BSV Lockwitzgrund

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Das Logo des BSV Lockwitzgrund
Vereinshaus des BSV Lockwitzgrund mit der öffentlichen Gaststätte Elfmeter

Der Ballsportverein (BSV) Lockwitzgrund ist ein 1990 neu gegründeter Sportverein in Lockwitz, dessen Wurzeln bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurückreichen.

[Bearbeiten] Geschichte

Nach 1910 wurde im Zuge des Umbaus der Lockwitzer Niedermühle zu einer Dampfmühle der alte Mühlgraben überbaut und eingeebnet, um darauf später einen Sport- und Bolzplatz im Lockwitzgrund an der damaligen Kreischaer Straße anzulegen. 1921 gab es dort das erste offizielle Ballspiel im Raffball, einem Vorläufer des Handballs. 1925 ist erstmals im Grundbuchamt die heutige Sportstätte als Sportplatz auf dem dazugehörigen Flurstück eingetragen. Schnell entwickelte sich aber der Fußball als beliebteste Ballsportart. Zur Europameisterschaft 1932 qualifizierte sich der Torwart Gerhard Müller (19121988) aus Lockwitz für die deutsche Nationalelf des Arbeitersports. Die heutige Sportstätte im Lockwitzgrund trägt seinen Namen.

Nach dem Krieg wurde der Verein 1949 als Betriebssportgemeinschaft (BSG) der inzwischen verstaatlichten Obstkelterei Lockwitzgrund der früheren Familie Donath neu aufgestellt. Als BSG Empor Lockwitzgrund existierte der Verein bis 1990. Im Volksmund nannte man sie die „Blau-Weißen“.

1953 besiegte die Sportgemeinschaft vor mehreren hundert Zuschauern in Lockwitz die BSG Chemie Dresden-Ost im Aufstiegsspiel zur Bezirksklasse mit einem knappen 1:0-Sieg. Dort verblieben die Kicker bis 1964. Danach stiegen die Fußballer in die Kreisklasse ab, wo sie drei Jahre blieben, und schafften 1967 den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse, u. a. mit dem „Mittelfeldmotor“ Lutz Schröder, der später bis in die neunziger Jahre noch als Trainer und Übungsleiter im Verein arbeitete. 1969 wurde die Abteilung Fußball in der BSG plötzlich aufgelöst. Für einige Jahre sollte im Lockwitzgrund nur noch Volkssport betrieben werden. 1977 wurde die Sektion Fußball in der Sportgemeinschaft von Rüdiger Jost neu gegründet. Die Mannschaft musste jedoch in der 3. Kreisklasse ganz unten wieder anfangen. Legendär war in den achtziger Jahren u. a. ein Fußballspiel der alten Herren von Empor Lockwitzgrund und Dynamo Dresden auf dem Sportplatz der Kelterei.

1990, nach der politischen Wende in der DDR, wurde der Verein als BSV Lockwitzgrund e. V. neu gegründet. Anfänglich hatte der Verein nur 65 Mitglieder, davon 20 Kinder. Die Trägerschaft der Kelterei Lockwitzgrund entfiel allerdings. 1995 wurde der Bau eines Vereinsheimes direkt am Sportplatz fertig gestellt. Mit dem Bau wurde auch die öffentliche Gaststätte „Elfmeter“ direkt an der heutigen Gerhard-Müller-Sportstätte eröffnet.

1998 erfolgte die Gründung einer Volleyballmannschaft, ein Jahr später, 1999, die Gründung der sogenannten „Pampersliga“ für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Im gleichen Jahr wurde die Abteilung Tischtennis gegründet. Im Jahr 2000 hatte der Ballsportverein 242 Vereinsmitglieder, davon 152 Kinder und Jugendliche. Im gleichen Jahr kamen jeweils eine 3. Männer- und eine Mädchenmannschaft dazu. 2001 erfolgte der Umbau des fast 80 Jahre alten Platzes zu einem neuen Kunstrasenplatz.

Der Verein engagierte sich 2011 an einer Spende zu Fußballmaterialien (Bälle, Sportshirts) im Dorf Boela in Kamerun auf Afrika. Die Idee kam vom ehemaligen Mitglied der 1. Männermannschaft Anfang/Mitte der neunziger Jahre „J.J.“ Armand Colin Biwole.[1]

[Bearbeiten] Adresse

[Bearbeiten] Quellen

  1. Projekte auf www.bsv-lockwitzgrund.de
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