Wachwitz

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Blick vom Fernsehturm zum Parkplatz in Wachwitz am Oberwachwitzer Weg
Fernsehturm 1970

Der Stadtteil Wachwitz liegt rechtselbisch zwischen Niederpoyritz und Loschwitz im Ortsamtsbereich Loschwitz.

Seit jeher ist Wachwitz für seinen Wein- und Obstbau berühmt und so manche Herrscher und künstlerische Persönlichkeiten hatten hier ihre Besitzungen und Sommersitze im Grünen - damals noch jenseits der Großstadt Dresden.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Rhododendrongarten mit Königlicher Villa, das Schloss Wachwitz, der Elefantenbrunnen, die Baudissin-Villa und Wollner-Villa sowie weitere Künstlerhäuser (Hans Jüchser, Woldemar Hottenroth, Max Barthel). Von 1969 bis 1991 war der Fernsehturm ein beliebtes Ausflugsziel.

Der Wachwitzgrund ist eines der steilsten und romantischsten Täler des Elbhanges. In der Pappritzmühle soll der Dichter Joseph von Eichendorff, der bis September 1849 in Dresden weilte, sein Lied „In einem kühlen Grunde“ geschrieben haben[1], was historisch jedoch unmöglich ist: In einem kühlen Grunde wurde bereits 1813 unter dem Titel Lied in der Anthologie Deutscher Dichterwald veröffentlicht.[2] Dafür hat er aber andere Gedichte dort verfaßt und soll trotz seiner über 60 Jahre einer Müllerstochter in der Pappritzmühle "freundschaftlich verbunden" gewesen sein. An seine Aufenthalte hier erinnert der Eichendorffsteig ganz in der Nähe.[3] In einem grünen Grunde wurde bereits 1814 von Friedrich Glück evrtont[4] und erlangte besonders als Chorsatz für Männerstimmen von Friedrich Silcher unter dem Titel Untreue ein hohe Bekanntheit. Sicherlich animierte die Pappritzmühle zum Singen des mittlerweile sehr bekannten Volksliedes. Die Pappritzmühle war aber nicht die Inspiration für Eichendorffs Gedicht, sondern die Wassermühle Brzeźnica (seit 2007 Oberschlesisches Eichendorff-Kultur- und Begegnungszentrum). Nach dem Lied wohnte die Liebste in dieser Wassermühle Brzeźnica. Aber auch in der Pappritzmühle hatte Eichendorff wieder eine Liebste.

Ab 1935 bis in die 50er/80er Jahre hinein (?) fanden auf der Elbe vor Wachwitz Motorbootrennen mit internationaler Beteiligung und bis zu 50.000 Zuschauern statt.[5]

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Quellen

  1. Noch zu Zeiten, als das Mühlrad "am rauschenden Bach" mächtig "klapperte" soll sich in den Jahren 1848/49 des Öfteren der Dichter Joseph Freiherr von Eichendorff in der Pappritzmühle aufgehalten haben. Er schrieb zahlreiche Gedichte, die sich teils zu Volksliedern entwickelt haben. Auch wenn es nachweislich nicht verbürgt ist, soll "In einem kühlen Grunde" in der Pappritzmühle entstanden sein. Dass Eichendorff im Wachwitzgrund gewirkt hat, ist allerdings nachgewiesen. Heute erinnert der "Eichendorff - Steig" an einen der bekanntesten Dichter der deutschen. Romantik. In: [http://www.dresden-pappritz.de/Menu1/hp01e13.htm "Spaziergänge um Pappritz. heute zur zur Pappritzmühle" auf dresden-pappritz.de.
  2. Deutscher Dichterwald von Justinus Kerner, Friedrich Baron de La Motte Fouqué, Ludwig Uhland und Andern. Heerbrandt, Tübingen 1813, S. 40.
  3. Der 1848/49 in Dresden lebende Dichter Joseph von Eichendorff soll einer Müllerstochter "freundschaftlich verbunden" gewesen sein. Heute erinnert der in der Nähe der Mühle verlaufende Eichendorff-Steig an den Dichter. In: Pappritzmühle auf dresden-rochwitz.de.
  4. Volksmusik-Archiv
  5. Elbhangfest e.V. (Hrsg.): Festprogramm 21. Elbhangfest. Dresden 2011. S. 43.

[Bearbeiten] Weblinks

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