Breite Straße

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Die Breite Straße existiert heute nicht mehr und befand sich zwischen der Seestraße und der Marienstraße am Antonsplatz (heutiger Parkplatz hinter der Altmarktgalerie).

In der Straße befand sich der erste Sitz der Volkshochschule (Nr. 7/9) und des Dresdner Adressbuches-Verlages (Nr. 9) der späteren Güntz-Stiftung, die auch den Dresdner Anzeiger herausbrachte. Auch das Kino Fata Morgana war in der Straße (Nr. 3) zu finden.

[Bearbeiten] Geschichte

Urkundlich wurde die Straße im Mittelalter erstmals 1324 als Kundigengasse benannt (1523 Konigengasse, 1528 Konigisgasse), nach dem in Dresden und dessen Umgebung begüterten Geschlecht der Kundigen, die z.B. auch das Gut Helfenberg besaßen. Bereits im Jahr 1500 kommt die Bezeichnung Breite Gasse (Bretegasse) vor, die Straße war damals in der Tat die breiteste in Dresden. Der Name Kundigengasse verschwand um die Mitte des 16. Jahrhunderts für immer. 1862 wurde die Benennung Breite Gasse in Breite Straße abgeändert. Der Volksmund nannte die Straße auch früher Breihahngasse, weil in ihr das städtische Breihahn-Brauhaus lag, das später Marstallgebäude war und am 3. November 1866 durch einen Brand vernichtet wurde. Seit 1877 gehört zur Breiten Straße der ihre Fortsetzung bildende Straßenteil bis zur Marienstraße, welcher vorher An der Polytechnischen Schule hieß[1].

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 19
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