Gustav von Nostitz-Wallwitz

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Gustav von Nostitz-Wallwitz (* 4. Oktober 1788 in Dresden; † 5. Dezember 1858 ebenda)[1] war ein Königlich Sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants sowie ehemaliger Staats- und Kriegsminister, Politiker und Diplomat des Königreiches Sachsen. Er trug außerdem den Titel eines Geheimen Finanzrates.

[Bearbeiten] Familie

Gustav von Nostitz entstammte ursprünglich dem Ullersdorfer Stamm des Adelsgeschlechts derer von Nostitz, die zum oberlausitzschen Uradel zählen. Die Herren von Nostitz sind ab 1280 auf ihrer Stammburg in Nostitz bei Weißenberg nachweisbar, die sie 1439 verkauften.[2]

Gustav von Nostitz wurde am 4. Oktober 1788 als Sohn des kursächsischen Jusititiarrates und späteren königlich-sächsischen Kanzlers Johann August Ernst von Nostitz (17511823) geboren. Gustav von Nostitz heiratete die Gräfin Wilhelmine Albertine von Wallwitz (* 12. Januar 1797 in Dresden; † 6. November 1861 ebenda). Das Paar hatte drei Söhne:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Gustav von Nostitz wurde nach seiner Schulbildung im Dresdner Kadettenhaus in der dortigen Kadettenschule ausgebildet. 1803 zum "Seconde-Lieutentant" und damit zum Offizier ernannt, konnte er eine große militärische Karriere absolvieren und wurde 1836 zum Generalmajor der Infanterie befördert. Er wohnte zu dieser Zeit in der Moritzstraße 754.[3]

Im September 1839 wurde Gustav von Nostitz-Wallwitz als Nachfolger von Johann Adolf von Zezschwitz zum sächsischen Staatsminister des Krieges ernannt. Im gleichen Jahr wurde er zum Generalleutnant der Infanterie befördert, erhielt den Ehrentitel "Excellenz" und wohnte in der Landhausgasse 1.[4] Das Amt des Kiregsministers übte er über sieben Jahre, bis zum Oktober 1846 aus, als er die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Karl Friedrich Gustav von Oppell übergab.[5]

Bereits seit 1832 Mitbesitzer des Rittergutes Schweikershain, südöstlich von Geringswalde in Mittelsachsen, erhielt Gustav von Nostitz vom sächsischen König die Erlaubnis, die beiden Namen Nostitz und Wallwitz zusammen zu legen und gilt somit als Begründer der Stammlinie derer von Nostitz-Wallwitz. Im Jahr 1835 gelangte Gustav von Nostitz-Wallwitz durch das Erbteil seiner Frau Wilhelmine Albertine Gräfin von Wallwitz in den kompletten Besitz des Rittergutes. Nach seiner Abdankung als Kriegsminister zog sich von Nostitz-Wallwitz auf sein Gut Schweikershain, zurück, wo er als Privatier lebte. Unter seiner Herrschaft trat Schweikershain am 31. August 1852 die Gerichtsbarkeit an das Königliche Gericht Geringswalde ab. Wirtschaftlich von Bedeutung für das Rittergut war die Anbindung von Schweikershain an die Eisenbahnlinie von Chemnitz nach Riesa und die Errichtung eines Bahnhofs mit Güterhaltestelle in Schweikershain. Als gewählter Abgeordneter der Rittergutsbesitzer der Oberlausitz (benannt wird von Nostitz-Wallwitz als Besitzer von Wendisch-Sohland) gehörte er von 1848 bis 1851 der I. Kammer des Sächsischer Landtags an.[6]

Parallel dazu hatte Gustav von Nostitz-Wallwitz ab 1855 noch in Dresden eine Wohnung in der Moritzstraße 14, I. Stock.[7] Zuletzt wohnte er in Dresden in der Lüttichaustraße 9,[8] wo auch nach seinem Tod seine Witwe Albertine weiter wohnte.[9]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Das hier angegebene Geburtsdatum beruht auf den Angaben des Staatsarchivs Sachsen zum Rittergut Schweikershain, s.a. Quellen. In der Wikipedia wird 1789 als Geburtsjahr angebeben, in Pierers Universallexikon 1787.
  2. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Nostitz (Adelsgeschlecht)”
  3. 1839
  4. 1840
  5. Die Königlich Sächsische Armee auf home.comcast.net
  6. Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Dresden 2001, S. 47
  7. 1856
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