Dorfschule (Nickern)

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Ehemalige Schule Nickern

Die Dorfschule in Nickern befand sich in der ehemaligen Büttigstraße, der heutigen Fritz-Meinhardt-Straße im Haus Nummer 48. Es wird heute als Kindertagesstätte genutzt („Kinderhaus Fritzi“ [1]).

[Bearbeiten] Geschichte

1883 gab es in Nickern 103 Kinder, die bis dahin einen weiten Schulweg über die Nickerner Straße in die Alte Dorfschule nach Lockwitz hatten. Der frühere kaiserlich-russische wirkliche Staatsrat Wilhelm August Büttig (18091879) verfügte in seinem Testament aus dem Jahre 1879 den Bau einer Schule am Dorfrand von Nickern. Dazu spendete er aus seinem Vermögen 4.200 Rubel, was nach dem damaligen Umrechnungssatz etwa 7.600 Reichsmark waren. Sein Neffe Ernst Leberecht Büttig (*1837), der in Nickern Gutsbesitzer war, erfüllte das Vermächtnis seines Onkels und ließ 1883/84 die Schule erbauen. Ernst Leberecht Büttig gab zu dem teil seines Onkels weitere 9.000 Reichsmark hinzu. Ostern 1884 konnte die Schule eröffnet werden. Das Schulgeld betrug je Woche 20 Pfennig. Da aus der Stiftung von Büttig nach dem Bau der Schule sogar noch ein Restbetrag übrig geblieben war, der verzinst angelegt wurde, konnte das Schulgeld ab 1892 auf 10 Pfennig gesenkt werden. Die Schule war nicht nur als einfache Volksschule geplant und gebaut, sondern hatte auch für die mittlere Stufe eine sogenannte Fortbildungsschule.

Zu DDR-Zeiten wurde der Schulbetrieb 1981 in Nickern wieder eingestellt, als an der Lockwitzer Schule ein neuer Anbau und damit eine beträchtliche Erweiterung erfolgte. 1983 wurde die ehemalige Schule in Nickern in einen Kindergarten umgewandelt, der seitdem immer noch in Betrieb ist.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Siehe auch www.lockwitz-intern.de

[Bearbeiten] Weblinks

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