Albert Zenker

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Albert Zenker (* 10. März 1794 in Dresden; † 18. Dezember 1854 ebenda) war ein sächsischer Beamter, zuletzt als Ministerialrat im Ministerium des königlichen Hauses in Dresden im Rang und mit Titel eines königlich-sächsischen Geheimen Rates sowie als Privatsekretär des sächsischen Königs Johann. Zenker diente im Laufe seines Berufslebens vier sächsischen Königen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie

Albert Zenker entstammte der Juristen- und Beamtenfamilie Zenker mit Christoph Zenker als Spitzenahn (16191697). Sein Urgroßvater väterlicherseits war Tobias Zenker (16641720), Verwalter und später Pächter des gräflich-Gersdorffschen Schlossgutes zu Kauppa, sein Großvater Johann Tobias Zenker (17171771), Kauf- und Schiffsherr zu Dresden und Warschau.

Albert Zenker war der älteste Sohn des königlich-sächsischen Hoffuttermarschalls und Geheimen Finanzsekretärs Christian Daniel Zenker (* 20. September 1766 in Dresden; † 15. Dezember 1819 ebenda) und dessen Ehefrau Johanna Friederike geb. Hauschild (* 1770 in Reinhardtsgrimma; † 22. November 1821 in Dresden). Zenker hatte noch vier Geschwister:


Albert Zenker heiratete am 15. Oktober 1822 in Dresden Emilie geb. Kohlschütter (* 15. August 1797 in Wittenberg; † 18. Dezember 1876 in Dreden), älteste Tochter des königlich-sächsischen Geheimen Kabinettsrates Karl Christian Kohlschütter (17631837) und dessen 1796 geheirateter Ehefrau Christiane Luise geb. Kreysig (17761846)[1] Das Ehepaar Zenker hatte fünf Kinder:

Nach dem Tod ihres Mannes zog Zenkers Witwe Emilie Ostern 1855 zum Queckbrunnen 5.[4] Zuletzt wohnte sie in der Ammonstraße 80.[5]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Albert Zenker ist erstmals 1823 im Dresdner Adressbuch als Aktuar verzeichnet. Er wohnte anfangs in der Dresdner Neustadt im Haus 128 in der Rähnitzgasse.[6] Bereits im gleichen Jahr wurde er zum Supernumerar-Geheimen Kabinetts-Registrator und Geheimen Sekretär im Department des Geheimen Kabinetts unter König Friedrich August I. berufen. In dieser Funktion blieb Zenker bis 1831. In diesem Kabinett arbeitete auch sein Schwiegervater Karl Christian Kohlschütter als Geheimer Kabinettsrat im Rang als Hof- und Justizienrat.

1831 wurde Zenker vom sächsischen König Anton in den Rang eines königlich-sächsischen Hofrates erhoben unter gleichzeitiger Ernennung zum ordentlichen Kabinetts-Sekretär.[7] Bereits ein Jahr später wurde er Geheimer Kabinetts-Sekretär.[8] Als oberster Sekretär der Kabenettskanzlei hatte Zenker alle an den König gerichteten Vorstellungen, Beschwerden, Gesuche und sonstigen Eingabe an das sächsische Staatsoberhaupt einzureichen, wenn diese nicht dem König persönlich von jemandem übergeben wurden.

1836 zog Zenker in das Haus 412b in der Waisenhausgasse,[9] der späteren Hausnummer 26. 1838 wurde Zenker neben seinen anderen Hofämtern auch Ordenssekretär der sächsischen Ordenskanzlei.[10]

1846 wurde Zenker vom sächsischen König Friedrich August II. zum Geheimen Hof- und Ministerialrat ernannt. [11] In dieser Funktion erhielt er am 8. November 1848 einen erst 1983 im Staatsarchiv wieder entdeckten Brief von Richard Wagner. Als Ministerialrat vertrat Zenker nach dem Tod von Karl Friedrich Ludwig von Watzdorf das königliche Haus für die Zeit der vakanten Position des Ministers. Das Ministerium des Königlichen Hauses existierte seit 1831. Es war in der Verfassung des Königreiches Sachsen nicht vorgesehen und war eine königliche Privateinrichtung. Zenker vertrat die Position des Ministers bis zur Ernennung von Heinrich Anton von Zeschau im November 1851.[12]

Ostern 1852, reichlich zwei Jahre vor seinem Tod, zog Zenker in die Lüttichaustraße 26.[13] 1853 erhielt Zenker vom sächsischen König den Rang und den Titel eines Geheimen Hofrates. Er war weiterhin Ministerialrat im Ministerium des königlichen Hauses sowie als Geheimer Sekretär auch der Privatsekretär des sächsischen Königs.[14] Im Jahr seines Todes genehmigte Friedrich August II., dass Zenker den vom preußischen König verliehenen Roter-Adler-Orden annehmen und tragen solle.[15]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Richard Siefert: Beiträge zur Stammtafel der Familie Kohlschütter in: Lorens M. Rheude: Archiv für Stamm- und Wappenkunde, Jahrgang 1906–1907, Leseprobe auf Google Books, S. 131
  2. Datensatz auf Ancestry
  3. Datensatz auf Ancestry
  4. Adressbuch Dresden 1855, S. 239, SLUB
  5. Adressbuch Dresden 1876, S. 451, SLUB
  6. Adressbuch Dresden 1823, S- 85, SLUB
  7. Adressbuch Dresden 1832, S. 289, SLUB
  8. Adressbuch Dresden 1833, S. 297, SLUB
  9. Adressbuch Dresden 1837, S. 299, SLUB
  10. Staatshandbuch für das Königreich Sachsen, 1839, Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek, S. 22
  11. Adressbuch Dresden 1847, S. 274, SLUB
  12. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Liste der Ministerien Sachsens“
  13. Adressbuch Dresden 1852, S. 168, SLUB
  14. Adressbuch Dresden 1854, S. 175, SLUB
  15. Wochenblatt für merkwürdige Rechtsfälle in actenmäßigen Darstellungen... zunächst für das Königreich Sachsen, Band 2, Leipzig 1854, Digitalisat auf Google Books, S. 496
  16. Theodor Tauchnitz: Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung, zunächst für das Königreich Sachsen, Band 13, Leipzig 1855, Digitalisat auf Google Books, S. 570

[Bearbeiten] Weblinks

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