Heinz Hache

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Dr. med. habil. Heinz Hache (* 8. Juli 1928 in Gleiwitz/ Oberschlesien, heute Gliwice/ Polen; † 6. Dezember 1991 in Dresden) war ein deutscher Arzt, zuletzt als Klinikleiter des Stadtkrankenhauses Dresden im Rang und mit Titel eines Medizinalrates.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Heinz Hache wurde im oberschlesischen Gleiwitz geboren. Er studierte ab 1948 an der Universität Leipzig Medizin, wo er 1955 sein Staatsexamen ablegte sowie zum Doktor der Medizin (Dr. med.) promovierte. Von 1956 bis 1957 wurde er als Assistenzarzt in einer Klinik der Deutschen Volkspolizei dienstverpflichtet. Hache erhielt seine praktische chirurgische Ausbildung im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, wo er ab 1957 als Arzt angestellt war. Er spezialisierte sich früh auf dem Gebiet der Anästhesie und Intensivmedizin.

1961 wurde Hache Facharzt für Chirurgie im Rang eines Oberarztes in Friedrichstadt, 1964 Facharzt für Anästhesiologie am Krankenhaus in Berlin-Buch. Bereits 1966, im Alter von 38 Jahren wurde er zum Chefarzt und Leiter der Anästhesieabteilung des Krankenhauses Friedrichstadt ernannt. Diese Abteilung wurde später die "Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin" und war neben der Chirurgischen Klinik eine unabhängige Klinik im gleichen Haus des Stadtkrankenhauses. Unter Hache gab es zahlreiche Veränderungen und Neuerungen in der Anästhesie für den operativen Bereich. Die Spezialklinik des Städtischen Klinikums Dresden führte er bis 1991.[1][2] 1983 habilitierte sich Hache zudem an der Universität in Dresden.

1987 wurde Hache zum Präsidenten der Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivtherapie der DDR (GAIT) und damit zum Nachfolger von Klaus Borchert gewählt. Er hatte das Amt bis 1990 inne und leitete auch den 11. Kongress "anaesthesia '90" der Gesellschaft vom 4. bis 7. Februar 1990 in Dresden. Hache veröffentlichte eine Vielzahl von Fachbeiträgen auf seinem Gebiet. Am 6. Februar gab es ein erstes offizielles Treffen mit dem Präsidenten der damals (west-)Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivtherapie (DGAI) und deren Präsidenten Fischer im Hotel Bellevue, die in einer gemeinsamen Erklärung beider Gesellschaften mündete. Hache war maßgeblich für den Beitritt der GAIT zum DGAI beteiligt. Er erreichte u.a. dass der bisherige "Heinrich-Braun-Preis" der DDR in eine "Heinrich-Braun-Plakette" des DGAI umgewandelt wurde sowie die im VEB Verlag Volk und Gesundheit verlegte Zeitschrift "Anästhesiologie und Reanimation" ab Januar 1991 als Organ der DGAI erschien.

Doktor Hache wohnte 1966 in der Friedrichstraße 41 in Dresden, 1974 dann in der Hausnummer 39,[3] unweit des dortigen Krankenhauses. 1984 wohnte er in der Rungestraße 4.[4] Hache engagierte sich außerhalb seines Berufes auch im Elternbeirat in der 22. POS. Er starb bei einem Banküberfall einer Filiale der Stadtsparkasse Dresden, als er die Bankräuber verfolgte. Er erlag noch am Tatort seinen Schussverletzungen.[5]

[Bearbeiten] Veröffentlichungen in Fachzeitschriften (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Geschichte der Klinik auf www.klinikum-dresden.de
  2. Klinikleiter der KAINS auf www.klinikum-dresden.de
  3. Fernsprechbuch der Deutschen Post für den Bezirk Dresden 1974, S. 102
  4. Fernsprechbuch der Deutschen Post für den Bezirk Dresden 1984, S. 128
  5. Artikel im ND vom 7. Dezember 1991
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