Kretschmerstraße

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Straßenschild

Die Kretschmerstraße führt in Blasewitz von der Tolkewitzer Straße fast in südliche Richtung. Sicherlich auch wegen der in der Nachbarschaft bereits vorhandenen Seidnitzer Straße (heute Oehmestraße) erhielt die Straße 1870 den Namen Prohlisserstraße nach dem Dorf Prohlis, das in derselben Richtung liegt wie Seidnitz. Später gab es dann die Schreibweise Prohliser Straße und sie wurde von der Tolkewitzer Straße in Richtung Elbe erweitert. Im Adressbuch von 1941 gibt es die Hausnummer 2 c auf diesem Straßenstück und es steht, dass die Straße "V. Leinpfad b. z. Niederwaldstr." führt. Der Leinpfad ist der heutige Radweg an der Elbe. Nach 1990 wurden nahe der Elbe Wohnhäuser errichtet. Möglicherweise wurde in diesem Zusammenhang dieser nördliche Teil der Kretschmerstraße der Straße Am Schillergarten zugeordnet.

Die Fortführung der Straße in Striesen wurde dort Dornblüthstraße genannt. Ein kurzes Stück zwischen der Niederwaldstraße und der Flurgrenze zu Blasewitz gehörte damit bis 1926 noch zu dieser Straße.

Am 30. April 1908 wurde das Realgymnasium Blasewitz eingeweiht. Es befindet sich unmittelbar an der Flurgrenze zu Striesen. Zu DDR-Zeiten war es die Martin-Andersen-Nexö-Oberschule, kurz Manos genannt. Heute befindet sich das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium in Striesen in der Haydnstraße 49. Im Schulgebäude auf der Kretschmerstraße befindet sich seit 2010 das Carl-Maria-von-Weber-Gymnasium. Gegenüber steht das Hauptgebäude der 63. Grundschule, deren Eingang an der Wägnerstraße liegt.

In Reick, das bereits 1913 eingemeindet wurde, gab es ebenfalls eine Prohliser Straße. Deshalb erfolgte in Blasewitz ab 1. Juni 1926 die Umbenennung in Kretschmerstraße nach dem Komponisten Edmund Kretschmer (18301908)[1]. In diesem Zusammenhang wurde das sich anschließende kurze Stück auf Flur Striesen ebenfalls dieser Straße zugeordnet (also zwischen dem Gymnasium und der Niederwaldstraße).

Seit 1968 befindet sich in der Kretschmerstraße 19 der Sitz der Sächsischen Haupt-Bibelgesellschaft.[2]

[Bearbeiten] Quellen

  1. deutschsprachige Wikipedia: Edmund Kretschmer
  2. Elbhang-Kurier vom 1. September 2014: Die Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft hat 200. Geburtstag
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