Heinrich Wilhelm Just

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Heinrich Wilhelm Just (* 30. August 1836 in Dresden; † 7. September 1896 ebenda)[1] war ein sächsischer Jurist und Beamter, zuletzt als Präsident des Chemnitzer Landgerichts.

[Bearbeiten] Familie

Heinrich Wilhelm Just entstammte der sächsischen Familie Just. Seine Großeltern väterlicherseits waren Friedrich Wilhelm Just (der Ältere, 17671811) und dessen Ehefrau Sophie Marianne geb. von Berge (17861814).

Just war der Sohn des Juristen und Geheimen Rates im Ministerium des Innern des Königreiches Sachsen, Friedrich Wilhelm Just (* 5. September 1803 in Dresden; † 2. Februar 1881 ebenda)[2] und dessen Ehefrau Eleonore Ernestine geb. von Houwald (* 4. Januar 1810 in Straupitz, Brandenburg; † 19. Juni 1882 in Freiberg), Tochter des Landrichters des Markgraftums Niederlausitz und späteren stellvertretenden Landesmarschalls des Landtages der Mark Brandenburg, Karl Heinrich Ferdinand von Houwald (17671811) und dessen Ehefrau Johanna Karolina geb. von Thermo (17871837).

Heinrich Wilhelm Just heiratete Maria Helene geb. Weinlig (* 30. Juli 1840 in Leipzig; † 15. Januar 1923 in Dresden), Tochter des Mediziners und Naturwissenschaftlers, Dr. med. et phil. Albert Christian Weinlig (18121873) und dessen Ehefrau Henriette Pauline geb. Mertens (18191903). Ein Vorfahre dieser Familie war der Dresdner Bürgermeister Christian Weinlig (16811762). Justs Tochter:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Just erhielt seine höhere Schulbildung an der Landes- und Fürstenschule St. Afra in Meißen, in die er zu Ostern 1851 eintrat. Sein Reifezeugnis erhielt er mit seinem Abgang von dieser Schule, zu Ostern 1856. Danach absolvierte Just ein Studium der Rechtswissenschaften.

Just ist nach seinem Studium erstmals 1862 im Dresdner Adressbuch als Protokollant beim königlichen Gerichtsamt verzeichnet. Er wohnte anfangs noch in der Wohnung seiner Eltern in der Moritzstraße 10.[4] 1863 wurde er Aktuar am königlichen Bezirksgericht.[5] 1864 zog Just in eine eigene Wohnung in die Ammonstraße 67.[6] 1867 wurde er Referendar am Dresdner Gerichtsamt,[7] ein Jahr später, 1868 dann Assessor.[8]

Just wurde 1872 im Rang eines königlich-sächsischen Gerichtsrats an das Bezirksgericht in Zwickau versetzt. 1875 wurde er als Appellationsrat an das Dresdner Appellationsgericht versetzt. Dort wohnte er in der Planitzsatraße 132b.[9] Als am 1. Oktober 1879 die einheitlichen Reichsjustizgesetze in Kraft traten und es zu einer Verwaltungsreform der Justiz auch in Sachsen kam,[10] wurde Just 1879 als Gerichtsrat an das Oberlandesgericht Dresden berufen. Zu dieser Zeit zog er in die Christianstraße 24.[11]

1881 wurde Just Nachfolger von Carl E. Werner als Präsident des Landgerichts Freiberg in Sachsen. Dort wohnte er 1886 bis mindestens 1889 in der Petersstraße 3.[12] Im Amt als Landgerichtspräsident blieb Just bis Ende 1890. 1891 wechselte Just dann in gleicher Funktion als Präsident zum königlichen Landgericht in Chemnitz. Dieses Amt übte er bis kurz vor seinem Tod aus.[13] Das Amt als Landgerichtspräsident übte er bis kurz vor seinem Tod aus. Just wohnte zuletzt in Chemnitz in der Gerichtsstraße 2.[14]

Just wohnte zuletzt in Dresden in der Mosczinskystraße 8. Er wurde auf dem Trinitatisfriedhof beerdigt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Nach dem Eintrag im Afraner-Album (siehe Quelle) soll Heinrich Wilhelm Just am 4. August 1836 geboren worden sein.
  2. P.H. Kreyssig: I. Nachtrag zu Dr. A.H. Kreyssigs Afraner Album, Hrsg. vom Verein ehemaliger Fürstenschüler zum 350jährigen Stiftungsfest der Kgl. Landes- und Fürstenschule St. Afra zu Meissen, Chrimmitschau 1893, Digitalisat der SLUB, S. 20
  3. Adressbuch Dresden 1943/44, S. 292, SLUB
  4. Adressbuch Dresden 1861, S. 125, SLUB
  5. Adressbuch Dresden 1864, S. 138, SLUB
  6. Adressbuch Dresden 1865, S. 139, SLUB
  7. Adressbuch Dresden 1867, S. 152, SLUB
  8. Adressbuch Dresden 1869, S. 145, SLUB
  9. Adressbuch Zwickau 1875, S. 290, SLUB
  10. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Landgericht Dresden“
  11. Adressbuch Dresden 1880, S. 214, SLUB
  12. Adressbuch Freiberg 1886, S. 96, SLUB
  13. Verwaltungsgeschichte, Promotion Michael Rademacher, Dissertation Universität Osnabrück auf www.verwaltungsgeschichte.de
  14. Adressbuch Chemnitz 1896, S. 337, SLUB
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