Liste von Rektoren der TU Dresden

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Die Technische Universität und ihre Vorläufer wurden von vielen bedeutenden Rektoren geleitet. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Lehranstalt in Vergangenheit und Gegenwart zu den führenden Deutschlands gehörte und nach wie gehört.

Der Landvermesser Wilhelm Gotthelf Lohrmann gründete 1828 die Technische Bildungsanstalt. Anfangs waren lange Amtsperioden üblich. Der Rektor mit der längsten Amtszeit (23 Jahre) war der Mathematiker Julius Ambrosius Hülße, unter dem v. a. der Maschinenbau und die Technische Mechanik stark an Bedeutung gewannen. Während Hülßes Amtszeit wurde die Lehranstalt zunächst zur Königlichen Polytechnischen Schule und dann zum Königlich-Sächsischen Polytechnikum erhoben. Sein Nachfolger, Gustav Anton Zeuner, baute die Mechanik weiter aus und führte die Lehranstalt 1890 zur Königlich Sächsischen Technischen Hochschule.

Der Aufstieg zur Technischen Hochschule war mit der Einführung des Wahlrektorats verbunden. Die Rektoren wechselten ab 1890 nahezu jährlich. Allerdings war es möglich, sich erneut zur Wahl zur stellen, sodass mehrere Professoren das Rektorenamt zweimal inne hatten, darunter Walther Hempel und Cornelius Gurlitt. Den steten Wechsel in der Universitätsleitung schafften erst die Nazis ab.

Im Jahre 1961 wurde die TH zur Universität erhoben. In der über 180-jährigen Geschichte wurde die Alma Mater nur drei Jahre von einer Frau geleitet. In diese Zeit fielen auch die Bemühungen der DDR um den Ausbau der Kernenergie. Lieselott Herforth und ihr Vorgänger, Kurt Schwabe, arbeiteten als Radiophysiker bzw. Radiochemiker.

Wahl Person Forschungsgebiet
1828 Wilhelm Gotthelf Lohrmann Geodäsie
1840 August Seebeck Physik
1849 Johann Andreas Schubert Bauwesen
1850 Julius Ambrosius Hülße Mechanik
1873 Gustav Anton Zeuner Maschinenbau
1890 Carl Ernst Hartig Mechanik
1891 Walther Hempel Chemie
1893 Rudolph Heyn Bauwesen
1894 Martin Krause Mathematik
1896 Alexander Freiherr von Oer Bauwesen
1896 Hubert Engels Bauwesen
1898 Ernst von Meyer Chemie
1900 Karl Friedrich Wilhelm Rohn Mathematik
1901 Georg Mehrtens Bauwesen
1902 Walther Hempel Chemie
1903 Leonidas Johann Lewicki Maschinenbau
1904 Cornelius Gurlitt Kunstgeschichte
1905 Richard Mollier Maschinenbau
1906 Carl Oscar Drude Botanik
1907 Bernhard Pattenhausen Geodäsie
1908 Richard Bernhard Julius Möhlau Chemie
1909 Hugo Hartung Bauwesen
1910 Georg Helm Mathematik
1911 Georg Edmund Lucas Bauwesen
1912 Ernst von Meyer Chemie
1913 Max Foerster Bauwesen
1914 Hans Görges Elektrotechnik
1915 Cornelius Gurlitt Kunstgeschichte
1916 Theodor Elsenhans Philosophie
1917 Fritz Foerster Chemie
1918 Richard Mollier Maschinenbau
1919 Johann Krause Mathematik
1920 Martin Dülfer Architektur
1921 Wilhelm Hallwachs Physik
1922 Harry Heinrich Jakob Gravelius Wasserwirtschaft
1923 Adolph Nägel Maschinenbau
1925 Alfred Robert Heiduschka Chemie
1926 Richard Müller Bauwesen
1927 Robert Bruck Kunstgeschichte
1928 Adolph Nägel Maschinenbau
1929 Erich Max Müller Chemie
1930 Walter Ernst Paul Ludwig Mathematik
1931 Ludwig Binder Elektrotechnik
1932 Oskar August Reuther Kunstgeschichte
1934 Otto Kirschmer Mechanik
1935 Gerhard Kowalewski Mathematik
1937 Wilhelm Hermann Jost Bauwesen
1945 Karl Hahn Maschinenbau
1945 Enno Heidebroek Maschinenbau
1947 Werner Adolph Theodor Straub Psychologie
1949 Kurt Ernst Koloc Betriebswirtschaftslehre
1953 Horst Karl Peschel Geodäsie
1956 Kurt Pommer Maschinenbau
1958 Werner Gruner Maschinenbau
1961 Kurt Schwabe Chemie
1965 Lieselott Herforth Physik
1968 Fritz Wilhelm Liebscher Ökonomie
1980 Rudolf Knoener Physik
1986 Hans-Jürgen Jacobs Produktionstechnik
1990 Günther Landgraf Mechanik
1994 Achim Mehlhorn Chemie
2003 Hermann Kokenge Landschaftsarchitektur
2010 Hans Müller-Steinhagen Thermodynamik

[Bearbeiten] Siehe auch

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