Hans Nadler

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Hans Nadler (* 1. Juli 1910 in Dresden; † 8. Oktober 2005 ebenda) war ein Architekt, Bauhistoriker und Denkmalpfleger.

Professor Dr. Hans Nadler gehört zu den bedeutendsten Denkmalpflegern im deutschsprachigen Raum nach dem Zweiten Weltkrieg. Er war der Mann, der neben Fritz Löffler das „alte Dresden“ rettete.

Hans Nadler setzte sich 1951 beim Stadtplanungsamt für den Erhalt des südlichen Torhauses (Leipziger Tor) ein. Bekannt geworden ist er in der DDR durch sein Wirken als Leiter des Instituts für Denkmalpflege Dresden, welches für die damaligen Bezirke Cottbus, Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt – etwa der Fläche des heutigen Freistaats Sachsen entsprechend – zuständig war. Unter seiner umsichtigen Leitung gelangen unter wirtschaftlich und politisch schwierigen Bedingungen international hoch anerkannte denkmalpflegerische Fachleistungen. Er vermochte es darüber hinaus, die Verantwortung für die Bewahrung der Kulturlandschaft in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu rücken. 1977 erklärte Professor Hans Nadler das Schloss Albrechtsberg zum Nationalen Kulturdenkmal. Damit durfte die Innenarchitektur nicht mehr geändert werden.

Am 28. März 1996 wurde Prof. Dr. Hans Nadler zum Ehrenbürger der Stadt Dresden ernannt.

Das Sommerhaus und Dinglingers Weinberg des Hofjuweliers von August dem Starken, Johann Melchior Dinglinger, waren eine Zeit lang Nadlers Wohnstätte.

Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Weißer Hirsch.

Es gibt wohl keinen Quadratmeter im alten Dresden, die sich nicht an Denkmalpfleger Hans Nadler knüpfen. Hinter den Worten wiederaufgebaut, oder gesichert steht oft jahrzehntelanges Ringen um den Erhalt von Gebäuden oder verbliebenen Teilen.

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