Breite Straße

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Die Breite Straße existiert heute nicht mehr und befand sich zwischen der Seestraße und der Marienstraße am Antonsplatz (heutiger Parkplatz hinter der Altmarktgalerie).

In der Straße befand sich der erste Sitz der Volkshochschule (Nr. 7/9) und des Dresdner Adressbuches-Verlages (Nr. 9) der späteren Güntz-Stiftung, die auch den Dresdner Anzeiger herausbrachte. Auch das Kino Fata Morgana war in der Straße (Nr. 3) zu finden.

[Bearbeiten] Geschichte

Urkundlich wurde die Straße im Mittelalter erstmals am 15. Juni 1324 als Kundigengasse benannt[1] (1523 Konigengasse, 1528 Konigisgasse), nach dem in Dresden und dessen Umgebung begüterten Geschlecht der Kundigen[2], die den größten Teil dieser Gasse[3] und z.B. auch das Gut Helfenberg besaßen. Bereits im Jahr 1500 kommt die Bezeichnung Breite Gasse (Bretegasse) vor, die Straße war damals in der Tat die breiteste in Dresden. Der Name Kundigengasse verschwand um die Mitte des 16. Jahrhunderts für immer. 1862 wurde die Benennung Breite Gasse in Breite Straße abgeändert. Der Volksmund nannte die Straße auch früher Breihahngasse, weil in ihr das städtische Breihahn-Brauhaus lag, das später Marstallgebäude war und am 3. November 1866 durch einen Brand vernichtet wurde. Seit 1877 gehört zur Breiten Straße der ihre Fortsetzung bildende Straßenteil bis zur Marienstraße, welcher vorher An der Polytechnischen Schule hieß[4].

[Bearbeiten] Quellen

  1. StArchD (Stadtarchiv Dresden), Ratsurkunden: 1.1-29: Bürgermeister und Rat zu Dresden bekennen, dass Nickel, Wynant, Engil und Petir, Söhne des Heymann Schramm, dem Andreiz von Mageburg ihren "lainhoif" in der kundigen Gasse verkauft haben. Zeugen: Conrad Buling, Hannucz von der Plzenicz, Thile von Ryk, Dhitze Kaindege, Hanniz von Pranztyt
  2. Verweis auf das Geschlecht der Kundigen bei Otto Richter: Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Stadt Dresden, Bd. 1: Verfassungsgeschichte der Stadt Dresden, Dresden 1885–1891, S. 18.
  3. Albert Schiffner: Handbuch der Geographie, Statistik und Topographie des Königreiches Sachsen, Zweite Lieferung, den Dresdener Directionsbezirk enthaltend, bei Friedrich Fleischer, Leipzig 1840, S. 43, Anm. 4: Ursprünglich die Kundigergasse genannt, weil sie meist der sehr begüterten Familie Kundiger gehörte. (Digitalisat)
  4. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 19
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