Lingnerschloss

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Das Lingnerschloss ist das mittlere der drei Schlösser am Elbhang im rechtselbisch gelegenen Stadtteil Loschwitz. Die als Lingnerschloss bekannte Villa Stockhausen war der letzte Wohnsitz von „Odolkönig“ Karl August Lingner.

[Bearbeiten] Förderverein Lingnerschloss e. V. und Sanierung

Den Förderverein Lingnerschloss e. V. gründeten Dresdner Bürger im April 2002. Ihr Ziel war und ist es, das Schloss zu erhalten, denkmalgerecht zu sanieren und im Sinne Lingners für alle Dresdner zu öffnen. Das Gebäude soll eine Kulturstätte sein, ein Ort der Begegnung und des Austauschs.

Der Verein konnte mit der Stadt Dresden einen Erbbauvertrag abschließen und sanierte das Schloss aus Spendengeldern. Seit Ende 2016 sind das Haupt- und alle Nebengebäude äußerlich wieder so hergestellt, wie sie zur Bauzeit aussahen. Im Frühjahr 2018 wurde die Sanierung der Beletage im Obergeschoss abgeschlossen, einer Flucht von drei prächtigen Räumen. Weil das Geschoss im Laufe der Jahrzehnte mehrfach umgebaut worden war, wurde es frei rekonstruiert, d. h. unter Orientierung am Spätklassizismus neugestaltet. Der östliche Raum war früher Arbeitszimmer von Baron Stockhausen, später die Bibliothek von Lingner bzw. des Dresdner Clubs. Der westliche Raum diente als Damen-, später als Kaminzimmer und wurde in den DDR-Jahren im Volksmund „Stoph-Zimmer“ genannt, weil dort ein großes Porträt des Ministerpräsidenten Willi Stoph hing. Das mittlere Zimmer war lange Zeit in Speise- und Schlafzimmer geteilt. Bei der Sanierung wurde aus den beiden Räumen ein Saal geschaffen, der mit zwei vergoldeten Kronleuchtern und einer Decke mit Hunderten vergoldeten Gipssternen versehen wurde.

Ab Frühjahr 2018 sollen zunächst das Foyer im Erdgeschoss und das westliche Treppenhaus und anschließend der ehemalige Orgelsaal im Erdgeschoss restauriert werden.

[Bearbeiten] Angebote

Seit März 2015 kann im Schloss geheiratet werden.

[Bearbeiten] Clubkino

Der bereits in den DDR-Jahren bespielte Kinosaal im Obergeschoss wird seit März 2014 wieder ein- bis zweimal pro Monat als Vorführstätte genutzt. Das „Clubkino“ fasst etwa 60 bis 70 Zuschauer. Der Raum wurde auf Wunsch der Denkmalschützer im Stil der 1950er Jahre rekonstruiert, die historische Ulmenholz-Wandvertäfelung in den Deutschen Werkstätten Hellerau aufgearbeitet. Hinter den Verkleidungen verbirgt sich nun moderne Kino- und Tagungstechnik, beispielsweise Beamer und Induktionsschleifen für Hörgeschädigte. Die MDR-Mitarbeiterin Monika Weber organisiert ehrenamtlich die Vorführungen. Zur Eröffnung stiftete Anita Wanitschke, die Witwe des 2012 verstorbenen Bildhauers Vinzenz Wanitschke, dem Schloss die Bronzeplastik „Dresden, 13. Februar“ ihres Mannes.[1]

Zum 60. Gründungsjubiläum des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden (2015) rief Peter Fürst das Kinder Kino im Lingnerschloss (KiKiLi) ins Leben, das inzwischen von der Filmfest Dresden-Leiterin Sylke Gottlebe koordiniert und von Anfang an vom Deutschen Institut für Animationsfilm unterstützt wurde.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Heiko Weckbrodt: Lingnerschloss in Dresden 2016 fertig saniert. In: DNN 1.2.2014. Ute Franke: Clubkino zeigt wieder ausgewählte Streifen. In: Sächsischer Bote 15.3.2014, S. 5.

[Bearbeiten] Weblinks

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