Kipsdorfer Straße

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Die Kipsdorfer Straße besteht seit 1895, benannt nach dem Ort Kipsdorf im Osterzgebirge.[1] Anfangs nur in Striesen angelegt, wurde sie in der Folgezeit bis zur Toeplerstraße in Tolkewitz ausgebaut.

An der Kipsdorfer Straße soll ab dem zweiten Quartal 2019 ein Wohnkomplex der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG (WiD) mit 27 Wohnungen errichtet werden.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Noch 1900 gab es nur das Teilstück zwischen Bärensteiner Straße und Altenberger Straße. In Striesen wurde die Kipsdorfer Straße nach und nach in westlicher Richtung bis zur Haenel-Clauß-Straßeverlängert, war aber nicht auf der gesamten Länge durchführend. Zwischen Schlüterstraße und Bergmannstraße befindet sich heute eine Kleingartenanlage. Deshalb wurde 1993 der westliche Abschnitt bis zur Haenel-Clauß-Straße/Haenel-Clauß-Platz umbenannt in Prossener Straße. Am Striesener Friedhof ist die Straße teilweise eingeengt und nur für Fußgänger und Radfahrer nutzbar. Über den Landgraben führt ebenfalls nur eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer.

Mit der Eingemeindung von Gruna 1901 und Seidnitz 1902 wurde die Straße bis zur Gemarkung Tolkewitz verlängert. Zwischen der Einmündung der Ludwig-Hartmann-Straße und der Berggießhübler Straße gehörte die Straße zu Neugruna bzw. Neuseidnitz und war dort vorher die Straße VI.

Östlich der Berggießhübler Straße liegt die Straße auf Tolkewitzer Flur. Bis zur heutigen Schlömilchstraße wurde die Straße auf einem Stadtplan von 1903 als Bismarckstraße bezeichnet. Das Gelände östlich der Schlömilchstraße gehörte Paul Hauber. Hauber stellte an den Gemeinderat mit Schreiben vom 26. April 1901 (Akte XXI/41, S. 1) das Gesuch, die „bauplanmäßige Straße W vom Kreuzungspunkte der Waldstr. bis zum Kreuzungspunkte der Seidnitzerstr.“ auszubauen (heute: Schlömilchstraße bis Marienberger Straße). Hauber ist laut Akte S. 6 Baumschulenbesitzer und wohnte damals Seidnitzer Str. 6 (jetzt Marienberger Straße). Jedoch wird in der Akte nicht vermerkt, wann der Bau begann bzw. endete.

Auf dem Plan von 1913 ist die Straße bis zur Toeplerstraße eingezeichnet. Laut Beschluss vom 16. September 1912 wurde die Bismarckstraße in Zeunerstraße umbenannt zu Ehren des 1907 verstorbenen ehemaligen Direktors des Polytechnikums in Dresden Gustav Anton Zeuner (18281907), Professor der Mechanik und Maschinenlehre. Diese Umbenennung wurde durch die Eingemeindung von Tolkewitz notwendig.

Mit Beschluss vom 31. Dezember 1928 erfolgte die Umbenennung der Tolkewitzer Zeunerstraße als Verlängerung ebenfalls in Kipsdorfer Straße.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18.
  2. Pressemitteilung der Stadt Dresden, 7.12.2018

[Bearbeiten] Weblinks

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