Ernst Albert Stein

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Ernst Albert Stein

Ernst Albert Stein (* 12. Juli 1825 in Dresden; † 31. März 1897 ebenda) war ein sächsischer Jurist, Rechtsanwalt und Notar am königlichen Land- und Oberlandesgericht in Dresden, zuletzt im Rang und mit Titel eines königlich-sächsischen Oberjustizrates.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie

Ernst Albert Stein war der Sohn des Dresdner Kaufmanns Georg Heinrich (sen.) Stein. Steins Vater war Haupt-Kollekteur der Dresdner Lotterie sowie Inhaber der Firma „G. H. Stein & Comp.“, einer Papier, Tabal- und Zigarrenhandlung. Steins Bruder war:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Stein erhielt seine höhere Schulbildung am städtischen Gymnasium in Dresden, wo er zu Michaelis, am 29. September 1844 sein Reifezeugnis erhielt, in den wissenschaftlichen Fächern mit der Bestnote 1 und in der Sittlichkeit mit der Note 1* (1+).[2] Mit diesem Schulabschluss studierte Stein anschließend Jura an der Universität in Leipzig und promovierte dort zum Dr. jur. (Doktor der Rechtswissenschaften). Um 1848, im Revolutionsjahr zog Stein von Leipzig. Aus dieser Zeit ist ein Brief an Gustav Friedrich Hänel erhalten, wo es um die Rückgabe von zwei von Hänel geliehenen Bücher aus seiner Leipziger Zeit geht.[3]

Stein ist erstmals 1851 im Dresdner Adressbuch als Dr. jur. und Advokat (Rechtsanwalt) verzeichnet. Er wohnte anfangs im elterlichen Haus in der Moritzstraße 13,[4] zog aber noch im gleichen Jahr in eine eigene Wohnung in der Inneren Pirnaischen Gasse 17.[5] 1856 zog er in dergleichen Straße in die Hausnummer 4,[6] ab 1859, nach der Umbenennung der Straße, dann Landhausstraße 4.[7] Am 31. Januar 1860 wurde Stein zum Vorsitzenden des Direktoriums des Dresden-Possendorfer-Steinkohlenbau-Vereins gewählt.[8] Im Juli 1868 wurde Stein bei der Wahl der Mitglieder der Advokatenkammer in Dresden für die nächsten zwei Jahre, bis Juli 1870 zum Mitglied der Kammer gewählt. Eine Verlängerung dieser Tätigkeit erfolgte ab dem 1. Juli 1870 für die nachfolgenden zwei Jahre bis Juli 1872.[9]

1875 wurde Stein vom sächsischen König Albert in den Rang eines königlich-sächsischen Justizrates erhoben.[10] Ab 1877 erhielt er auch seine Zulassung als Notar.[11] Ab 1880 ist er als Rechtsanwalt beim königlichen Landgericht verzeichnet,[12] ab [[1882] beim Oberlandesgericht.[13] Ebenfalls 1880 zog Stein in eine Wohnung im zweiten Obergeschoss am Johannesplatz 12,[14] 1889 dann in die Johann-Georgen-Allee 12.[15] Ab Dezember 1881 regelte Stein den Nachlass des Generalleutnants Julius Freiherr von Apel, da von Apel keine direkten Nachkommen hatte.

1891 erhielt Stein vom sächsischen König seine Rangerhöhung zum Oberjustizrat. Er arbeitete weiter als privater Rechtsanwalt.[16] Er wohnte zuletzt in der Johann-Georgen-Allee 14.[17]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. Handbuch für Dresden 1850, S. 319, SLUB
  2. Programm des Gymnasiums zu Dresden, womit zu den öffentlichen Prüfungen am 26. und 27. März und zu dem Valedictions-Actus am 1. April ergebens einladet das Lehrer-Collegium, Dresden 1844, Digitalisat auf Google Books, S. 21
  3. Datensatz im Kalliope-Verbund
  4. Adressbuch Dresden 1851, S. 142, SLUB
  5. Adressbuch Dresden 1852, S. 147, SLUB
  6. Adressbuch Dresden 1857, S. 225, SLUB
  7. Adressbuch Dresden 1860, S. 224, SLUB
  8. Leipziger Zeitung, Leipzig 1860, Digitalisat auf Google Books, S. 559
  9. Königlich Sächsisches Justizministerial-Blatt, amtlich herausgegeben vom Ministerium der Jusitz, 1. Jahrgang und ff., Dresden 1867 u. ff., Digitalisat auf Google Books, S. 68 u. 98
  10. Erstmals im Adressbuch Dresden 1876, S. 390, SLUB
  11. Erstmals im Adressbuch Dresden 1878, S. 413, SLUB
  12. Adressbuch Dresden 1880, S. 438, SLUB
  13. Adressbuch Dresden 1882, S. 404, SLUB
  14. Adressbuch Dresden 1881, S. 455, SLUB
  15. Adressbuch Dresden 1890, S. 623, SLUB
  16. Adressbuch Dresden 1892, S. 688, SLUB
  17. Adressbuch Dresden 1897, S. 550, SLUB
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