August tom Dieck

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August Christian Hermann tom Dieck (* 23. März 1831 in Oldenburg; † 20. August 1893 in Dresden) war ein deutscher Historienmaler und Kunstlehrer.

[Bearbeiten] Familie

August Christian Hermann tom Dieck entstammte einer weit verzweigten niederdeutschen Familie, deren Vorfahren aus dem Ort Ohmstede bei Oldenburg stammten und die sich ab etwa 1800 als Kaufleute und Schiffer in Oldenburg niederließen und die auch mehrere bekannte Künstler hervor brachte.[1]

August wurde am 23. März 1831 als Sohn des Oldenburger Kaufmanns Oltmann Diedrich Nikolaus tom Dieck und dessen Ehefrau Catharine Margarethe geb. Mehrens geboren. August Christian Hermann hatte noch mehrere Geschwister:

August tom Diecks Tante war die Malerin Wilhelmine Mehrens (18111875).

[Bearbeiten] Leben und Wirken

August Christian Hermann tom Dieck kam 1847 als Sechzehnjähriger an die Dresdner Kunstakademie und eröffnete bereits 1850 seine erste Ausstellung. 1851 lernte er bei Adolf Wichmann (18201866) und später bei Julius Schnorr von Carolsfeld (17941872). Hier fand er Zugang zur religiösen Kunst und italienischen Vorbildern.

1857 reiste tom Dieck nach Florenz und Rom, wo er fast vier Jahre, bis 1861 bei Peter Cornelius (17831867) arbeitete. In Rom studierte er Raphael. 1859 entstand dort seine bedeutsamste Arbeit „Die beiden Marien am Grabe Christi“. Bereits voll im italienischen Künstlerleben integriert wurde August tom Dieck 1861 von seinem Vater zurück nach Deutschland geordert.

Nach einem Kurzaufenthalt in Oldenburg ließ sich tom Dieck in Dresden nieder, heiratete 1865 hier und arbeitete in der sächsischen Elbmetropole als Kunstlehrer. In Dresden knüpfte August tom Dieck Kontakt zu dem ebenfalls aus Norddeutschland stammenden Künstler Ernst Hemken (18341911), der seit 1869 ebenfalls in Dresden lebte. Trotzdem er sich familiär und beruflich in Dresden niedergelassen hatte, weile tom Dieck oft in seiner Heimatstadt Oldenburg, wo er 1867 den Großherzog Nikolaus Friedrich Peter (18271900) porträtierte. Für den Oldenburger Fürsten fertigte er auch Kopien bekannter Werke an und begutachtete die Erwerbungen aus Pommersfelden, die beide für das seinerzeit neue, im Aufbau befindliche „Augusteum“, die großherzogliche Galerie bestimmt waren.

1868 wohnte tom Dieck in Dresden in der Ammonstraße 81,[3] zuletzt dagegen in der Mosczinskystraße 18 und wurde nach seinem Tod auf dem Annenfriedhof in der Chemnitzer Straße begraben. Die Ehegattin Agnes Wilhelmine wohnte bis 1896 zuletzt in der Rabener Straße 9, II. Stock[4].

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „tom Dieck”
  2. Frauenorte in Niedersachsen
  3. Adreß- und Geschäftshandbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1868, Seite 43 auf adressbuecher.genealogy.net
  4. Adressbuch von 1896

[Bearbeiten] Weblinks

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