Filmfest Dresden

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Logo 28. Filmfest
Vorhang auf zum 25. Male

Das 1989 gegründete Filmfest Dresden ist ein jährlich stattfindendes internationales Kurzfilmfestival. Jedes Jahr bringt es an sechs Festivaltagen im April Kurzfilme aus aller Welt nach Dresden und zieht damit regelmäßig rund 20.000 Besucher an, darunter mehr als 500 akkreditierte Fachbesucher. Mit Preisgeldern von rund 66.000 Euro zählt das Filmfest zu einem der höchst dotierten Kurzfilmfestivals in Europa.

Für das Programm zum Internationalen und Nationalen Wettbewerb werden jährlich mehr als 2.000 Kurzfilme aus über 90 Ländern eingereicht. Am Ende des Festivals küren Jurys in unterschiedlichen Kategorien die besten Filme und vergeben den „Goldenen Reiter“ für die besten Animations- und Spielfilme in den Wettbewerben. Zusätzlich dazu werden verschiedene Sonderpreise verliehen, wie den Publikumspreis der Mitteldeutschen Filmnacht, den den ARTE-Kurzfilmpreis oder den Filmförderpreis der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, dotiert mit 20.000 Euro.

Neben den Wettbewerben bietet die Festivalwoche ein umfangreiches Angebot an Sonderprogrammen mit Themen- und Länderschwerpunkten, Retrospektiven und Kinderfilmen. Seit 2012 ergänzt die Sektion „etc. - events, trainings, connections“ das filmische Angebot mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops, Ausstellungen und Empfängen.

Weitere Highlights sind die Nachspieltour im April und Mai sowie die Open-Air-Tour im Sommer. Preisgekrönte Kurzfilme werden so auch außerhalb des Festivals einem großen Publikum zugänglich gemacht.

Das Filmfest Dresden wird von der Filminitiative Dresden e.V. veranstaltet und von Karolin Kramheller, Katrin Küchler und Alexandra Schmidt geleitet. Es ist Mitglied der AG Kurzfilm - Bundesverband Deutscher Kurzfilm, der Europäischen Filmakademie und des Filmverbands Sachsen e.V. und wird von der FFA offiziell als Referenzfestival gelistet.

[Bearbeiten] Geschichte des Festivals

Die Filmfest-Tradition begann mit dem Filmfest Süd, das Jörg Polenz, damals kulturpolitischer Mitarbeiter der Stadtbezirksverwaltung und heute Veranstalter der Filmnächte am Elbufer, im März 1989 organisierte. In den Olympia-Lichtspielen sollten mehr als 30 künstlerisch sehr anspruchsvolle Filme zur Aufführung kommen, darunter mehr als die Hälfte aus den polnischen, ungarischen, sowjetischen und französischen Kulturzentren in Berlin. Diese durften in ihren eigenen Häusern alle Filme ihres Heimatlandes spielen, die sie wollten. Die für die "richtigen" Filmtheater der DDR zuständige Hauptverwaltung Film verbot jedoch die Vorführung dieser Filme im Rahmen des Filmfestes Süd. Daher mussten die Filmfest-Organisatoren das bereits veröffentlichte Programm ändern und kurzfristig adäquaten Ersatz aus dem Filmlager der Bezirksfilmdirektion beschaffen. Neben dem hohen künstlerischen Wert der Filme sorgte natürlich auch das Aufführungsverbot der ursprünglich geplanten Produktionen für Aufsehen und machte das Filmfest Süd zu einem Erfolg.[1]

Das zweite Film Fest vom 9. bis 24. März 1990 bot neben 150 Filmen auch fast 20 Theateraufführungen und Konzerte in elf Kinos und anderen Spielstätten. Es sei "ganz [...] auf Anti-Kommerz" ausgerichtet gewesen, urteilte eine zeitgenössische Filmzeitschrift. "Wir zeigen Filme, die bis jetzt im Kino nicht laufen konnten - auf Grund ihres filmkünstlerischen Anspruchs, Filme, die nicht marktträchtig sind. Wir wollen der der auf uns zukommenden Kommerzialisierung und Amerikanisierung im Film etwas entgegensetzen." erläuterte die Medienverantwortliche Dorothee Kaden das Konzept. Mehr als zwei Drittel der gezeigten Produktionen waren DDR-Erstaufführungen, etwa der Eröffnungsfilm über Verschleppungen während der argentinischen Militärdiktatur. Zudem bot das Festival Wim-Wenders- und Sokurow-Retrospektiven, Filme von Andrzej Wajda, einen Video-Abend zum Thema Drogen im Film, 26 westdeutsche Autorenfilme, zahlreiche Diskussionen und ein Abschlussfest in der Pädagogischen Hochschule. Das Festival wurde von sieben Organisatoren auf die Beine gestellt, von denen nur Jörg Polenz als Leiter und Dorothee Kaden hauptamtlich arbeiteten.[2]

Bei der vierten Festivalausgabe 1992 wurden erstmals zwei Wettbewerbe ausgetragen. Auch die Profilierung als Kurzfilmfest fand damals ihren Anfang.[3]

[Bearbeiten] Festivalleiter[4]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Frank Apel: Dresdner Kinokultur in den siebziger und achtziger Jahren. In: Dresdner Geschichtsverein e.V. (Hrsg.): Dresdner Hefte 82. Kinos, Kameras und Filmemacher. Filmkultur in Dresden. Dresden 2005. S. 60.
  2. Filmspiegel 8/1990. 11.4.1990. S. 11.
  3. Klaus Schipschack: Man gratuliert. In: Fritz-Magazin Dresden, April 2013, S. 9
  4. Katalog 25. Filmfest Dresden, Dresden 2013, S. 9-11
  5. https://www.filmverband-sachsen.de/sylke-gottlebe-wird-neue-leiterin-des-filmfest-dresden/

[Bearbeiten] Adresse

Filminitiative Dresden e. V.
Alaunstraße 62

01099 Dresden


[Bearbeiten] Weblinks

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