Archaeo-Pfad Dresden

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Der Archaeo-Pfad Dresden im Dresdner Süden ist ein 2020 eingerichteter und am 16. Mai 2020 eingeweihter 11 km langer kulturhistorischer Rundwanderweg am Geberbach. Elf Stationen mit über zwei Meter hohen Infotafeln entlang des Geberbaches zeigen archäologische, historische und naturkundliche Zeugnisse von der Jungsteinzeit[1] bis in die ersten Jahre der Industrialisierung[2]. Zusätzlich ist derzeit (Mai 2020) eine eigene Web-Präsenz unter www.dresden.de (autorisierte[3] Webseite der Landeshauptstadt Dresden) in Planung.

Die vollständige Bezeichnung dieses Lehrpfades ist Archaeo-Pfad Dresden – Kulturhistorischer Rundwanderweg am Geberbach. Er führt durch die Stadtteile Prohlis, Nickern und Kauscha. Zu seinen Höhepunkten gehören die vier Kreisgrabenanlagen von Nickern[4], zwei mutmaßlich den Langobarden zugewiesene Gräber der Völkerwanderungszeit und der Trutzsch. Ausgangspunkt des Rundwanderweges ist der Palitzschhof in Altprohlis (Ecke Gamigstraße) mit seinem Palitzsch-Museum[5]. Die elf Stationen werden durch Info-Stelen des Landesamtes für Archäologie Sachsen[6] markiert und erläutert. Außerdem gibt es im Bereich des Weges mehrere Geochaching-Punkte.

[Bearbeiten] Entstehung

Der Lehrpfad durch diesen abwechslungsreichen urbanen Raum basiert auf einer Idee des Nickerner Heimatforschers Steffen Bösnecker, welche er mittels der archäologischen Grabungsberichte der Jahre 1994 und 2004 realisierte. Durch die Initiative einer Gruppe um Steffen Bösnecker sowie einen Stadtratsbeschluss vom April 2014 entwickelte sich der geplante Geschichtsweg zu dem jetzigen Lehrpfad. Für die Umsetzung der Idee einschließlich der Gestaltung der Info-Stelen hat die Projektförderung des Stadtbezirksbeirates Prohlis 30.000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

Federführend wurde deswegen das Stadtbezirksamt Prohlis. An der Umsetzung des Projektes „Archaeo-Pfad Dresden“ arbeiteten seit Ende 2019 das Landesamt für Archäologie Sachsen, das Palitzsch-Museum, das Amt für Kultur- und Denkmalschutz der Stadt Dresden, die Archäologische Gesellschaft in Sachsen e. V. und der Heimatverein Prohlis e. V. mit.

[Bearbeiten] Inhalt

Die Ortslagen von Nickern und Prohlis gehören zu den wichtigsten archäologischen Fundlandschaften im heutigen Dresden. Hier existieren vor- und frühgeschichtliche Fundstellen aus fast allen Perioden der Geschichte. Herausragend und damit anlaßgebend sind gleich mehrere jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlagen.

Der Lehrpfad dokumentiert mit Texten und Bildern über die heimat-, natur- und kulturhistorischen Funde sowie über die Zeugnisse der Industriegeschichte die kulturhistorische Entwicklung des Gebietes zwischen Prohlis und Nickern. Die Stelen informieren über die an diesen Orten in Prohlis, Kauscha und Nickern ausgegrabenen archäologischen Objekte bzw. dortigen Geschehnisse und über die noch vorhandenen Zeugnisse der Industriegeschichte, so zum Dorf Prohlis, zu den Langobarden, zur Ziegelindustrie, über die vier Kreisgrabenanlagen, die Frühbronzezeit oder über den Trutzsch. Jede Stele steht topographisch als auch inhaltlich für sich. Ein Zeitstrahl unter der Überschrift jeder Stele bietet eine schnelle chronologische Orientierung.

Vertiefende Einblicke in die Archäologie und Geschichte dieser Region bietet die begleitende reich bebilderte Publikation zum Kulturraum Dresdner Süden vom Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA), Nickern und Prohlis – Archäologie und Geschichte am Geberbach in Dresden. Diese Information ist als Heft 13 der Publikationsreihe Archaeonaut des Landesamtes erschienen.

[Bearbeiten] Stationen

Der Lehrpfad hat folgende Stationen (Auswahl):

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Vgl. den Artikel Jungsteinzeit in der deutschsprachigen Wikipedia.
  2. Vgl. den Artikel Industrielle Revolution in der deutschsprachigen Wikipedia.
  3. Häufig ungenauer als offizielle Webseite der Landeshauptstadt Dresden bezeichnet.
  4. Vgl. den Artikel Kreisgrabenanlage Dresden-Nickern in der deutschsprachigen Wikipedia.
  5. Vgl. den Artikel Palitzsch-Museum in der deutschsprachigen Wikipedia.
  6. Vgl. den Artikel Landesamtes für Archäologie Sachsen in der deutschsprachigen Wikipedia.
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