Heinrich Bernhard von Hausen

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Wappen der Adelsfamilie von Hausen mit Freiherrenkrone

Heinrich Bernhard Freiherr von Hausen (* 4. September 1835 in Zwickau; † 31. Dezember 1893 in Coswig) war ein sächsischer Jurist und Politiker, Königlich Sächsischer Amts- und Kreishauptmann sowie Geheimer Regierungsrat und Abgeordneter im Sächsischen Landtag.

[Bearbeiten] Familie

Heinrich Bernhard Freiherr von Hausen entstammte dem thüringischen Uradelsgeschlecht derer von Hausen (auch Haußen) mit gleichnamigem Stammhause Haußen südöstlich von Kindelbrück, nahe der Unstrut. Erstmals erwähnt wird die Familie im Jahr 1184 mit Fricco de Husen (von Hausen) sowie 1197 mit Egbrechtus de Husen, die dem Kloster zum Heiligen Kreutz in Gotha einige Stiftungen hinterlassen haben. Die ununterbrochene Stammreihe der Adelsfamilie beginnt mit dem Ritter Ludewicus de Husen zu Sumeringen, der 1216 urkundlich erwähnt wurde.[1][2]

Heinrich Bernhard Freiherr von Hausen wurde am 4. September 1835 in Zwickau als Sohn des Königlich Sächsischen Oberst Oberst Johann Ferdinand von Hausen (17971881) geboren. Viele seiner Familienmitglieder brachten es vor allem in der sächsischen Armee zu hohen Ehren.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Heinrich Bernhard Freiherr von Hausen besuchte ab 1848 die Fürstenschule St. Afra in Meißen und ging ab 1854 an die Universität nach Leipzig, wo er u.a. Rechtswissenschaften studierte. Ab 1864 war er Königlich Sächsischer Regierungsassessor zuerst in Dresden und ab 1866 in Zwickau.[3] Als solcher war er von 1866 bis 1868 auch Abgeordneter der 1. Kammer des 12. Ordentlichen Landtages des Königreiches Sachsen.

1868 wurde von Hausen zum Amtshauptmann des Amtes Zwickau ernannt [4] und war als solcher von 1871 bis 1876 Abgeordneter in der 2. Kammer des Sächsischen Landtages.[5] 1877 erhielt er den Titel eines Geheimen Regierungsrates. Sechs Jahre später, 1883 wurde er Kreishauptmann des Kreises Zwickau und 1890 Ehrenbürger der Stadt Zwickau.

Im Januar 1891 ging Heinrich Bernhard Freiherr von Hausen wieder nach Dresden und begleitete hier bis zu seinem Tod das Amt des Kreishauptmanns. Er wurde nach seinem Tod auf dem Alten Katholischen Friedhof in der Friedrichstraße begraben.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, Johann Friedrich Gauhe, Leipzig 1740, Onlinefassung auf Google Books, S. 794
  2. Die Herren von Hausen auf www.schlossarchiv.de
  3. Bernhard von Hausen in den Historischen Protokollen des Sächsischen Landtages
  4. Freiherr Heinrich Bernhard von Hausen im Adressbuch Zwickau 1885, S, 164
  5. Heinrich Bernhard von Hausen in den Historischen Protokollen des Sächsischen Landtages

[Bearbeiten] Weblinks

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