Güntzplatz

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Benennung noch als Eliasplatz, 1911
Stadthaus Johannstadt, 1944
Zusatzschild zum Güntzplatz vor dem Sparkassenhaus

Der Güntzplatz befindet sich im Stadtteil Johannstadt. Heute am Kreuzungspunkt von Güntzstraße und Gerokstraße an der Einmündung zur Sachsenallee. Dieser Platz hieß bis zur Nazizeit Eliasplatz und wurde im Zusammenhang mit der weiteren Verschärfung der Antijudengesetzgebung 1938, wie auch die angrenzende Eliasstraße, nach dem Stifter Justus Friedrich Güntz umbenannt, der auf dem nahen Eliasfriedhof beigesetzt worden war.

Heute befindet sich nur noch die Nr. 5 als Adresse am Platz mit dem von Hans Erlwein entworfenen Stadthaus Johannstadt. Als Kulturdenkmal ist eine der ersten Litfaßsäulen von Dresden ausgewiesen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Adressen

In der Nähe: Eliasfriedhof, Kunstgewerbeschule, Sachsenplatz

[Bearbeiten] Fotos

[Bearbeiten] Güntzplatz an der Kreuzkirche

In den Jahren nach 1870 ist ein Platz in der Nähe der Kreuzkirche als Teil des ehemals dort befindlichen Gräflich Schall-Riaucour'schen Gartengrundstücks entstanden. Im Oktober 1881 erhielt dieser Platz anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Güntz-Stiftung den Namen Güntzplatz.[2] Gotthardt Kuehl zeichnete die Gegend 1900 mit Kreide: Der Güntzplatz mit Kreuzkirche. Der Namensgeber selbst hatte ein Haus in der angrenzenden Schulgasse bewohnt. Den in den Gasthöfen der Scheffel-, Weber-, Zahns- und Breite Gasse ausspannenden Botenfuhrleuten war es seit 1847 gestattet, ihre Wagen tagsüber auf der Straße An der Mauer zwischen Schreiber- und Pfarrgasse aufzustellen. Diese Grenze wurde später an verkehrsreichen Tagen bis zur Schulgasse ausgedehnt; man nannte daher in der 1870er Jahren der Platz Wagenplatz an der Mauer[3]. Im Zusammenhang mit Abrissarbeiten für das geplante Neue Rathaus wurde der Platz um die Jahrhundertwende zunächst erweitert.[4]

[Bearbeiten] Güntzplatz an der Bürgerwiese

Später trug das Areal zwischen Johann-Georgen-Allee und Bürgerwiese sowie zwischen Blüherallee und Lennéstraße den Namen Güntzplatz.[5] Die Benennung erfolgte 1910. [6]

[Bearbeiten] Adressen

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adressbuch 1943/44
  2. Foto bei der Deutschen Fotothek
  3. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 53
  4. Centralblatt der Bauverwaltung, Band 7, Preußisches Ministerium der Öffentlichen Arbeiten, 1901
  5. Adressbuch für Dresden und seine Vororte, 1932
  6. Karlheinz Kregelin: Dresden – Das Namenbuch der Straßen und Plätze im 26er Ring. Hrsg. Stadtmuseum, fliegenkopf-verlag 1993.
  7. historische Ansichtskarte sowie Adressbuch 1929
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