Hellerstraße

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Die Hellerstraße im Norden der Stadt gehörte zu Rähnitz (heute Hellerau) und verläuft von der Radeburger Straße bis zum Bauernweg. Ihren Namen erhielt sie nach dem Rähnitzer Lehrer und Kantor Karl Heller, der sich besonders für den Bau der Rähnitzer Kirche einsetzte[1]. Auf dem 1899 angelegten Friedhof Rähnitz befindet sich seine letzte Ruhestätte.

Seit dem März 1900 trug die Straße zunächst den Namen Dresdner Straße. Es gab wohl manchmal Verwechslungen mit der damaligen Dresdner Straße in Klotzsche (die heutige Am Hellerrand). Diese berührt im südlichen Ende die Flur von Hellerau. Deshalb kam es 1929 in Rähnitz (damals noch als Rähnitz-Hellerau bezeichnet) zur Umbenennung in Hellerstraße nach dem nahe gelegenen Heller. Zu diesem Zeitpunkt lebte der Oberlehrer und Kantor Karl August Heller noch. Damals in der Weimarer Republik wurde darauf geachtet, dass Straßen nach Personen erst nach derem Ableben benannt wurden. Deshalb ist die Benennung nach dem Lehrer auch nicht wahrscheinlich[2]. Die Straße ist auch nicht aufgeführt in der Liste der nach Personen benannten Straßen und Plätze.

Die hier um die Jahrhundertwende erbaute Gaststätte „Zum Lindengarten“ (mit Saalanbau) wurde 1970 ausgebaut und nach der Wende in eine Diskothek umfunktioniert. Das heute als Kindertagesstätte »Pfiffikus« genutzte ehemalige Schulhaus des Ortes (Nr. 4) gehörte zur 85. Polytechnischen Oberschule „Carl Bobach“, an der Lehrer Kurt Gerlach wirkte, welcher sich später als Schriftsteller und Ortschronist[3] einen Namen machte. An der Schule förderte er wiederum das Theaterspiel[4], so dass später seine Tochter Tine Schulze-Gerlach und deren Bruder Hubert Gerlach bzw. Enkel Hartmut Schulze-Gerlach eine Karriere als Schriftsteller bzw. auf der Bühne ergriffen.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Eintrag bei dresdner-stadtteile.de
  2. Dr. Karlheinz Kregelin „Namenbuch der Straßen und Plätze im Norden der Stadt Dresden“ (Manuskript)
  3. Adressbuch der Gau- und Landeshauptstadt Dresden, 1943/44
  4. SCHMIDT, Dr. Gerhard: Der Stadtbezirk Nord der Stadt Dresden - Aus der Geschichte seiner Stadtteile, 1. Aufl. 1983
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