Seestraße

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historische Ansichtskarte der Seestraße um 1900

Im Stadtplan von 1807 als Seegasse bezeichnet, stellte sie die Verbindung zwischen Altmarkt und dem „See Thor“ in der Stadtbefestigung dar. Dieser Name findet sich bereits in der frühesten Zeit überlieferter Dresdner Straßennamen 1324 in der Form Seegassin, 1396 dann als Segasse und 1404 als Sehegasse[1].

Am 30. Januar 1517 kaufte Margaretha Fressers, die Witwe von Mattis Fressers, von Christoff Quinque ein Haus in der Sehegassen.[2]

Im Stadtplan von 1862 heißt sie dann Seestraße, nach Beseitigung der Stadtbefestigung wurde die sich daran anschließende Vorstadt Seevorstadt genannt. An der Seestraße 11 befanden sich die Zentrum-Lichtspiele. Von der einstigen Bebauung blieb nach den Luftangriffen am 13. und 14. Februar nichts mehr übrig.

Mit dem Wiederaufbau der Innenstadt verlor die Seestraße gar ihren Namen, und die Neubauten auf der linken Straßenseite wurden dem Altmarkt zugeordnet. Mit dem Wiederaufbau der rechten Straßenseite in den 1990er Jahren erhielt sie den Charakter einer Straße und ihren Namen zurück. Bekannte Unternehmen sind das Café Prag und das C&A Modekaufhaus.

[Bearbeiten] Adressen (Auswahl)

[Bearbeiten] Geschichte

In der Nr. 11, einem Staatsgebäude, befand sich ein Ministerhotel, in dem u. a. Alfred von Fabrice wohnte und dort internationale Gäste in seinem Salon empfing. Darunter war auch der japanische Militärarzt und Schriftsteller Mori Ōgai, der hier im Rahmen seiner Ausbildung weilte und in einer seiner Novellen dem Treffen eine bleibende Erinnerung gesetzt hat[4].

[Bearbeiten] Quellen

  1. Matthias Meinhardt: Dresden im Wandel: Raum und Bevölkerung der Stadt im Residenzbildungsprozess des 15. und 16. Jahrhunderts. Oldenbourg Verlag 2009, S. 45 Anm. 4.
  2. Das Haus hatte zwuschen Jacoff Weise und Simon Hunichen hewsern gelegen. In: Das sechste Dresdner Stadtbuch (1505-1520), Nr. 453, fol. 107r
  3. Katrin Koch: Der Altmarkt hat ne „neue“ Gockelbar. In: Mopo 24.03.2016. http://www.huehnerhaus-dresden.de/.
  4. Schreiben des Arbeitskreis Sächsische Militärgeschichte e. V. zum TOP 26, SR/032/2011

[Bearbeiten] Weblinks

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