Johann Karl August Schurig

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Johann Karl August Schurig, auch Johann Carl August Schurig (* 11. Oktober 1828 in Radeberg; † 21. August 1901 in Dresden) war ein Königlich Sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants sowie Intendant der sächsischen Armee.

[Bearbeiten] Familie

Johann Karl August Schurig wurde am 11. Oktober 1828 als ältestes Kind des Radeberger Kantors und Bürgerschullehrers Schurig geboren. Johann Karl August Schurig's Ehefrau und spätere Witwe Laura Isidore verh. Schurig wohnte nach dem Tod ihres Ehemanns weiter in der Forststraße 12 im Erdgeschoss.[1]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Von Johann Karl August Schurig ist überliefert, dass er bereits als Jugendlicher einen Jungen aus dem offenen Marktbrunnen vor dem Ertrinken gerettet hatte. Später wurde er - seinerzeit bereits als Leutnant - mit der goldenen Lebensrettungsmedaille ausgezeichnet, die das Bildnis des Königs Friedrich August II. trug. Schurig schlug nach seinem Schulbesuch eine militärische Laufbahn ein, die er 1849 begann. 1859 ist er erstmals im Adressbuch von Dresden als Leutnant im 10. Königlichen Infanterie-Bataillon und wohnte in der Ritterstraße 1.[2] Bereits ein Jahr später, 1860 war Schurig Oberleutnant, 1868 Hauptmann und Disziplinaroffizier im sächsischen Kadettenkorps.[3][4]

1870 wurde Schurig zum Major und Intendantur-Rat im Königlich Sächsischen Kriegsministerium befördert und hatte seine Wohnung in der Markgrafenstraße 8.[5] Schurig nahm im Krieg 1870/71 als Intendant im Oberkommando der Maas- und der III. Armee teil.[6][7] Nach dem Deutsch-Französischen Krieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und zog in die Hellerstraße 2b um.[8] 1874 wurde Schurig zum Oberstleutnant befördert und wurde Abteilungsvorstand im Kriegsministerium sowie Intendant der sächsischen Armee. Er wohnte zu dieser Zeit in der Forststraße 24.[9] 1879 wurde Schurig zum Oberst befördert.[10]

1885 schließlich wurde Schurig in den Rang eines Generalmajors erhoben.[11] Bereits drei Jahre später, 1889 wurde Schurig zum Generalleutnant befördert und mit dem Ehrentitel "Excellenz" geehrt.[12] Eine schwere Brustfellentzündung zwang Schurig, seinen Dienst in der sächsischen Armee zu quittieren. Sein letzter Umzug mit seiner Ehefrau war innerhalb der Forststraße in die Hausnummer 12. Schurig wurde wie viele andere hohe Offiziere nach seinem Tod auf dem Inneren Neustädter Friedhof begraben.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

Johann Karl August Schurig bekam im Laufe seines Militärdienstes eine Vielzahl von Orden und Medaillen, u.a.:

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Adressbuch Dresden 1903, S. 665, SLUB Dresden
  2. Adressbuch Dresden 1859, S. 187, SLUB Dresden
  3. Adressbuch Dresden 1860, S. 195, SLUB Dresden
  4. Adressbuch Dresden 1868, S. 269 auf adressbuecher.genealogy.net
  5. Adressbuch Dresden 1871, S. 290, SLUB Dresden
  6. Der deutsch-französische Krieg 1870-71: Anlagen 1, von Kriegsgeschichtliche Abteilung des Großen Generalstabes, Onlinevorschau, S. 242 auf Google Books
  7. König Albert und Sachsenland: eine Festschrift, Joseph Kürschner, Online-pdf, S. 138 auf Google Books
  8. Adressbuch Dresden 1873, S. 315, SLUB Dresden
  9. Adressbuch Dresden 1875, S. 341, SLUB Dresden
  10. Adressbuch Dresden 1880, S. 399, SLUB Dresden
  11. Adressbuch Dresden 1886, S. 459, SLUB Dresden
  12. Adressbuch Dresden 1890, S. 564, SLUB Dresden

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

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