Ernst Wilhelm Bernhardi

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Ernst Wilhelm Bernhardi (* 1787; † 28. Mai 1852 in Dresden) war ein sächsischer Jurist und Beamter, Politiker, Ratsherr und Bürgermeister in Freiberg sowie Abgeordneter in der sächsischen Ständeversammlung von 1833 bis 1848.

[Bearbeiten] Familie

Ernst Wilhelm Bernhardi entstammte der sächsisch-thüringischen Familie Bernhardi. Er war der Sohn des königlich-sächsischen Generalakziseinspektors für Brand und Freiberg, Christian Gottfried Bernhardi zu Freiberg.[1]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Bernhardi studierte Rechtswissenschaften. Er ist erstmals im sächsischen Staatskalender von 1826 als königlich-sächsischer Finanzprokurator des Erzgebirgischen Kreises in Freiberg verzeichnet.[2] In diesem Amt war er auch noch 1828. Danach wurde er Ratsherr in der Bergstadt.

1833 wurde Bernhardi vom Rat der Stadt Freiberg zum Bürgermeister der Bergstadt ernannt. Damit war er als erste Magistratsperson in einer der 6 vom sächsischen König abhängigen Städten (neben Plauen im Vogtland, Budissin, Pirna, Schneeberg und Chemnitz) Abgeordneter der Ersten Kammer der sächsischen Ständeversammlung. Als solcher ist er auch noch bis 1850 im Staatskalender als Bürgermeister zu Freiberg und bis 1847 als Abgeordneter aufgeführt. Als Bürgermeister war Bernhardi auch Mitglied der Schulkommission am Gymnasium zu Freiberg.[3] Ab 1843 war er zudem Kommissar an der Mechanischen Baugewerkschule sowie Vorsitzender der Prüfungskommission für mechanische Baugewerke zu Freiberg.[4]

Als Abgeordneter der Ersten Kammer des Sächsischen Landtages war Bernhardi bis zur Wahlrechtsreform von 1848 aufgrund der Revolution 1848/49 tätig. Die anderen vier Ämter als Freiberger Bürgermeister, Mitglied der Schulkommission, Kommissar und Vorsitzender der Prüfungskommission der Baugewerkschule zu Freiberg hatte er bis 1850 inne.[5]

Bernhardi wohnte nach seiner Pensionierung als Bürgermeister ab Ende 1850 in Dresden,[6] zuletzt in der Röhrhofsgasse 5.[7] Er starb im 65. Lebensjahr und wurde am 1. Juni 1852 in Dresden beerdigt.[8]

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Letztmalig im Königlich Sächsischer Hof-, Civil- und Militär-Staat 1823, Digitalisat auf Google Books, S. 83
  2. Königlich Sächsischer Hof-, Civil- und Militär-Staat 1826, Digitalisat auf Google Books, S. 78
  3. Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1837, Digitalisat auf Hathi Trust, S. 113, 395 und 409
  4. Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1843, Digitalisat auf Google Books, S. 225, 226
  5. Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1850, Digitalisat auf Google Books, S. 201, 218, 219, 254
  6. Adressbuch Dresden 1851, S. 18, SLUB
  7. Adressbuch Dresden 1852, S. 21, SLUB
  8. Datensatz auf Ancestry

[Bearbeiten] Weblinks

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