Schillerhäuschen

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Schillerhäuschen an der Schillerstraße
Schiller-Körner-Denkmal gegenüber.
historische Ansichtskarte

Das Schillerhäuschen befindet sich in Dresden Loschwitz an der Schillerstraße 19.

[Bearbeiten] Geschichte

Am 12. September 1785 reiste auf Einladung Christian Gottfried Körners der Dichter Friedrich Schiller von Leipzig nach Dresden, wo er im „Goldenen Engel“ logierte. In den nächsten zwei Jahren und 1801 verweilte er oft am Körnerschen Weinberg in dessen Gartenhaus, wo er am Manuskript des „Don Carlos“ arbeitete und auch an der Ode „An die Freude“ deren erste Vertonung übrigens von Körner selbst stammte.

Anlässlich des 200. Todestages von Schiller 2005 ist es der Bürgerstiftung Dresden zu verdanken, das dieses Gartenhaus der Öffentlichkeit als Museum wieder zugänglich ist. Die Bürgerstiftung übernahm dabei die ehrenamtliche Betreuung und Öffnung des Schillerhäuschens und sorgt für die Mittel, um dringende Sicherungsarbeiten an der Bausubstanz des Schillerhäuschens vornehmen zu können.

Gegenüber dem Schillerhäuschen ist ein Brunnen zu Ehren von Theodor Körner und der Verbundenheit der Familie Körner mit Schiller errichtet worden. Das Denkmal in der Art eines Wandbrunnens mit Ansätzen des Jugendstils wurde 1912 durch den Bildhauer Oskar Rassau und dem Architekten Martin Pietzsch in Sandstein geschaffen.

[Bearbeiten] Interessantes

Karl May verewigte mit einem Augenzwinkern das Schillerhäuschen im Roman „Der Ölprinz“ wie folgt:

Im Mogollongebirge

... »Schweig!« fuhr ihn Frank an. »Was verschtehst du von Diogenes! Das is der Zwerg beim Heidelberger Fasse. Ich aber meene dasjenige Faß, in welchem Pythagoras schteckte, als der große Georginenzüchter Galilei zu ihm kam und ihn bat: »Karo, Karo, gib mir meinen Leviathan wieder!« Als guter Deutscher mußt du wissen, daß das kurz nach der Schlacht im Teutoburger Walde geschah, wo Dschingis Khan dem General Moreau alle beede Beene wegschießen ließ. Das eene flog nach Blasewitz, wo es die berühmte Gustel von Blasewitz in der Nähe von Wallensteens Lager fand, und das andre nach Loschwitz ins Schillerhäuschen, wo Schiller grad damals seinen Trompeter von Sigmaringen dichtete. Er und die Gustel haben nachher die Beene zusammengetragen und oberhalb Dresden bei Räcknitz unter vier Linden begraben. Ich bin selbst dort gewesen und habe das Denkmal, welches off seine Beene gesetzt worden is, mit meinen eegenen zwee Oogen gesehen. Is das nich Beweis genug? Willst du nu noch immer mit mir schtreiten?«

[Bearbeiten] Weblinks

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