Friedrich August Bevilaqua

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Friedrich August Bevilaqua auf einer Medaille zum 50-jährigen Dienstjubiläum

Friedrich August Bevilaqua (14. Mai 1777 in Kamenz [1]; † 18. Dezember 1845 in Dresden) war ein Königlich Sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants und Kommandant der Kommunalgarde von Dresden. Bevilaqua war Ehrenbürger der Stadt Dresden.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Friedrich August Bevilaqua kam bereits 1791, mit 14 Jahren zum sächsischen Militär und nahm 1793 als Fähnrich am Koalitionskrieg gegen Frankreich teil. Danach erhielt er eine Offiziersausbildung an der sächsischen Kadettenschule in Weißenfels und wurde 1795 zum Sous-Lieutenant, dem ersten Leutnants-Dienstgrad ernannt.

Ab 1805 war Bevilaqua Adjudant des Brigadegenerals des Infanterieregiments No. 13 und wurde als solcher am 27. Dezember 1806 in den Rang eines Premier-Lieutenants (Oberleutnant) befördert. In den Napoleonischen Kriegen nahm er mit seiner sächsischen Einheit zuerst auf französischer Seite teil und wurde Adjutant im Generalkommando von Dresden. Am 15. Oktober 1809 wurde Bevilaqua zum Hauptmann befördert und diente 1810 als "Capitan 2. Klasse" im Regiment des sächsischen Königs Friedrich August I.. Er nahm 1812 am Russlandfeldzug teil, wurde dort verwundet, geriet in Gefangenschaft, konnte aber nach seiner Rückkehr nach Sachsen 1815 ein Bataillon im Krieg gegen Frankreich übernehmen. Im gleichen Jahr wurde Bevilaqua Kommandeur des 1. Leichten Infanterie-Regiments und wurde zum Major befördert. Bis 1817 gehörte er mit seiner Einheit zu den Besatzungstruppen in Frankreich und war Kommandant der Festung Le Quesnoi.

Am 31. Oktober 1818 wurde Bevilaqua zum Oberstleutnant befördert und zugleich Brigadekommandeur. Vier Jahre später, 1822 konnte er seinen militärischen Aufstieg fortsetzen, wurde zum Oberst und bereits 17. Oktober 1823 zum Generalmajor der Infanterie befördert und führte als "Brigadier" eine sächsische Infanterie-Brigade. Ab 1832 ist er im Adressbuch von Dresden, wohnhaft Am See 49, zusammen mit seiner Frau Regina verzeichnet.[2] 1836 schließlich wurde Bevilaqua mit der Führung der Dresdner Kommunalgarde betraut, die aus den Unruhen der Jahre 1830/31 hervorgegangen war und deren Gründung als Selbstschutzorganisation vom König angeregt wurde.

Aufgrund seiner Verdienste "bei der Leitung und Fortbildung der unter seinen Befehl gestellten Bürgerwehr der Landeshauptstadt" wurde Friedrich August Bevilaqua am 21. Juni 1838, im Rang eines Generalmajors der Infanterie, zum Ehrenbürger der Stadt Dresden ernannt. Zum 50-jährigen Dienstjubiläum am 17. September 1841 wurde Bevilaqua zum Generalleutnant befördert. Dazu fand in Mittweida am Vortag eine große Parade des dortigen Regiments statt, dessen General er mehrere Jahre war. Außerdem erhielt er die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt Kamenz, ausgehändigt durch den Bürgermeister Reinhardt und dem Stadtrat Hitzke. General von Cerini verlieh ihm im Namen des sächsischen Königs Friedrich August II. die Komtur des Ordens für Verdienst und Treue.[3] Außerdem gab der König zu seinen Ehren eine Bronzemedaille heraus. Zu seinem Jubiläum entwarf Gottfried Semper einen Pokal, der im Grünen Gewölbe zu sehen ist. Ab dem Zeitpunkt der Ernennung zum Generalleutnant führte Bevilaqua auch den Ehrentitel "Excellenz".[4]

Ende 1843 wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen und übergab Anfang 1844 die Kommunalgarde. Friedrich August Bevilaqua starb am 18. Dezember 1845 in Dresden, so dass er noch im Adressbuch von 1846 an seinem letzten Wohnort, Am See 4-6 in Dresden verzeichnet war.[5] In seinem Testament verfügte Bevilaqua, dass aus seinem Vermögen 500 Taler der Armenkasse seiner Heimatstadt Kamenz zukommen sollten. Das entsprach der zehnfachen Summe des Jahresgehalts eines Dorflehrers.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Neues lausitzisches Magazin, Bände 18-19 der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften auf Google Books, S. 114
  2. Adressbuch Dresden 1832, SLUB Dresden, S. 16
  3. Neues lausitzisches Magazin, Bände 18-19 der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften auf Google Books, S. 114f.
  4. Adressbuch Dresden 1842, SLUB Dresden, S. 16
  5. Adressbuch Dresden 1846, SLUB Dresden, S. 14

[Bearbeiten] Weblinks

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