Alexander Bucher

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Alexander Richard Bucher (* 23. Januar 1838 in Dresden; † 30. November 1908 ebenda) war ein königlich-sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalmajors.

[Bearbeiten] Familie

Alexander Richard Bucher entstammte der sächsischen Familie Bucher, zu deren Mitglieder vor allem Pfarrer, Juristen, Beamte und mehrere, hochrangige Militärpersonen gehörten.

Alexander Bucher war der Sohn von Ludwig Ferdinand Bucher, 1838 königlich-sächsischer Artillerie-Hauptmann und Oberzeugwart.[1] Ludwig Ferdinand Bucher wurde 1850 als Oberstleutnant a.D. in den Ruhestand versetzt und starb wahrscheinlich 1855.[2] Dessen Witwe Caroline Friederike Bucher wohnte ab 1859 am Schützenplatz 3.[3] Alexander hatte noch zwei Brüder, die ebenfalls in den Militärdienst traten:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Alexander Bucher besuchte als höhere Schulbildung das Kadettenhaus und ist erstmals 1857 im Dresdner Adressbuch als Artillerie-Leutnant in der Alaungasse 62 verzeichnet.[4] Dort wohnte er zusammen mit Hermann Ludwig Bucher, ebenfalls Artillerie-Leutnant und mit Otto Carl Bucher, Leutnant im königlich-sächsischen Fußartillerie-Regiment zusammen in einer Parterrewohnung. Seine Ernennung zum Leutnant hatte er somit bereits 1856, im Alter von 19 Jahren erhalten. 1858 zog Bucher in die Wiesenthorstraße 5,[5] 1864 in den Niedergraben 2.[6]

Ein Jahr darauf, 1865 wurde Bucher zum Artillerie-Oberleutnant befördert und war Disziplinaroffizier an der Artillerieschule in Dresden.[7] Als Offizier im Rang eines Oberleutnants nahm er auch am Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 teil, wofür er seine erste hohe Auszeichnung bekam. Ab 1870 wohnte Bucher, mittlerweile im Rang eines Artillerie-Hauptmannes beim sächsischen Feldartillerie-Regiment Nr. 12, in der Zirkusstraße 6.[8] Im gleichen Jahr nahm er bis 1871 am Deutsch-Französischen Krieg teil. Nach dem Krieg zog er zuerst in die Querallee 7,[9] 1873 weiter in die Bautzner Straße 57b,[10] 1874 dann in dergleichen Straße in die Hausnummer 81.[11]

Danach wechselte Bucher zum 1872 neu geschaffenen 2. Feldartillerie-Regiment Nr. 28, deren Garnisonen in Dresden und Freiberg lagen, ab 1878 auch in Pirna, wohin 1887 auch der Regimentsstab verlegt wurde. 1888 wurde Bucher, mittlerweile im Rang eines Oberst, Kommandeur des königlich-sächsischen 2. Feldartillerie-Regiments Nr. 28. In dieser Dienststellung blieb er bis 1890 und wurde danach als Generalmajor z.D. (zur Disposition) in den vorläufigen Ruhestand versetzt. 1896 zog Bucher wieder nach Dresden und wohnte bis zuletzt in Strehlen in der Dohnaer Straße 45.[12] Er wurde auf dem Inneren Neustädter Friedhof beerdigt. Da er erst Ende November 1908 starb, ist er noch im Dresdner Adressbuch von 1909 verzeichnet.[13]

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

  • Königlich-preußisches Dienstauszeichnungskreuz
  • Ritter 1. Klasse des herzoglich-braunschweigischen Ordens Heinrich des Löwen
  • Königlich-preußischer Kronenorden 2. Klasse

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Adressbuch Dresden 1838, SLUB, S. 39
  2. Letztmalig im Adressbuch Dresden 1855, SLUB, S. 37
  3. Adressbuch Dresden 1860, SLUB, S. 42
  4. Adressbuch Dresden 1857, SLUB, S. 42
  5. Adressbuch Dresden 1859, SLUB, S. 33
  6. Adressbuch Dresden 1865, SLUB, S. 52
  7. Adressbuch Dresden 1866, SLUB, S. 54
  8. Adressbuch Dresden 1871, SLUB, S. 54
  9. Adressbuch Dresden 1873, SLUB, S. 57
  10. Adressbuch Dresden 1874, SLUB, S. 58
  11. Adressbuch Dresden 1875, SLUB, S. 60
  12. Adressbuch Dresden 1897, SLUB, S. 98
  13. Adressbuch Dresden 1909, SLUB, S. 202
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