Karl Friedrich Gustav von Oppel

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Karl Friedrich Gustav von Oppel, auch Carl Friedrich Gustav von Oppel († 1870 in Dresden) war ein Königlich Sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalmajors sowie ein ehemaliger Staats- und Kriegsminister des Königreiches Sachsen.

[Bearbeiten] Familie

Karl Friedrich Gustav von Oppel entstammte der Adelsfamilie von Oppel mit Stammsitz in Wellerswalde bei Oschatz in Sachsen,[1] die als sächsischer Adel u.a. im Neuen Grossen Siebmacher von 1857 erwähnt wird.[2] Bekannte Familienmitglieder dieser Adelsfamilie waren u.a. der kurpfälzische Kammerherr Bernhard Wilhelm von Oppel (16691738), sein Sohn, der Mitbegründer der Bergakademie in Freiberg, Friedrich Wilhelm von Oppel (17201769)[3] sowie dessen Söhne Julius Wilhelm von Oppel (17661832) und Carl Wilhelm von Oppel (17671833).

Karl Friedrich Gustav von Oppel heiratete am 29. Juli 1824 die Gräfin Amalie Luise von Holtzendorff (* 4. März 1798; 1885 in Dresden), Tochter des königlich-sächsischen Kammerjunkers Christian Gottlieb Graf von Holtzendorff.[4]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Karl Friedrich Gustav von Oppel ist erstmals 1832 im Adressbuch von Dresden als Wirtschaftschef im königlich-sächsischen Garde-Reiter-Regiment im Rang eines Rittmeisters verzeichnet, wohnhaft in der Königsbrücker Straße.[5] 1835 zum Major befördert, wohnte er An der Elbe 40 (Altstadt).[6] 1839 wurde von Oppel zum Oberstleutnant befördert. Außerdem wurde zum Generalintendanten der sächsischen Armee berufen. Er wohnte zu dieser Zeit in der Georgenstraße 2.[7] Drei Jahre später, 1842 wurde von Oppell zum Oberst befördert.[8]

1846 zum Generalmajor ernannt, wurde Karl von Oppel im gleichen Jahr im Oktober Staatsminister und als Nachfolger von Gustav von Nostitz-Wallwitz Minister des Krieges des Königreiches Sachsen.[9] Seine damalige Wohnung befand sich in der Moritzstraße 2.[10] Aufgrund seiner Funktion als Kriegsminister des Königreiches Sachsen erhielt er im gleichen Jahr auch den Ehrentitel "Excellenz". Außerdem wohnte er nun im Neustädter Gouverneurshaus, An der Brücke.[11] 1848 in die Bautzner Straße 721 umgezogen,[12] übergab von Oppel die Amtsgeschäfte am 16. März 1848 an seinen Schwager Albrecht Ernst Stellanus Graf von Holtzendorff, der allerdings nur wenige Wochen im Amt des sächsischen Kriegsministers war. Vorher unterschrieb von Oppel noch am 9. März eine Verordnung zur Aufhebung der Zensur in Sachsen.[13]

In den Wirren der Märzrevolution 1848 wurde von Oppel ab dem 14. April nochmals als Kriegsminister eingesetzt, bat aber am 26. April wieder um seine Entlassung.[14] Nach der Dresdner Mairevolution 1849 wurde von Oppel in den Ruhestand versetzt.[15][16] Karl Friedrich Gustav von Oppel wohnte zuletzt in der Ostraallee 9 im zweiten Obergeschoss,[17] wo seine Witwe anfangs weiter wohnte,[18] bevor sie zuletzt in die Trompeterstraße 10 zog.[19]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise

  1. Oppel in: Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon, Band 3 von Jacob Christof Iselin, 1747, S. 724
  2. GESCHLECHT von OPPELN, Auszug aus dem Bericht von Hans Leo von Oppell von 1906
  3. Matzerath, Josef, „Oppel, Friedrich Wilhelm von“, in: Neue Deutsche Biographie 19 (1998), S. 557 f. Onlinefassung
  4. Holtzendorff in: Neues preußisches Adelslexicon oder genealogische und diplomatische Nachrichten, Band 2, 1842, Leopold von Zedlitz-Neukirch, Onlineausgabe in Google Books
  5. Adressbuch Dresden 1832, SLUB Dresden, S. 178
  6. Adressbuch Dresden 1836, SLUB Dresden, S. 176
  7. Adressbuch Dresden 1840, SLUB Dresden, S. 181
  8. Adressbuch Dresden 1843, SLUB Dresden, S. 200
  9. Die Königlich Sächsische Arme auf home.comcast.net
  10. Adressbuch Dresden 1847, SLUB Dresden, S. 167
  11. Adressbuch Dresden 1848, SLUB Dresden, S. 71
  12. Adressbuch Dresden 1849, SLUB Dresden, S. 83
  13. Verordnung Sr. Majestät des Königs von Sachsen Friedrich August II., die Aufhebung der Censur betreffend auf www.documentarchiv.de
  14. Adelsprobe an der Moderne: sächsischer Adel 1763 bis 1866, Josef Matzerath, Steiner-Verlag, 2006, Onlinevorschau auf Google Books, ISBN 978-3-515-08596-0, S. 319f
  15. Adressbuch Dresden 1850, SLUB Dresden, S. 266
  16. Adressbuch Dresden 1851, SLUB Dresden, S. 96
  17. Adressbuch Dresden 1870, SLUB Dresden, S. 217
  18. Adressbuch Dresden 1871, SLUB Dresden, S. 224
  19. Adressbuch Dresden 1885, SLUB Dresden, S. 321
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