftragsumfang vergrößerte sich die Belegschaft derart, dass in den Jahren 1903 bis 1936 drei Umzüge in größere Gebäude notwendig waren:

Bis 1936 war eine Schalttafelwerkstatt auf der Oberseergasse untergebracht. Danach wurde eine modernere Werkstatt vom Bau von Niederspannungs-Schalteinheiten in der Struvestraße erbaut.

1922 umfasste das sogenannte Technische Büro ungefähr 60 Personen:

[Bearbeiten] ab 1945

Während der Luftangriffe am 13. Februar 1945 wurde das Siemenshaus - wie die gesamte Dresdner Innenstadt - schwer beschädigt und brannte vom Erdgeschoss bis zum dritten Obergeschoss aus, wurde aber unmittelbar nach dem Krieg wieder aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit dem Befehl Nr. 124 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland "...über die Beschlagnahme und die Übernahme einiger Eigentumskategorien...." vom 30. Oktober 1945 auch das Vermögen von Großkonzernen, wie das Siemens-Unternehmen enteignet und beschlagnahmt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1949 ging der Betrieb, zusammen mit anderen Betriebsteilen in Dresden in den "VEM Vereinigung Volkseigener Betriebe des Elektromaschinenbaus, Anlagenbau Dresden" auf. VEM stand für die Vereinigung Volkseigener Betriebe des Elektromaschinenbaus mit dem Hauptsitz in Leipzig. Dieser Verband wurde bereits am 1. Juli 1948 gegründet.

1953 wurden die beiden Betriebe "VEM Starkstrom-Anlagenbau" und das "Otto-Buchwitz-Werk", das aus dem Wettbewerber AEG entstand, zum "VEB Starkstrom-Anlagenbau Dresden" zusammen geschlossen. Dieser Großbetrieb wurde im gleichen Jahr dem damaligen DDR-Ministerium für Maschinenbau, Hauptverwaltung Elektromaschinenbau mit Sitz in Berlin unterstellt. Das Verwaltungsgebäude sowie das Montagelager dieses Betriebes befanden sich weiter im ehemaligen Siemenshaus in der Sidonienstraße. Seit 1959 gehörten zum Betrieb auch ein Betriebsferienheim und ein Kinderferienlager in Leubnitz im Kreis Werdau.

In den 1970er Jahren war der VEB Starkstrom-Anlagenbau mittlerweile im Kombinat Elektromaschinenbau der DDR aufgegangen. Im Telefonbuch von 1974 ist es als Betriebsteil dieses Betriebes aufgeführt. Ein weiterer Betriebsteil befand sich in der Wilischstraße 1, das Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Breitscheidstraße 78.[1] in den 1980er Jahren wurde das ehemalige Siemens-Gebäude vom "Kombinat VEB Elektromaschinenbau", dessen Generaldirektion sich in Dresden in der Hennigsdorfer Straße 25 befand, weiter als Betriebsteil der Abteilung Organisation und Datenverarbeitung genutzt.[2] Bis 1990 wurden die Büros im ehemaligen Siemenshaus noch genutzt. Danach begann eine lange Phase, in dem das Gebäude seitdem leer steht.

In der aktuellen Planung zum Gestaltungskonzept am Wiener Platz soll das leer stehende Gebäude, zusammen mit dem der früheren Reichsbahndirektion, als historisches Gebäude erhalten bleiben.[3]

[Bearbeiten] Zweck des Gebäudes

Die Aufgabe des Technischen Büros der damaligen "Siemens-Schuckert-Werke AG" bestand:

[Bearbeiten] Trivia

Unweit des Siemenshauses befand sich die Konkurrenz mit dem AEG-Haus an der Wiener Straße, das 1922 erbaut wurde.[4]

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Fernsprechbuch Deutsche Post 1974, Bezirk Dresden, S. 137
  2. Fernsprechbuch Deutsche Post 1984, Bezirk Dresden, S. 170
  3. Uwe Hofmann: Wiener Platz Ost – Wohnen ist hier nicht möglich in: DNN, vom 19. Dezember 2018
  4. Diskussion im Blog "Bilder vom alten Dresden" auf www.stadtbild-deutschland.org vom 31. August 2010

[Bearbeiten] Weblinks

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